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Sep 05, 2022 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Bedingungsloser Inflationskampf drückt die Stimmung nach unten

WEEKLY

Zusammenfassung I 4 things to know

  1. Bedingungsloser Inflationskampf drückt die Stimmung nach unten. Die restriktive Rhetorik der Notenbanken beim Treffen in Jackson Hole am Freitag von vor zwei Wochen räsoniert auch weiterhin an den internationalen Finanzmärkten und führt in Verbindung mit den wachsenden Rezessionsängsten zu negativen Bewegungen an den Börsen. Währungshüter haben in der letzten Woche da aufgehört, wo sie in Jackson Hole aufgehört haben. Nämlich mit der Betonung ihrer Versprechen, die Inflation durch weitere Zinserhöhungen in den Griff zu bekommen.
  2. Schwacher Wochenauftakt. Die Aktienmärkte in Europa fangen den Montag mit Verlusten an, während der Euro heute morgen zum ersten Mal seit 20 Jahren gegenüber dem Dollar unter dem Niveau $0,99 notiert. Die über das Wochenende veröffentlichten Nachrichten, dass die Nord Stream 1 Pipeline nicht mehr in Betrieb genommen wird, zog die Gaspreise erneut in die Höhe und drückte somit die Stimmung an den Märkten.
  3. Inflation gestaltet die Diversifizierung schwierig. Die kurzfristigen Renditen in Großbritannien, den USA und der Eurozone zusammengenommen sind im August so stark gestiegen wie seit 1982 nicht mehr, was die narrative Verschiebung von „Fed-Pivot“ zu „höher für länger“ unterstreicht. Die Märkte treiben die Renditen nach oben und die Aktien nach unten. Der Bloomberg Global Aggregate Total Return Index aus Staats- und Investment-Grade-Unternehmensanleihen ist gegenüber seinem Höchststand im Jahr 2021 um mehr als 20% gefallen, der größte Verlust seit der Einführung des Index im Jahr 1990.
  4. Geopolitik und Chinas Lockdowns belasten die Industrieproduktion weiter. Vergangenheitsorientierte Indikatoren zeigen den Tribut der Energiekrise auf die Handelsbilanzen der wichtigsten Industrie-exportländer. Jüngste Veröffentlichungen zeigten, dass Südkorea im August ein Rekordhandelsdefizit und einen Fehlbetrag von fast 10 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Das größte Defizit seit mindestens dem Jahr 2000 ist hauptsächlich auf den Anstieg der Importe zurückzuführen, die um 28,2% in die Höhe schnellten. Deutschlands Handelsbilanz schrumpfte auf 5,4 Milliarden Dollar.
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