Wöchentliche Marktberichte

Aug 29, 2022 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

WEEKLY

Zusammenfassung I 5 things to know

  1. Fed bleibt am Straffungspfad und versaut Investoren die Laune. Der Vorsitzende der Federal Reserve sollte am Freitag beim Wirtschaftssymposium in Jackson Hole 30 Minuten sprechen, aber Jerome Powell reichten acht Minuten, um seine Botschaft zu vermitteln. Nämlich, dass die Fed bereit ist, die Inflation zu bekämpfen, auch wenn dies bedeutet, kurz- bis mittelfristig Wirtschaftswachstum zu opfern. Jetzt hat Powell endlich die Realität eingeholt und die Diskrepanz zwischen der Fed und den Marktpreisen wurde verringert. Dies bedeutet jedoch weitere Schmerzen für die Märkte.
  2. Powells Rede räsoniert zum Wochenauftakt an den Märkten. Die Rede des US-amerikanischen Notenbankpräsidenten war das dominierende Ereignis der letzten Woche, dessen Effekt auch zum Wochenauftakt zu spüren ist. Der Handel in Asien und die vorbörslichen Bewegungen in Europa deuten darauf hin, dass Investoren weiterhin die Entwicklungen der letzten Woche verdauen und sich fürs Erste Vorsicht walten lassen.
  3. EZB zeigt sich bereit zum Handeln. In Europa haben die Märkte ihren erwarteten Zinssatz der EZB stillschweigend nach oben revidiert. Anleger erwarten nun, dass die Europäische Notenbank in diesem Jahr die Zinsen um 125 Basispunkte strafft. Hauptgrund für diese Aufwärtskorrektur liegt in den weiter steigenden Energiepreisen, insbesondere den Preisen für Gas und Strom, die wöchentlich neue Rekorde aufstellen.
  4. Immobilienmarkt von höheren Zinsen getroffen. Der weltweite Kampf gegen die hohe Inflation wirkt sich langsam aber sicher auf die Realwirtschaft aus. Höhere Hypothekenzinsen nehmen Einfluss auf den zinssensitiven Immobilienmarkt. Die Verkäufe von neuen US-Einfamilienhäusern sind in den letzten 6 Monaten ebenfalls um 38,5% zurückgegangen. Die Immobilienentwicklung in China ist indes von einer Klippe gefallen, und der Baubeginn neuer Projekte stürzte auf Jahresbasis um 30% ab.
  5. Euro erneut unter der Parität. Das Umfeld an den Märkten wird somit auch in den kommenden Monaten ein schwieriges für risikoreiche Anlagen sein. Dies gilt auch für den Euro, insbesondere da gleichzeitig Wetten gegen italienische Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit der globalen Finanzkrise gestiegen sind. An der Devisenfront profitieren der Schweizer Franken und der US-Dollar weiterhin von der zunehmenden Differenz zwischen den Renditen italienischer und deutscher Staatsanleihen.
Hier weiterlesen


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.