Wöchentliche Marktberichte

Jul 18, 2022 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. Volatilität als Funktion der hohen Unsicherheit. Volatile Finanzmärkte sind meist eine Funktion von zu wenig Liquidität oder einer hohen Unsicherheit über den zukünftigen Wirtschaftsausblick oder Zinspfad der Notenbanken. Investoren scheinen derzeit von allen drei Faktoren heimgesucht zu werden. Zum einen haben diverse Notenbanken innerhalb der G10 Gruppe bereits mit dem Kauf neuer Staats- und Unternehmensanleihen aufgehört. Zum anderen herrscht große Verwirrung über die wirtschaftliche Gesundheit der drei Wachstumsregionen USA - Europa - China.
  2. Ein schwacher Auftakt in die US-Berichtsaison schürt Sorgen. Die Berichtsaison hat in den Vereinigten Staaten mit einem negativen Auftakt der Großbanken begonnen. Die Zinswende der US Notenbank und die Rezessionsängste hinterlassen ihre Spuren in den Quartalszahlen. Der prozyklische Bankensektor bietet hierbei einen relativ guten Indikator, um die Gesundheit der Konjunktur zu bemessen. Die Großbanken J.P. Morgan und Morgan Stanley haben überraschend weniger Gewinner erzielt als erwartet.
  3. Das Mantra an den Märkten. Schlechte Daten sind gute Daten. Prinzipiell gibt an den Währungsmärkten insbesondere in Bezug auf die Fed das Mantra: Gute Wirtschaftsdaten sind schlechte Daten für die Märkte. Denn eine besser als erwartete Datenlage würde die Fed in ihren Straffungsvorhaben stützen und dies würde die Erwartungen eines höheren Leitzinses nach oben ziehen. Eine Abkühlung der wichtigen Leitindikatoren, wie dies am Freitag der Fall war, sollte von risikoreichen Anlagen und Währungen begrüßt werden. Allein die Abkühlung der Inflationserwartungen vor dem Wochenende war wohl genug, um die Möglichkeit einer Zinserhöhung um 100 Basispunkte in zwei Wochen vom Tisch zu nehmen.
  4. Zieht die Fed den gesamten Straffungszyklus ins Jahr 2022? Die Märkte erwarten sich nun, dass die Fed den gesamten Straffungszyklus ins Jahr 2022 vorziehen und bereits im nächsten Jahr mit Zinssenkungen beginnen wird. Zinssenkungen beginnen wird. Anhaltende Inflations-überraschungen wie zuletzt könnten die Fed kurzfristig zu aggressiverem Verhalten zwingen. Anleger haben jedoch begonnen, jede weitere Straffung in diesem Jahr mit konsequenten Kürzungen im Jahr 2023 zu verknüpfen.
  5. EZB am Donnerstag von der Diskussion um Nord Stream 1 überschattet.  Die Inflation notiert zwar mit 8,6% auf einem Allzeithoch. Doch die EZB scheint den Zeitpunkt einer frühzeitigen Zinserhöhung verpasst zu haben. Nun geschieht die Straffung der Finanzkonditionen vor dem Hintergrund einer rasant an Fahrt verlierenden Wirtschaftserholung. Neben der Zinsentscheidung werden Investoren ebenfalls eine Antwort auf die Frage erhalten, ob die Nord Stream 1 Pipeline wieder in Betritt genommen wird.
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