Wöchentliche Marktberichte

Jul 11, 2022 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. Risikoaversion zum Wochenauftakt. Der stärker als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, welcher die Erwartungen einer 75-Basispunkte-Zinserhöhung der Federal Reserve am Leben hält, und die Möglichkeit einer neunprozentigen Inflation am Mittwoch scheinen jedoch genug zu sein, um Investoren zum Wochenauftakt risikoaverser agieren zu lassen.
  2. Die Märkte preisen eine nachfrageseitige Abkühlung ein. Negative Schlagzeilen beginnen, das Marktnarrative zu beherrschen und bringen das Rezessionsspielbuch wieder zum Vorschein. Die Bewegungen der letzten Woche waren beispielhaft dafür, wie sich die Märkte in einem Umfeld zunehmender Rezessionswahrscheinlichkeiten auf beiden Seiten des Atlantiks verhalten. Sinkende Anleiherenditen, Rohstoffpreise und Schwellenländerwährungen sind alle darauf zurückzuführen, dass die Märkte begonnen haben, ihre Rezessionswahrscheinlichkeiten höher einzuschätzen.
  3. Historische Dollar-Stärke hält an. Der handelsgewichtete US-Dollar-Index (DXY) konnte sich eine weitere Woche nach oben kämpfen und profitierte von Schwächen des Euro, Yen und Pfund. Kurzfristige Zinsdifferenzen dominieren derzeit die Währungsdynamik, weshalb die Markteinpreisung von Zinssenkungen der Fed im Jahr 2023 weniger Auswirkungen auf den Dollar hatte. Die Unsicherheit rund um die Folgen der globalen Zinsstraffungen auf die Weltwirtschaft und die geopolitische Situation spielen dem Dollar natürlich in die Karten.
  4. Europa. Energiekrise und Zinserhöhungen die dominieren Themen. Europa durchlebt derzeit den größten Handelsschock seit mehreren Jahrzehnten. Handelsunterbrechungen und sinkende Importe haben Deutschlands Handels-überschuss in Luft aufgelöst. Erstmals seit 1991 importierte Europas größte Volkswirtschaft mehr Waren als sie exportierte. Die Importe sind im Juni auf Jahresbasis um rund 27% gestiegen, was die Handelsbilanz in den negativen Bereich geführt hat.
  5. Solider Arbeitsmarktbericht deutet auf aggressive Zinserhöhung der Fed.  Das Federal Open Market Committee (FOMC) hat seine Besorgnis über die aktuellen Inflationsprognosen deutlich zum Ausdruck gebracht und die Tür für eine Anhebung um 50 oder 75 Basispunkte auf der Juli-Sitzung offen gelassen. Die Inflation wurde 90 Mal im Juni-Sitzungsprotokoll erwähnt. Rezession kein einziges Mal. Der Arbeitsmarktbericht am Freitag bestätigte ebenfalls, dass die US-Wirtschaft mit einem Stellenwachstum von 372 Tausend im Juni auf einem Wachstumspfad geblieben ist.
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