Wöchentliche Marktberichte

Jul 04, 2022 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. Regimewechsel im Werden. Von der Inflation zur Rezession. Der von uns in den vergangenen Wochen gekennzeichnete Regimewechsel von der Inflation zur Rezession scheint Fahrt aufzunehmen. Die Verbraucherpreise stiegen zwar auch im Juni in den Vereinigten Staaten und der Eurozone auf ein Rekordhoch von 8,6%. Investoren scheinen sich jedoch zunehmend mit den Folgen der Inflationsbekämpfung der Notenbanken auseinanderzusetzen, anstatt mit der Inflation per se.
  2. Märkte erkennen das Dilemma der Notenbanken. Kurzfristig lassen sich die Notenbanken somit nicht von der klar ersichtlichen Abkühlung der Weltwirtschaft vom Kurs bringen. Auf mittlere Sicht wird es sich für die Federal Reserve und Europäische Notenbank schwierig gestalten, die Leitzinsen angesichts der globalen Rezessionssorgen aggressiv anzuheben. Diese Annahme dominierte in den letzten Wochen die Positionierung an den Märkten. Investoren senkten ihre impliziten Zinserwartungen für dieses Jahr für die Fed und EZB und flüchteten trotz der hohen Inflation erneut in sichere Staatsanleihen.
  3. Rohstoffpreisabfall als erstes Warnsignal einer Rezession. Die bislang souveränen Rohstoffe mussten ebenfalls Preisverluste in Kauf nehmen. Der Preis von mehr als der Hälfte der global gehandelten Rohstoffe hat sich bereits seit dem Erreichen eines Höhepunktes im vergangenen Jahr halbiert. Knapp 27% der Rohstoffe haben sogar einen 30-prozentigen Verlust einstecken müssen.
  4. Befindet sich die US-Wirtschaft bereits in einer Rezession? Auf der anderen Seite signalisierte das wohl bekannteste Prognosemodell der Welt, der Nowcast der Atlanta Fed für das US BIP-Wachstum, zum ersten Mal ein negatives Wachstum der US Wirtschaft für das zweite Quartal. Da die größte Volkswirtschaft der Welt bereits im ersten Quartal gesunken ist, würde ein weiterer vierteljährlicher Fall eine technische Rezession auslösen.
  5. Märkte senken ihre Zinserwartungen für die EZB. Vor dem Hintergrund dieser Fragmentierungssorgen und der sichtlichen Abkühlung der europäischen Wirtschaft fragen sich Investoren zunehmend, wie stark die EZB die Zinsen anheben wird können, bevor etwas bricht. Die weiterhin mit Rekordraten wachsende Inflation scheint noch die alleinige Aufmerksamkeit der EZB einzunehmen. Doch die Märkte haben ihre Erwartungen über den Leitzins in 12 Monaten bereits deutlich von 2,0% auf 1,13% reduziert.
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