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Wöchentliche Marktberichte

Jul 05, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. US-Stellenwachstum lag im Juni leicht über den Markterwartungen. Der Arbeitsmarktbericht ist im Gesamten positiv ausgefallen und deutet auf nachhaltiges Wachstum der Arbeitsplätze in den USA. Die größte Volkswirtschaft der Welt hat im Juni laut dem Arbeitsministerium 850 Tausend Arbeitsplätze geschaffen. Das stellt den größten Stellenzuwachs in 10 Monaten dar und untermauert die anhaltende Erholung des US-Arbeitsmarkts. Die Umfrage des Conference Boards deutet darauf hin, dass aufgrund von angebotsseitigen Faktoren Firmen Probleme bei der Arbeiter-suche verzeichnen. Dieses Problemfeld sollte sich in den nächsten Monaten langsam auflösen. Die unmittelbare Reaktion der Märkte auf den Bericht war eine positive. Der Dollar gab leicht nach, Schwellenländerwährungen trieben nach oben und die US-Börsen hievten auf neue Allzeithöhen. Dies ist damit zu erklären, dass der Arbeitsmarkt zwar Fortschritte verzeichnet, die Fed in ihrer lockeren Geldpolitik jedoch noch nicht beeinflussen wird.
  2. US-Arbeitsmarktbericht wurde gut von den Märkten verdaut. Auf die gesamte Woche bezogen verzeichnete der US-Dollar seine fünfte Aufwertung in den letzten sechs Wochen. Doch die Abwertung am Freitag deutet darauf hin, dass die Märkte noch keine Angst vor einer frühzeitigen Zinserhöhung der US-Notenbanken haben. Der am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht wurde somit gut von den Märkten verdaut. Der Stellenzuwachs von 850 Tausend war zwar stärker als erwartet. Die Geldpolitik der Fed wird durch solche Zahlen jedoch nicht beeinflusst werden. Dies stimmt die Märkte glücklich und treibt den US-Börsenindex (SP500) auf ein neues Allzeithoch. Dass die Stärke der Datenlage abnimmt, zeigt sich jedoch auch an dem abkühlenden US-Überraschungsindex (Seite 4) und den sinkenden US-Renditen, welche seit April bereits von 1,78 auf 1,43% gefallen sind.
  3. Kommt nun der Anstieg der Miet- und Dienstleistungspreise? Die Inflationsdebatte treibt die Unsicherheit an den Märkten an, auch wenn die Börsen immer noch an die temporäre Natur der Inflation glauben und somit wenig von den Anstiegen der Teuerungspreise beeinflusst wurden. Die hohe Güternachfrage und angebotsseitige Lieferketten-engpässe haben die Erzeugerpreise nach oben getrieben. Und obwohl diese industriegetriebene Inflation bereits im zweiten Quartal ein Hoch gefunden haben könnte, bleiben die Inflation im Dienstleistungssektor und der erwartete Anstieg der Mietpreise ein mögliche zukünftige Treiber der US-amerikanischen Verbraucherpreise. Laut dem vergangenen US-Arbeitsmarktbericht sind die Löhne in der größten Volkswirtschaft der Welt im Juni um 2,3% gestiegen. Dies sollte die Inflation ebenfalls länger an hohen Niveaus halten.
  4. Liegt der Höhepunkt der Expansion des Welthandelsvolumens hinter uns? Die ultra-lockere Geld- und Fiskalpolitik und die Öffnungen der Volkswirtschaften haben dem Welthandel erneut Leben eingehaucht. Das Welthandelsvolumen expandiert derzeit so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr und wuchs im April im Vorjahresvergleich um 25%. Der US-Dollar wertete ggü. dem Vorjahr um knapp acht Prozent ab, was vergleichbar mit vergangenen Abwertungszyklen ist. Leitindikatoren wie die südkoreanischen Exporte, die langsame Straffung der globalen Geldpolitik und die Lieferkettenengpässe könnten jedoch bereits einen Höhepunkt der Welthandelsexpansion kennzeichnen. In absoluten Zahlen bleibt die Handelserholung jedoch weiterhin stark und wohl auf.
  5. Lieferkettenengpässe bleiben kurz- bis mittelfristig das Hauptproblem für international tätige Unternehmen. Der historisch beispiellose Anstieg der Frachtkosten seit Anbeginn der Pandemie wird innerhalb von international tätigen Unternehmen immer mehr zum zentralen Gesprächsthema. Das Geschäftsklima in Europa profitiert zwar von den Lockerungen der Lockdowns und positiven finanziellen Konditionen. Doch weniger als die Hälfte aller Containerschiffe kommen laut Sea-Intelligence rechtzeitig an ihrem Zielhafen an und die Frachtkosten für den Transport eines Containers von China nach Europa haben sich seit Anfang vergangenen Jahres verfünffacht. Die höheren Inputkosten treiben die Erzeugerpreise nach oben und ließen im Juni die asiatischen Leitindikatoren deutlich abkühlen.
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