Wöchentliche Marktberichte

Apr 21, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Globale Börsen erleiden Rücksetzer

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die Erwartungen an die Bilanzsaison des ersten Quartals sind hoch angesetzt. Die US-amerikanischen Großbanken machten in der vergangenen Woche mit der Berichterstattung der eigenen Profite in den ersten drei Monaten des Jahres einen soliden Anfang. Europäische Unternehmen im Börsenindex Stoxx 600 könnten laut Berechnungen von Refinitiv mit einem Gewinnwachstum von 61 Prozent sogar das beste Quartal der letzten neun Jahre verzeichnet haben. Dies trieb die großen Aktienleitindizes jüngst auf Rekordhöhen, welche nun jedoch immer schwieriger zu rechtfertigen werden.

Insbesondere an Handelstagen, welche sich durch eine fehlende Datenlage oder anderweitige positive Nachrichten auszeichnen, treiben die Börsen seitwärts. Sowohl der deutsche Dax, als auch der S&P500 gingen den zweiten Tag infolge geschwächt aus dem Handel. Die implizite Volatilität an den Aktienmärkten festigte sich gestern auf ein 3-Wochen-Hoch, obwohl die US-Renditen ihre neuerliche Bewegung nach unten fortgesetzt hatten. Ein Erklärungsgrund für die verhaltenen Bewegungen risikoreicher Anlagen kann in den weltweit steigenden Infektionszahlen gefunden werden. Der asiatische Kontinent, angeführt durch den rasanten Sprung neuer COVID-19 Fälle in Indien, treibt die derzeitige globale Welle voran, welche seit Februar anhält. In der Zwischenzeit haben die deutschen Erzeugerpreise im März die Erwartungen spürbar übertroffen und sind auf Jahresbasis um 3,7 Prozent auf das höchste Niveau seit Juli 2017 geschossen.

Währungsüberblick

CNH – Die chinesische Notenbank hielt den zwölften Monat infolge am Leitzins von 3,85 Prozent fest. EUR/CNH ging marginal geschwächt aus dem Handel, hält jedoch weiterhin an der 7,82-Marke fest. Sollte sich das Währungspaar nachhaltig über dem Niveau halten, könnte die August 2020 anhaltende Abwärtstrendlinie über Bord geworfen werden. Laut Berechnungen von Bloomberg ist der chinesische Yuan gegenüber dem US-Dollar die derzeit am stärksten überbewertete Währung weltweit.

SEK – Der Preis von schwedischen Einfamilienhäusern ist im April gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gewachsen und verzeichnete somit den stärksten Anstieg der letzten 15 Jahre. Nichtsdestotrotz geht die Riksbank, die älteste Notenbank der Welt, von einer Kollaps der Verbraucherpreise im zweiten Quartal aus, welcher eine lockere Geldpolitik weiter rechtfertigen würde. EUR/SEK konnte bei 10,00 eine solide Stütze finden und notiert nun knapp unter dem 200-tägigen gleitenden Durchschnitt bei 10,22.

EM – Die meisten risikoreicheren Industrie- und Schwellenländerwährungen mussten in den vergangenen zwei Tagen Rücksetzer einstecken. Abgesehen von den zentraleuropäischen Valuten fiel das Fazit für den Wochenauftakt negativ aus. Und dies, obwohl die Entwicklung der US-Renditen und des US-Dollars sehr bescheiden ausfiel. Die europäische Gemeinschaftswährung wertete gegenüber den meisten Währungen in der G10-Kategorie auf. Der polnische Zloty, der ungarische Forint und die tschechische Krone zeigten sich indifferent und kamen am gestrigen Handelstag kaum vom Platz.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • GB: Inflation (08:00)
  • PL: Beschäftigungswachstum (10:00)
  • CA: Zinsentscheidung (14:30)


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