Jetzt starten!

Tägliche Marktberichte

Dez 09, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Die wichtigste Woche des Quartals?

USD

EUR USD (1,1060)
Eine relativ überschaubare Woche endet für den US-Dollar doch noch mit einem Knall. Der am Freitag veröffentlichte US-amerikanische Arbeitsmarkt scheint nämlich keine Anzeichen einer wirtschaftlichen Verlangsamung zu verzeichnen und treibt den Dollar und den US-Aktienmarkt vor dem Wochenende nach oben. Dabei konnten sich die jährlichen Durchschnittslöhne im November um 3,1 Prozent festigen. Auch die im Rahmen des Berichts veröffentlichten Neueinstellungen fallen mit 266 Tausend deutlich besser aus als von Ökonomen im Vorhinein prognostiziert. Die dadurch erzeugte Risikofreude wurde durch das Michigan Verbrauchervertrauen bestätigt, welches dem Arbeitsmarktbericht folgte und den höchsten Stand seit sieben Monaten verzeichnen konnte.

Mit dieser für den Dollar positiven Ausgangssituation geht es nun in die neue Woche. Aufseiten neuer geldpolitischer Erkenntnisse werden natürlich die beiden Zinsentscheidungen der US-amerikanischen und europäischen Notenbanken am Mittwoch und Donnerstag im Fokus stehen. Und obwohl die erste Tagung von EZB-Chefin Christine Lagarde eine symbolische Bedeutung mit sich bringen wird, spielen die geldpolitischen Treffen aufgrund fehlender Erwartungen einer Zinsveränderung nur die Nebenrolle am Devisenmarkt. Die größte Aufmerksamkeit erhalten weiterhin die politischen Geschehnisse rund um den Brexit und die US-China Handelsgespräche. Angesichts der parlamentarischen Wahlen in Großbritannien (Donnerstag) und der möglichen US-Zollerhöhung am Sonntag werden diese beiden Themen in dieser Woche noch stärker in den Vordergrund rücken.

GBP

EUR GBP (0,8400)
Großbritannien wählt ein neues Parlament. Dabei wird sich in wenigen Tagen zeigen, ob die Partei rund um Boris Johnson eine absolute Mehrheit erlangen wird. Zuletzt veröffentlichte Umfragen scheinen die konservativen Tories weiterhin vorne zu sehen. Diese Tatsache gab dem Pfund deutlichen Rückenwind und führt die britische Währung auf ein neues 30-monatiges Hoch. Sollte es im Rahmen der Wahlen zu negativen Überraschungen kommen, bleiben Rücksetzer des Pfunds nicht auszuschließen. Ein Siegt der Konservativen könnte die Währung noch mal leicht aufwerten lassen.

CHF

EUR CHF (1,0960)
Die expansivste unter den europäischen Zentralbanken tagt am Donnerstag und entscheidend erneut über das geringste Zinsniveau der Welt. Die jüngste Abschwächung des Schweizer Franken, ausgelöst durch ein leicht verbessertes Risikosentiment, hat der SNB wohl die Entscheidung abgenommen. Ökonomen gehen somit von keiner weiteren Zinssenkung der Währungshüter aus. Eine Zinsstraffung bleibt aufgrund der externen Risiken, der Gefahr einer weiteren Franken-Aufwertung und schwacher Inflationsdaten jedoch relativ ausgeschlossen.

PLN

EUR PLN (4,2745)
Der Zloty befindet sich nach der ersten wöchentlichen Aufwertung seit einem Monat wieder im unteren Bereich der 20-monatigen Bewegungsspanne (3,84 Prozent) zwischen 4,24-4,40. Aufgrund der risikoreichen Ereignisse auf der globalen politischen Bühne und einer fehlende polnischen Datenlage bleibt das Währungspaar in dieser Woche jedoch ausschließlich vom Marktsentiment abhängig.

HUF

EUR HUF (330,90)
Der Forint verzeichnet am vergangenen Freitag die siebte tägliche Aufwertung infolge. Eine Leistung, die der ungarischen Währung das letzte Mal vor vier Jahren gelungen war. Trotz der zuletzt positiven Wechselkursentwicklung bleibt der Forint aufgrund der expansiven Haltung der Zentralbank anfällig für Verluste. Chart-technisch befindet sich das Währungspaar weiterhin im achtmonatigen Aufwärtstrend, solange die diagonale Unterstützung bei 330,00 nicht unterlaufen worden ist.

CZK

EUR CZK (25,540)
Nach einer ereignislosen Woche könnten die tschechischen Datenveröffentlichungen wieder für eine leicht erhöhte Volatilität sorgen. Neben der heute veröffentlichten Handelsbilanz und Arbeitslosenquote wird die morgige Inflation im Fokus stehen. Insbesondere die Diskussionen innerhalb der tschechischen Zentralbank bezüglich des Zinspfades könnten mit einer deutlichen Abkühlung der Teuerungsrate ein Ende finden und die Währungshüter davon überzeugen, mögliche Zinsstraffungen vom Tisch zu nehmen.


Erhalten Sie tägliche Devisenmarktberichte

An fünf Tagen in der Woche bietet unser Newsletter tägliche Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.