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Tägliche Marktberichte

Dez 05, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Alles nur gespielt?

USD

EUR USD (1,1085)
Positive Nachrichten scheinen derzeit Mangelware zu sein. Somit ist es nicht erstaunlich, dass sich Marktteilnehmer auf jegliche positiven Schlagzeilen werfen, die eine erneute Rally an den Börsen rechtfertigen würden. Gestern war es ein Insider-Artikel von der Nachrichtenagentur Bloomberg, welcher den positiven Gesprächsverlauf zwischen China und den USA bestätigte. Die damit ausgelöste Risikofreude negierte nicht nur die am Vortag getätigten Aussagen von Donald Trump. Auch die schwachen US-Datenveröffentlichungen werden damit komplett überschattet. Der private ADP-Arbeitsmarktbericht enttäuscht dabei auf ganzer Linie und verzeichnet mit 67 Tausend neuen Arbeitspositionen im November ein sechsmonatiges Tief. Laut den ebenfalls am gestrigen Handelstag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes zeigt sich der Dienstleistungssektor zwar weiterhin expansiv. Die Abkühlung wird jedoch immer ersichtlicher.

Somit wertet der Euro vor dem Hintergrund der US-Datenschwäche sogar jenseits der Barriere 1,11 auf. Allzu lange kann sich die Gemeinschaftswährung jedoch nicht oberhalb des Niveaus halten. Marktteilnehmer erwarten sich nun neue Impulse von den deutschen und US-amerikanischen Werkaufträgen. Auch die Veröffentlichung des endgültigen europäischen Bruttoinlandsprodukts könnte sich bei Abweichungen von der ersten Schätzung interessant gestalten. Der absolute Höhepunkt bleibt jedoch der offizielle US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Eine nachhaltige Bewegung oberhalb der 1,11 könnte zu Bewegungen bis zur 10-wöchigen Barriere bei 1,1180 führen.  An der Unterseite bleibt 1,1045 die erste Verteidigung des Niveaus 1,10.

GBP

EUR GBP (0,8450)
Das britische Pfund bleibt weiterhin von Schlagzeilen rund um die Neuwahl am 12. Dezember dominiert. Der gestrige Anstieg der impliziten Wahrscheinlichkeit einer konservativen Mehrheit treibt das Pfund somit auf ein neues 22-monatiges Hoch. Dass die Geschäftsaktivität des britischen Dienstleistungssektors den größten Fall in acht Monaten verzeichnen musste, führt bei Marktteilnehmern nur zu marginalem Interesse. Der vorzeitige Rausch könnte jedoch heißen, dass Spekulanten den Sieg der Partei rund um Boris Johnson komplett eingepreist haben.

CHF

EUR CHF (1,0940)
Trotz des Unterlaufens der Unterstützung bei 1,0970 fängt sich der Euro oberhalb der zweimonatigen Aufwärtstrendlinie wieder und hält somit die positive Tendenz aufrecht. Obwohl gestern keine europäischen Datenveröffentlichungen an der Tagesordnung standen, waren es die positiven Handelsschlagzeilen, welche die Nachfrage nach dem Franken gedämpft hatten.

PLN

EUR PLN (4,2780)
Im Rahmen eines relativ ereignislosen geldpolitischen Treffens behält die polnische Notenbank das Zinsniveau konstant. Angesichts der Zinsneutralität und der positiven Handelsimpulse führt der Zloty seine Erholung des November-Abverkaufs fort und wertet den fünften Tag infolge auf. Das Niveau um 4,27 könnte dabei als eine bestehende Unterstützung für den Euro dienen, sollte es zu weiteren Verlusten der Gemeinschaftswährung kommen.

HUF

EUR HUF  (331,30)
Die am Montag entfachte Rally in der zentraleuropäischen Region hält weiter an. Eine deutlich verbesserte chinesische Datenlage und der leichte Optimismus an der Handelsfront haben die Nachfrage nach dem Forint geweckt und führen die ungarische Währung auf ein dreiwöchiges Hoch. Im übergeordneten Chartbild bleibt die Währung in einem Abwärtstrend gefangen, solange sich der EURHUF oberhalb der diagonalen Trendlinie von 329,50 befindet.

CZK

EUR CZK  (25,555)
Die Krone kann von der regionalen Stärke nicht profitieren und wertet am gestrigen Handelstag leicht ab. Seit einer Woche wechseln sich nun die Ab- und Aufwertungen des zentraleuropäischen Währungspaares ab und halten das Paar bereichsgebunden. Neue Impulse könnten erst durch einen Ausbruch aus der derzeitigen Spanne zwischen 25,47 und 25,61 entstehen.


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