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Tägliche Marktberichte

Nov 18, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Gemischte Gefühle regieren

USD

EUR USD (1,1060)
Dieses Wochenende hätte die Unterzeichnung des US-China Teilabkommens stattfinden sollen. Dass der Apec-Gipfel in Chile aufgrund der Proteste jedoch abgesagt wurde, raubte den Handelsgesprächen dabei jegliches Gefühl der Dringlichkeit und so holte Donald Trump letzte Woche wiederholt mit negativen Kommentaren aus. Derzeit regieren gemischte Gefühle bezüglich der neuen Handelsentwicklungen das Investitionsverhalten. Denn obwohl sich der US-amerikanische Präsident weiterhin protektionistisch zeigt, fehlt es nicht an positiven Äußerungen der Offiziellen an beiden Seiten. Zuletzt entfachten die Bemerkungen der beiden US-amerikanischen Handelsbeauftragten Wilbur Ross und Larry Kudlow bezüglich der raschen Fortschritte in den Gesprächen das Risikosentiment, welches den Euro vor einem Unterlaufen der 1,10 schützen konnte.

Die Entwicklungen an der Handelsfront diktieren weiterhin das Geschehen an den Devisenmärkten. Eine direkte Konsequenz dessen bleibt die derzeit fehlende Relevanz neuer Datenveröffentlichungen und die relativ hohe Aufmerksamkeit, welche politischen Entwicklungen gewidmet wird. Die anstehende Woche stellt dabei keine Ausnahme dar. Zu den Höhepunkten gelten dabei die Veröffentlichungen der OECD Wirtschaftsprognosen und der Protokolle der letzten Fed und EZB-Zinsentscheidung am Mittwoch und Donnerstag. Abgerundet wird die Woche mit der erst zweiten öffentlichen Rede der neuen europäischen Zentralbankpräsidentin Christine Lagarde, welche kurz vor der Veröffentlichung der deutschen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe sprechen wird.

All diese Ereignisse werden den Euro in seiner Bewegung beeinflussen und entscheiden, ob sich die Gemeinschaftswährung oberhalb 1,10 halten kann. Ein positiver Durchstoß jenseits der 1,11-Marke müsste dabei von neuen Entwicklungen an der Handelsfront begleitet sein. Blickt man auf die implizite Volatilität für diese Woche, wird mit 3,9 Prozent ein möglicher Bewegungsbereich zwischen 1,0993 und 1,1113 sichtbar.

GBP

EUR GBP (0,8555)
Marktteilnehmer scheinen die neuerliche Datenschwäche Großbritanniens aufgrund des Brexits fürs Erste beiseitegeschoben zu haben. Marktteilnehmer bejubelt dabei jegliche Schlagzeilen und Spekulationen, welche die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der konservativen Partei erhöhen. So auch am Freitag, als sich die Brexit-Partei dazu entschieden hatte, Ihre mehr als vierzig Stimmen fallen zu lassen und so den Konservativen im Kampf gegen die Labour-Partei beiseite zu stehen. Somit bleiben weiterhin Schlagzeilen bezüglich der Neuwahlen im Fokus der Marktteilnehmer. Dabei könnte das Pfund bei dem Versuch sich auf dem derzeitigen sechsmonatigen Hoch zu halten unter Druck kommen.

CHF

EUR CHF (1,0950)
Deutschland entgeht knapp der Rezession und auch an der Handelsfront gab es am Freitag wieder einen Hoffnungsschimmer. Die damit unmittelbar eingesetzte Risikofreude der Marktteilnehmer verschafft der europäischen Gemeinschaftswährung nach einer fünftägigen Talfahrt eine kurze Verschnaufpause. Das Schicksal des Währungspaares liegt jedoch weiterhin in den Händen von Donald Trump und Xi Jinping. Eine Reihe negativer Schlagzeilen könnte in eine erneute Verlagerung in den Franken münden. Der Euro bleibt für Abwärtsbewegungen bis 1,0860 anfällig, wobei die erste Barriere einer Erholung bei 1,0970 definiert ist.

PLN

EUR PLN (4,2822)
Der Zloty scheint aufgrund der relativ robusten polnischen Volkswirtschaft fast ausschließlich von den Entwicklungen an der Handelsfront getrieben zu werden. Die von Donald Trump entfachte Risikoscheue führte den Zloty auf eine viertägige Talfahrt, welche nach den positiven Kommentaren des US-Handelsberaters Larry Kudlow wieder fast zur Gänze bereinigt wurde. Nun fällt der Blick erneut auf die heimische Lagebeurteilung, da sich Marktteilnehmer von den Veröffentlichungen der Beschäftigung, Unternehmenslöhne und der Industrieerträge neue Einblicke in die größte Volkswirtschaft der Region erhoffen.

HUF

EUR HUF  (334,80)
Das geldpolitische Treffen der ungarischen Währungshüter bildet den regionalen Höhepunkt der Woche. Weder die zuletzt getätigten offiziellen Aussagen der Zentralbank, noch die Prognosen der von Reuters befragten Ökonomen gehen bisher von einer Veränderung des Zinsniveaus aus. Der Forint bleibt somit in Nähe des Allzeittiefs bei 336,30, wobei positive Überraschungen das Potenzial hätten, eine kurzfristige Stärke in der Währung bis 332,20 zu entfalten.

CZK

EUR CZK  (25,595)
Obwohl die tschechischen Währungshüter leichte Straffungspräferenzen bei dem letzten geldpolitischen Treffen aufgewiesen haben, könnte die Debatte um eine Zinserhöhung nun endgültig vom Tisch sein. Letzte Woche veröffentlichte Wachstumszahlen bestätigen die Verlangsamung der heimischen Volkswirtschaft und schwächten somit jegliche Argumente bezüglich einer Straffung des Zinsniveaus ab. Die Krone wertet vor diesem Hintergrund ab und nimmt nun den Bereich um 25,70 ins Visier.


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