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Nov 15, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Deutschland entgeht der Rezession

USD

EUR USD (1,1020)
Zuletzt positive Entwicklungen an der Handelsfront und eine erste Stabilisierung der Datenlage verhelfen Deutschland zu einem positiven Wachstum im dritten Quartal. Die Wirtschaftspanik und Spekulation um eine mögliche Rezession der größten Volkswirtschaft Europas können zumindest fürs Erste wieder beiseitegelegt werden. Allzu optimistisch sollte man sich über das 0,1-prozentige Quartalswachstum jedoch nicht zeigen. Neben dem Handelskonflikt bleiben es Problemfelder wie das sinkende Wachstum in China und Unsicherheiten bezüglich der Zukunft der Automobilwirtschaft, welche den langfristigen Ausblick trüben. Für die nächsten Monate genießen die Neuentwicklungen im US-China Handelskrieg jedoch weiterhin die gesamte Aufmerksamkeit. Denn obwohl sich US Präsident weiterhin Kompromisslos zeigt, deutet sein Berater, Larry Kudlow, auf signifikante Fortschritte mit China.

Die Kommentare des Handelsberaters ziehen den Euro wieder über die Marke von 1,10. Dass signifikante Aufwertungen trotz des positiven deutschen Bruttoinlandsprodukts aus bleiben, lag an den damit einhergehenden Implikationen. Denn die Hoffnung eines möglichen fiskalischen Stimuluspakets seitens der deutschen Regierung kann nun voraussichtlich über Bord geworfen werden. Somit bleibt das Währungspaar weiterhin unter Druck, solange die Bewegung unterhalb 1,11 fortgesetzt wird. Aufseiten neuer Wirtschaftsveröffentlichungen fällt die Aufmerksamkeit auf die US-amerikanischen Einzelhandelsumsätze, welche als einer der wichtigsten Indikatoren für die Gesundheit des Konsumenten gesehen werden.

GBP

EUR GBP (0,8550)
Das britische Pfund verzeichnet die vierte tägliche Aufwertung infolge und lässt Analysten und Ökonomen über die jüngst gewonnene Stärke staunen. Denn obwohl allzu große Bewegungen aus bleiben, festigt sich die britische Währung auf ein neues sechsmonatiges Hoch gegenüber dem Euro. Dass die Einzelhandelsumsätze mit einer jährlichen Veränderung von minus 3,1 Prozent negativ enttäuschen, scheint Pfund-Investoren nicht weiter gestört zu haben. Das Währungspaar scheint nun den Bereich um 0,85 ins Visier genommen zu haben. Ob es zu diesem weiteren Schwächeanfall des Euro kommt, bleibt aufgrund des möglichen „Parlaments in der Schwebe“ – Situation in der keine Partei die absolute Mehrheit besitzt – weiterhin fraglich.

CHF

EUR CHF (1,0905)
Obwohl die deutsche Volkswirtschaft der Rezession knapp entgehen konnte, bleiben die unmittelbaren Aufwertungen der Gemeinschaftswährung aus. Die derzeitige Risikoscheue spielt dem Franken genau in die Karten, welcher nach der fünften Aufwertung infolge ein einmonatiges Hoch findet. Dies spiegelt nochmals die momentane Daten-Irrelevanz wider und hebt den Stellenwert von Neuigkeiten bezüglich der US-China Handelssituation deutlich an.

PLN

EUR PLN (4,2823)
Das polnische Bruttoinlandsprodukt wächst im dritten Quartal auf Jahresbasis um 3,9 Prozent und verzeichnet somit das schwächste Wachstum der letzten drei Jahre. Im Rahmen dieser neuen Erkenntnis fällt die Aufmerksamkeit auf die heutige Inflationsveröffentlichung, welche die Währungshüter signifikant in ihrer zukünftigen Geldpolitik beeinflussen könnte. Der Zloty ignoriert den gestrigen Nachrichtenfluss und bleibt somit weiterhin an der oberen Grenze der momentanen Bewegungsspanne zwischen 4,2460 und 4,30 positioniert.

HUF

EUR HUF  (334,20)
Die Unsicherheiten an der Handelsfront und die konsequente Schwäche der globalen Volkswirtschaft scheinen sich noch keinen Ausdruck in Ungarn verschafft zu haben. Denn obwohl das Bruttoinlandsprodukt für das nächste Jahr nach unten revidiert wurde, stellt das BIP mit einem Anstieg von 5,0 Prozent im dritten Quartal einen gewünschten Ausreißer dar. Das Kopfzerbrechen über die schwache globale Nachfrage stellt jedoch die weiterhin souveräne ungarische Datenlage in den Schatten und führt somit zu keinen unmittelbare Aufwertungen des Forints.

CZK

EUR CZK  (25,600)
Das in dieser Woche überwiegend schwache Risiko-Sentiment treibt die Krone den vierten Tag infolge nach unten. Auch die Veröffentlichung der Wachstumszahlen bot der Währung keinen Rückenwind, nachdem die Daten eine weitere Abkühlung der tschechischen Wirtschaft bestätigt hatten.  Der 2,5-prozentige Anstieg verpasst die im Vorfeld erwarteten 2,7 Prozent und könnte zu einem möglichen Ende der Zinsstraffungsdebatte unter den heimischen Währungshütern sorgen.


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