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Nov 14, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Rezession, gefolgt von einer Stabilisierung?

USD

EUR USD (1,0995)
Nach den neuerlich positiven Entwicklungen an der Handelsfront scheint nun wieder eine gewisse Ernüchterung bei den Marktteilnehmern eingekehrt zu sein. Dabei führt die negativ angesetzte Rede des US-amerikanischen Präsidenten am Dienstag in Kombination mit den mangelnden Neuentwicklungen in China zu einer erhöhten Skepsis unter den Anlegern. Diese Unruhe konnte nur teilweise durch die Kommentare des Fed-Präsidenten Jerome Powell gemildert werden, welcher das Wirtschaftswachstum in den Staaten weiterhin als vorteilhaft sieht und keine Rezession im nächsten Jahr erwartet. Die drei Zinssenkungen der Fed scheinen die größte Volkswirtschaft der Welt laut dem Zentralbanker stabilisiert zu haben und somit ist von keiner weiteren Lockerung auszugehen, solange sich die Wirtschaftslage nicht signifikant verschlechtert. Insbesondere die zwei wichtigsten Indikatoren der Fed, der US-Arbeitsmarkt und die Inflationsrate, scheinen die Währungshüter bei ihrer Lockerungspause zu unterstützen. Der gestern veröffentlichte Inflationsbericht zeigt eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent, wobei die Kerninflation einen Zuwachs von 2,3 Prozent verzeichnen konnte.

Die Entwicklungen an der Handelsfront diktieren weiterhin das Geschehen an den Devisenmärkten. Und obwohl die Datenschwäche in der Eurozone zum Teil eingepreist ist und sogar erste Zeichen einer Stabilisierung sichtbar werden, könnte die Bestätigung der voraussichtlichen deutschen Rezession im dritten Quartal auf dem Euro lasten. Insbesondere wird das gestrige Unterlaufen der Unterstützung 1,10 als kritisch gesehen und könnte zu einer fortgesetzten Talfahrt führen. Der erste Referenzpunkt wäre dabei das Niveau 1,0925 (Tief 03. September), welches mögliche Bewegungen zum Jahrestief verhindern könnte. Positive Überraschungen machen kurzfristiges Erholungspotenzial möglich, welches jedoch erheblichen Widerstand bei 1,1036 (50-1D Moving Average) und 1,11 (100-1D Moving Average) finden würde.

GBP

EUR GBP (0,8570)
Die heutige Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze wird den letzten Datenpunkt Großbritanniens vor dem Wochenende definieren. Und obwohl die Bewegungen des Pfunds eine beeindruckende Datenunabhängigkeit aufweisen, könnte eine Abkühlung der Umsätze eine deutliche Erhöhung der Zinssenkungswahrscheinlichkeit mit sich führten. Ökonomen gehen von einer möglichen Zinslockerung am Anfang des nächsten Jahres aus. Diese Annahme wurde mit der gestrigen Veröffentlichung der Inflationszahlen nochmals bekräftigt, nachdem die Teuerungsrate auf ein dreijähriges Tief bei 1,5 Prozent gefallen war.

CHF

EUR CHF (1,0888)
Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, meldet sich zu Wort. Und obwohl sich der Zentralbanker wie so üblich zu der Bereitschaft der Intervention und Notwendigkeit der Negativzinsen äußert, bleibt der Franken davon unbeeindruckt. Vielmehr führt die neu entfachte Anspannung bezüglich des unschlüssigen Teilabkommens zwischen den USA und China zu einer Fortsetzung der Franken-Rally, welche nun in den vierten Tag übergeht. Mit der Euro-Unterstützung bei 1,09 nun aus dem Weg, scheinen sogar Bewegungen bis 1,0840 nicht ausgeschlossen.

PLN

EUR PLN (4,2920)
Die am Anfang dieser Woche aufgekommene Verkaufsstimmung hält weiter an und beschwert dem Zloty die vierte tägliche Abwertung infolge. Somit rückt die heutige Veröffentlichung des polnischen Bruttoinlandsprodukts (10:00h) in den Vordergrund. Und obwohl von einer leichten Abkühlung ausgegangen wird, könnte ein jährliches Wirtschaftswachstum von unter vier Prozent zu einem deutlichen Abverkauf des Zlotys mit Potenzial bis 4,30 führen. Ökonomen gehen von einem 4,1-prozentigen Anstieg aus, nachdem das Wachstum im zweiten Quartal 4,5 Prozent betrug.

HUF

EUR HUF  (334,00)
Der ungarische Forint scheint nach einer siebentägigen Talfahrt nun endlich eine Verschnaufpause zu erhalten und kann sich sogar marginal zum Vortag festigen. Fundamentale Gründe gibt es für diese Rast knapp unterhalb des Niveaus 335,00 nicht. Eine kurze Aufwärts-Rally des Forints ist nicht auszuschließen, sollte das heute veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt die Erwartungen eines Wirtschaftswachstums von 4,7 Prozent bestätigen. Allzu groß scheint das Potenzial der Erholung aufgrund des derzeitigen Risikosentiments jedoch nicht zu sein.

CZK

EUR CZK  (25,57)
Die besser als erwartete Industrieproduktion der Eurozone im September wird gänzlich von den erneuten Anspannungen an der Handelsfront überschattet. Die Krone folgt somit den meisten risikobehafteten Währungen auf dem Weg nach unten, was zu einem Euro-Vorstoß jenseits der Barriere 25,55 geführt hatte. Die derzeitige Schwäche-Dynamik würde Potenzial bis 25,70 ermöglichen, sollte sich das Risikoumfeld vor dem Wochenende nicht verbessern.


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