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Nov 13, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Donald Trump droht mit neuen Zöllen

USD

EUR USD (1,1010)
Es lief fast schon zu gut um wahr zu sein. Nach einer knapp zweiwöchigen Ruhephase an der Handelsfront, welche durch positive Entwicklungen in den US-China Handelsgesprächen geprägt war, meldet sich US-Präsident Donald Trump zu Wort. Dieser bestätigt zwar bei seiner Rede bei dem Economic Club of New York die neuerlichen Fortschritte mit China, scheint jedoch keinen großen Optimismus für die vorgeschlagene Rücknahme von Importzöllen zu hegen. Sollten die chinesischen Handelsbeauftragten eine fehlende Bereitschaft aufweisen, das im Oktober angekündigte Teilabkommen abzuschließen, droht Trump sogar mit neuen Zollerhöhungen. Die unmittelbare Folge der gestrigen Aussagen war eine leichte Neupositionierung der Marktteilnehmer hin zu sicheren Anlagen wie Staatsanleihen.

Somit bleibt die Anspannung an der Handelsfront ein weiterer möglicher Stolperstein für die europäische Gemeinschaftswährung, obwohl sich der Optimismus bezüglich eines Handelsabkommens in den letzten Wochen deutlich erhöht hatte. Der allgemein verbesserte Wirtschaftsausblick manifestiert sich auch in dem gestern veröffentlichten deutschen ZEW ökonomischen Sentiment, welches überraschend kräftig um 20,7 Zähler auf minus 2,1 Punkte aufsteigen konnte. Das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) scheint den verbesserten Konjunkturausblick zu teilen. Skepsis über eine Unterzeichnung eines breit angelegten Abkommens zwischen den USA und China bleibt jedoch weiterhin bestehen. Dies könnte auch für den Euro eine Limitation darstellen. Sollte es zu negativen Überraschungen bei der heute veröffentlichten deutschen Inflation oder der europäischen Industrieproduktion kommen, bleibt ein Unterlaufen der Unterstützung 1,10 nicht auszuschließen.

GBP

EUR GBP (0,8560)
Wirtschaftsdaten spielen weiterhin eine untergeordnete Rolle für das Pfund. Den obwohl das Jobwachstum in Großbritannien in dem dritten Quartal das schwächste der letzten vier Jahre darstellte, scheint sich die britische Währung davon unbeeindruckt zu sehen. Die Arbeitslosenquote konnte sich sogar marginal auf 3,8 Prozent verbessern und befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 1975. Dies wird die Bank of England voraussichtlich nicht von einer Zinssenkung am Anfang des nächsten Jahres abhalten. Nichtsdestotrotz stärkt sich das britische Pfund nochmals leicht und nimmt das Niveau 0,85 ins Visier.

CHF

EUR CHF (1,0910)
Die Nachfrage nach sicheren Anlagen treibt den Schweizer Franken vor dem Hintergrund der gestrigen Rede von Donald Trump auf ein einmonatiges Hoch. Dabei betont der US-amerikanische Präsident die Aussichten auf eine mögliche Zollerhöhung auf chinesische Güter, sollte China eine fehlende Bereitschaft zeigen, das im Oktober angekündigte Teilabkommen zu unterzeichnen. Der EURCHF befindet sich somit wieder in einem nach unten geneigten Trend mit dem Potenzial bis zum Referenzwert 1,0830, sollte die Unterstützung 1,0900 im weiteren Verlauf fallen.

PLN

EUR PLN (4,2840)
Zwei Tage vor der Veröffentlichung des polnischen Bruttoinlandsprodukts sorgt die heimische Zentralbank nochmals für leichten Pessimismus bei den Marktteilnehmern. Dabei soll die größte Volkswirtschaft der Region laut den Währungshütern im nächsten Jahr nur noch um 3,6 Prozent ansteigen, nach einer ursprünglichen Schätzung von 4,3 Prozent. Der Zloty wertet infolgedessen den dritten Tag infolge ab und scheint nun das Niveau 4,30 ins Visier genommen zu haben.

HUF

EUR HUF  (334,80)
Der Forint findet mit der siebten täglichen Abwertung infolge ein neues einmonatiges Tief. Eine Mischung aus der expansiven Haltung der heimischen Zentralbank und der neuerlich angestiegenen Staatsanleihenrenditen in den USA können dabei als Übeltäter identifiziert werden. Sollte im weiteren Verlauf auch die Barriere 334,90 fallen, bleiben Bewegungen bis zum Allzeittief bei 336,30 nicht auszuschließen. Als Impulsgeber dieses möglichen Szenarios könnte die Rede des Fed-Präsidenten dienen, in welcher die Pause der Lockerungsperiode bestätigt werden könnte.

CZK

EUR CZK  (25,555)
Obwohl die Krone den externen Unsicherheiten relativ gut trotzen konnte, bleibt auch diese nicht von der gestrigen Schwäche in der Region verschont. Dabei durchbricht die EURCZK die zweiwöchige Barriere bei 25,55, was bei nachhaltigen Bewegungen oberhalb dieser Grenzschwelle zu Potenzial bis 25,61 führen könnte. Für den heutigen Handelstag rücken aufgrund der fehlenden tschechischen Datenlage wieder Veröffentlichungen der Eurozone in den Vordergrund. Vorne weg die deutsche Inflation und die europäische Industrieproduktion. 


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