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Mai 16, 2022 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Investoren schwanken von der Inflations- zur Rezessionsangst.

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Zusammenfassung I 5 things to know

  1. Investoren schwanken von der Inflations- zur Rezessionsangst. Die Inflation bleibt laut Unternehmens- und Konsumentenumfragen in Europa und den Vereinigten Staaten immer noch das wichtigste kurz- bis mittelfristige Thema. Doch der jüngste Cocktail von makroökonomischen Risiken scheint den Fokus immer mehr von der Inflations- zur Rezessionsfrage zu verlagern. Rezessionsängste in Europa gekoppelt mit einer vermeintlichen Stagnation in China und strafferen Finanzkonditionen in den Vereinigten Staaten treiben Anleger in defensive Anlagen und den US-Dollar.
  2. Kapitalexodus aus den Finanzmärkten zeigt seine Spuren. Der Exodus aus den globalen Finanzmärkten hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt. Der Weltaktienindex ging zum ersten Mal seit 2008 die sechse Woche infolge negativ aus dem Handel und verlor allein seit Jahresbeginn 16 Prozent an Wert. Der NASDAQ Index notiert knapp 30 Prozent unter seinem im November gesetzten Allzeithoch.
  3. Die Konditionen an den Finanzmärkten straffen sichtlich. Ein unmittelbare Konsequenz der geldpolitischen Wende der Notenbanken und der bereits getätigten Zinserhöhungen ist die Straffung der Finanzierungs-konditionen an den Märkten. Obwohl die Federal Reserve den Leitzins beispielsweise nur um 1% erhöht hat, sind die Implikationen an den Märkten bereits sichtlich zu spüren.
  4. Eine Rezession in Europa wird immer mehr zum Basisszenario. In den vergangenen Wochen war an den Märkten kein Thema so wichtig wie die Inflation und die Zinserhöhungen der Notenbanken. Doch nun bildet sich zunehmend ein neuer Konsensus an der Wall Street. Investoren denken einen Schritt voraus und fragen sich, welche Folgen die rasanten Zinserhöhungen der Fed, EZB und Co. für die Volkswirtschaft bringen werden.
  5. Fehlende Absicherungsmöglichkeiten vor den Börsenabverkäufen. Eine Möglichkeit die Alternativlosigkeit des heutigen Investors und die damit verbundene fehlende Attraktivität von Finanzanlagen darzustellen ist das Sharpe-Verhältnis. Dieses zeigt uns, welche Überrendite eine Anlage gegenüber dem risikofreien Zinssatz im Verhältnis zu der Volatilität generiert. Dieses Maß befindet sich für Gold, den S&P500, Staats- und Unternehmensanleihen auf dem niedrigsten Niveau seit 1991.
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