Wöchentliche Marktberichte

Mai 23, 2022 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Neuer Negativrekord für den Dow Jones

WEEKLY

Zusammenfassung I 5 things to know

  1. Neuer Negativrekord für den Dow Jones. An den Märkten werden derzeit auf Wochenbasis neue Negativrekorde gesetzt. Die Unsicherheit über die Zinswende der US-Notenbank, die Rezessionsängste in Europa und die hohe Inflation treiben Investoren in sichere Finanzanlagen. Die Börsen leiden unter diesem fortlaufenden Kapitalabzug. Der US-Leitaktienindex Dow Jones ging sogar zum ersten Mal seit dem Jahr 1932 acht Wochen infolge negativ aus dem Handel.
  2. Fürchten sich die Märkte vor der Inflation oder Rezession? Anders als es in den vergangenen Wochen jedoch der Fall war boten traditionell als sicher angesehene Anlagen wie Staatsanleihen, der Schweizer Franken und japanische Yen Schutz vor den Börsenabverkäufen. Die Rendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen fiel die zweite Woche infolge, ein Zeichen erhöhter Nachfrage nach den sicheren Schuldscheinen. Ein Grund für den Präferenzwechsel internationaler Anleger ist die Verlagerung des Fokus von der Inflations- hin zur Rezessionsangst.
  3. Kommt die Fed den Märkten zur Hilfe? Trotz der Risiken prognostizieren die Strategen an der Wall Street im Konsens auf 12-monatiger Basis Gewinne an den US-Börsen. Diese Annahme basiert auf dem Glauben, dass die Börsenabverkäufe die Federal Reserve dazu zwingen werden, die Leitzinsen doch nicht so stark anzuheben. Sollte sich dies jedoch als falsch erweisen, könnten die Volatilität und Kapitalrotation Richtung Sicherheit an Fahrt gewinnen.
  4. China als Risikofaktor. Hilft der Stimulus der Notenbank noch? Die Unsicherheiten rund um die Sperrmaßnahmen in diversen chinesischen Ländern, den Lieferketten-engpässen und die Lockerungsmaßnahmen der chinesischen Notenbanken verkomplizieren das Bild. Das von Peking zu Beginn des Jahres gesetzte Ziel, ein Wirtschaftswachstum von 5,5% in 2022 zu erzielen rückt immer mehr in die Ferne
  5. Yuan-Yen Währungspaar als Rezessionsindikator. Die von uns auf der ersten Seite beschriebene Fokusverlagerung von der Inflation zur Rezession zeigt sich jedoch auch an den Währungsmärkten. Der beste Indikator, um diesen Regimewechsel abzubilden, ist das Währungspaar CNY/JPY. Konnte der chinesische Yuan im vergangenen Jahr noch von dem Aufschwung der Weltwirtschaft und den hohen Exportpreisen profitieren stürmen Investoren nun in den Yen, welcher als Rezessionsabsicherungsinstrument  gesehen und verwendet wird. Ein schwächerer Yuan könnte auch die anderen asiatischen Valuten nach unten ziehen.
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