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Tägliche Marktberichte

Nov 19, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Fortschritte stagnierte

USD

EUR USD (1,1077)
Das womöglich größte Risiko für die global Volkswirtschaft bleibt weiterhin ungelöst. Nach einer Reihe zuletzt positiver Schlagzeilen an der Handelsfront führt ein Bericht der Nachrichtenagentur CNBC zu erneuter Skepsis bezüglich der Unterzeichnung eines US-China Teilabkommens. Dabei sollen sich Offizielle in Peking laut einer internen Quelle relativ pessimistisch bezüglich einer Einigung in den Handelsgesprächen geäußert haben. Laut offiziellen Aussagen beider Seiten befinden sich die Parteien jedoch auf dem richtigen Weg. Derzeit regiert die Meinungsverschiedenheit die Verhandlungen. Der US-amerikanische Präsident zeigt eine fehlende Bereitschaft auf, sich auf einen Zollabbau, wie von der chinesischen Seite vorgeschlagen, zu einigen. Dies könnte eine mögliche Unterzeichnung des Teilabkommens ins neue Jahr verschieben.

Für den weiteren Verlauf der Woche bleibt das Sentiment rund um China und die USA der treibende Motor an den Märkten. Jegliche negative Nachrichten könnten dabei zu einer erneuten Kapitalverlagerung in sichere Häfen führen. Da uns an der Datenfront ein relativ leerer Wirtschaftskalender gegenübersteht, bleibt der Fokus auf den politischen Veröffentlichungen der Fed- und EZB Protokolle der jeweils letzten Zinsentscheidung und die Herausgabe der OECD Wirtschaftsprognosen am Donnerstag. Der Euro bleibt weiterhin mittig zwischen den beiden psychologischen Niveaus 1,10 und 1,11 positioniert.

GBP

EUR GBP (0,8545)
Neue Umfragen bezüglich der im Dezember gehaltenen Neuwahlen bestätigen die Führung der Konservativen Partei und treiben das Pfund marginal nach oben. Investoren setzten am Markt für Termingeschäfte jedoch weiterhin auf die Schwäche der britischen Währung, was das Potenzial für eine Aufwertung bei positiven Schlagzeilen deutlich größer macht, als mögliche Abwertungen bei negativen Schlagzeilen. Die derzeitige Bewegungsspanne zwischen 0,8450 und 0,8660 könnte jedoch noch eine Weile anhalten.

CHF

EUR CHF (1,0966)
Die Bewegung des Schweizer Franken scheint derzeit parallel den Schlagzeilen an der Handelsfront zu folgen. Der Euro konnte seine einwöchige Talfahrt zum Halt bringen, nachdem der chinesische Nachrichtensender Xinhua über die konstruktiven Handelsgespräche am Wochenende berichtet hatte. Ohne die beidseitige Bereitschaft sich auf einen stufenweisen Zollabbau zu einigen, bleibt die Skepsis der Marktteilnehmer weiterhin bestehen. Fürs Erste wertet der Euro vor dem Hintergrund einer fehlenden Datenlage auf. Ein Momentum-Verlust droht jedoch, sollten die am Donnerstag veröffentlichten OECD Wirtschaftsprognosen eine weitere Abkühlung der Eurozone bestätigen. Der Bereich um 1,0970 stellt dabei die unmittelbare Barriere weiterer Euro-Erholungen auf.

PLN

EUR PLN (4,2930)
Neue Datenveröffentlichung gibt es in Polen erst am Donnerstag wieder. Und obwohl es an der Handelsfront zuletzt sowohl positive als auch negative Schlagzeilen gegeben hatte, scheinen regionale Investoren die Woche pessimistisch begonnen zu haben. Der Zloty verzeichnet die größte tägliche Abwertung seit Mitte September und sieht sich nun der Barriere 4,30 entgegen. An der Unterseite verhindert das Niveau um 4,27 allzu hohe Verluste der europäischen Gemeinschaftswährung.

HUF

EUR HUF  (335,40)
Einen Tag vor dem Treffen der Währungshüter meldet sich der ungarische Zentralbankpräsident zu Wort. Die Bestätigung der hauseigenen Prognosen, welche das Inflationsniveau weiterhin unterhalb der 4-Prozent-Marke sehen, kann dabei als mögliche Vorahnung für die heutige Zinsentscheidung  gesehen werden. Die Volkswirtschaft sei jedoch weiterhin in einer guten Verfassung. Eine Aussage, welche mögliche Spekulationen einer Zinsstraffung in der näheren Zukunft zunichtemacht. Infolgedessen wertet der Forint wiederholt ab und nimmt nun das Niveau 336,30 ins Visier.

CZK

EUR CZK  (25,575)
Die Krone beginnt die Woche aufgrund fehlender Veröffentlichungen aus Tschechien relativ ruhig. Zwar konnte sich die Währung am gestrigen Handelstag marginal festigen, bleibt aufgrund möglicher Strafzölle auf europäische Fahrzeuge und einer Reeskalation im Handelskrieg anfällig für weitere Abwärtsbewegungen. Die negative Tendenz bezüglich der Krone bleibt so lange aufrechterhalten, solange sich das Währungspaar oberhalb der Unterstützung 25,55 befindet. 


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