Globale Themen

Gemischtes Bild für den Euro

USD

EUR USD (1,1295)

Höhere Risikobereitschaft der Anleger aufgrund verbesserter chinesischer Datenlage stärkte den Euro gegenüber den meisten Währungen. Der Anstieg des chinesischen Bruttoinlandproduktes auf 6,4% und der Industrieproduktion auf 8,5% (ggü. Vorjahr) nahm Marktteilnehmern die Rezessionsängste und verhalf dem EURUSD die 1,1300 wiederholt hinter sich zu lassen. Stagnierende Inflationszahlen (1,4% Kerninflation) zeigten sich jedoch im Kurs bemerkbar und so verlief die zweite Hälfte des Tages eher negativ. Die schwachen Verbraucherpreisindizes bestätigten dabei die weiterhin anhaltende lockere Geldpolitik der Währungshüter in den USA und der Europäischen Union und werfen Zweifel einer Normalisierung der Preise auf, von welcher die europäische Zentralbank weiterhin ausgeht. Auf Seiten der USA lieferte die Verbesserung der Handelsbilanz (auf 49,9 Milliarden US-Dollar) eine positive Überraschung, zumal die Verringerung des Handelsdefizits durch stärkere Exporte ausgelöst wurde. Am gestrigen Programm stand auch die Veröffentlichung des Konjunkturberichtes (Beige Book) der US-amerikanischen Zentralbank (FED), welcher wenig neue Erkenntnis brachte. Wie erwartet bleibt der Arbeitsmarkt gut positioniert mit einer geringen Arbeitslosigkeit und wachsenden Löhnen, welche sich jedoch derzeit nicht in ein höheres Preisniveau niederschlagen und so eine Zinserhöhung beim nächsten Treffen (30. April/1. Mai) unwahrscheinlich macht. Im Fokus stehen heute für beide Regionen die Einkaufsmanagerindizes. Für die deutsche Industrie wird ein Wert von 44,1 (Kontraktion) erwartet. Eine schlechter Einkaufmanagerindex könnte durchaus den Euro belasten.

Die 1,1300 bleiben weiterhin umkämpft wobei ein Aufwärtstrend erst oberhalb der 6-monatigen Widerstandslinie von 1,1345 bestätigt werden kann. Eine schwache Datenlage könnte Potenzial Richtung 1,1260 und 1,1220 herbeirufen.

CHF

EUR CHF (1,1415)

EURCHF verzeichnete gestern trotz der enttäuschenden Inflationszahlen für die Euroregion die stärkste Aufwertung des Paares seit dem 12. Februar 2019. Dies stellt das zweite Mal innerhalb einer Wochen dar, dass sich ein positiver chinesischer Nachrichtenfluss, aufgrund erhöhter Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, negativ auf den Franken ausübt.

Nach dem Überwinden des seit April 2018 anhaltenden Abwärtstrends blickten Marktteilnehmer auf den 50-1W Moving Average (1,1405), welcher nun überwunden wurde. Stabilisiert sich die Kursbewegung über 1,1360 (200-1D Moving Average) könnte eine neue Basis für weitere Aufwärtsbewegungen geschaffen werden.

GBP

EUR GBP (0,8665)

Die gestern veröffentlichten Inflationszahlen beider Regionen vermerkten eine Stagnation und somit konnte der Euro durch den chinesischen Rückenwind eine weitere Aufwertung verzeichnen. Marktteilnehmer erhofften sich nach starken Arbeitsmarktdaten am Dienstag eine leicht erhöhte Inflation von 1,9% (UK) und waren enttäuscht als diese mit 1,8% unverändert (ggü. dem Vorjahr) blieb. Negative Kommentare des europäischen Parlamentsabgeordneten Guy Verhofstadt, welcher Bedenken gegenüber der Verlängerung und speziell der Osterpause des Parlamentes (11-23. April) äußerte, bestätigten wiedermal die anhaltend prekäre Lage in der sich Großbritannien befindet. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin die Unsicherheit über den Fortschritt der zwischenparteilichen Gespräche zwischen Premierministerin Theresa May und dem Oppositionsführer Jeremy Corbyn. Dieser äußerte sich hinsichtlich der Gespräche negativ und kritisierte die Sturheit der Premierministerin von ihren Prinzipien nicht abzuweichen und eine Zollunion in den Raum der Möglichkeiten zu stellen.

Ohnehin befindet sich der Euro gegenüber dem Sterling im Aufwärtstrend mit Potenzial bis 0,8700 und 0,8780.

In diesem Zusammenhang darf jedoch 0,8600 (21-1D Moving Average) nicht mehr unterschritten werden.

PLN

EUR PLN (4,2700)

Der Zloty festigt seinen Aufwärtstrend gegenüber dem Euro aufgrund eines Wachstums in der Entlohnung im Unternehmerbereich, welcher wiederholt die positive Lage am polnischen Arbeitsmarkt bekräftigt. Augenmerk liegt heute wie auch für die Euroregion in der Veröffentlichung der Managereinkaufsindizes, welche sich als richtungsweisend herausstellen könnten.

Der derzeit anhaltende Abwärtstrend mit Potenzial bis 4,2582 (Tief 28. Jänner), bleibt erhalten.

EUR PLN (4,2700)

Der Zloty festigt seinen Aufwärtstrend gegenüber dem Euro aufgrund eines Wachstums in der Entlohnung im Unternehmerbereich, welcher wiederholt die positive Lage am polnischen Arbeitsmarkt bekräftigt. Augenmerk liegt heute wie auch für die Euroregion in der Veröffentlichung der Managereinkaufsindizes, welche sich als richtungsweisend herausstellen könnten.

Der derzeit anhaltende Abwärtstrend mit Potenzial bis 4,2582 (Tief 28. Jänner), bleibt erhalten.

CZK

EUR CZK (25,660)

Die Krone konnte gestern gegenüber dem Euro leicht zulegen und ringt weiterhin mit der wichtigen Unterstützung im Bereich 25,65/25,70. Sollten wir weiterhin schlechte Daten aus der Eurozone sehen rückt die Marke von 25,59 in den Fokus der Marktteilnehmer. Unterhalb von 25,59 würde sich Potenzial in den Bereich von 25,40 eröffnen.

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