Wöchentliche Marktberichte

Nov 22, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. Die asymmetrische Natur der Weltwirtschaftserholung. Die fehlende Bereitschaft der Notenbanken in Ungarn, Polen und der Türkei, die Inflation nachhaltig und aggressiv zu bekämpfen, führte die jeweiligen Währungen auf neue Tiefen. Die Zinsstraffungs-erwartungen der Notenbanken in den USA, Kanada, Großbritannien und Neuseeland im nächsten Jahr bleiben indes Hoch. Diese Divergenz der Geldpolitik gegenüber der Eurozone bot den Währungen (USD, CAD, GBP, NZD) einen Vorteil gegenüber dem Euro
  2. Starker Dollar spaltet die Welt in Gewinner (Asien) und Verlierer (EU). Die US-amerikanische Notenbank könnte schneller als erwartet den Fuß vom geldpolitischen Gaspedal nehmen, während die Europäischen Währungshüter ihre Vorhaben einer ohnehin nur marginalen Straffung der Geldpolitik weiter nach hinten schieben könnten. Diese Erkenntnis dominierte in der vergangenen Woche die Währungsmärkte und brachte den Euro gegenüber den meisten asiatischen und G-10 Währungen unter Druck.
  3. Doch kein Ende der Pandemie in Sicht - Die Welt blickt nach Europa. Europa ist erneut das Infektionszentrum der Welt. Auf eine Million Einwohner werden derzeit pro Tag 400 Neuinfektionen verzeichnet. Dies könne die Wirtschaftserholung der Eurozone, welche bereits mit der weltweiten Materialknappheit und den Lieferproblemen zu kämpfen hat, gefährden. Laut Berechnungen von Bloomberg könnte ein 20-tägiger Lockdown innerhalb der Eurozone das vierteljährliche Wirtschaftswachstum im vierten Quartal um ganze 0,7% von 1,1% auf nur 0,4% senken.
  4. Die Gelassenheit der Börsen und Skepsis der Anleihehändler. Doch der langsame Zerfall der Annahme der nur "temporär hohen Inflation", die Zinserhöhungen diverser Notenbanken und die erneuten Lockdowns in Europa haben die Volatilität wieder leicht nach oben getrieben. Die Volatilität an den Anleihe- und Währungsmärkten bleibt in Relation zu der Schwankungs-breite der Aktienmärkte ungewöhnlich hoch. Diese Dynamik könnte noch eine Weile bestehen bleiben. Der Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik in einigen Teilen der Welt könnte die Liquidität im System reduzieren und die Volatilität nach oben treiben.
  5. Der Euro in der Einbahnstraße. Vier negative Währungstreiber im Fokus. Die Neuinfektionen sind in den meisten europäischen Ländern am Steigen und erneute Straffungen der Lockdown-Maßnahmen in der DACH-Region, den Niederlanden, Italien und Zentraleuropa sind unterwegs. In Verbindung mit den Schlagzeilen der vorerst ausgesetzten Zertifizierung für Nord Stream 2, welche die Energiepreise an den europäischen Märkten erneut nach oben ziehen ließ, scheint die Stagflationsthese in Europa an Fahrt zu gewinnen.
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