Wöchentliche Marktberichte

Nov 02, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

ZUSAMMENFASSUNG I 4 THINGS TO KNOW

Weekly

  1. Die Märkte zweifeln die lockere Geldpolitik der Notenbanken an. Die Inflation ist weltweit am Steigen. Die Reaktionen auf diesen Anstieg unterscheiden sich jedoch drastisch voneinander. Und ohne eine einheitliche Marktbewegung gestaltet sich das Schaffen eines einzigen Narratives zur Erklärung der derzeitigen Geschehnisse schwierig. Finanzmärkte und Ökonomen sind derzeit nicht auf derselben Seite.
  2. Börsen auf Höhenflügen trotz steigender Finanzierungskosten. Wir befinden uns derzeit in einem Umfeld weltweit steigender Preise. Dies hat nicht nur für die Währungsbewertung bedeutende Implikationen, sondern definiert auch die Bewegungen an den Anleihe- und Aktienmärkten. Die Börsen lassen sich noch kaum von den steigenden Zinsen am kurzen Ende aus der Ruhe bringen, da Investoren weiterhin daran glauben, dass die höheren Kosten größtenteils von den Unternehmen toleriert werden können.
  3. Christine Lagarde schafft es nicht die Anleihemärkte zu beruhigen. Die Antwort der Präsidentin der Europäischen Notenbank, Christine Lagarde, auf die bei der Pressekonferenz gestellte Frage, welche Themen im Fokus der letzten geldpolitischen Sitzung standen, beschreibt die Relevanz der derzeitigen Teuerungsdebatte relativ gut. „Inflation, Inflation, Inflation“. Die Geldmärkte preisen derzeit Zinserhöhungen der Europäischen Notenbank im Wert von 20 Basispunkten bis Ende 2022 ein. Der noch vor wenigen Monaten unvorstellbare Gedanke einer Straffung der Geldpolitik innerhalb des Euroraums scheint nun Aufmerksamkeit an den Märkten zu erhalten.
  4. Eine Enttäuschung der Märkte wäre fatal für die NBP. Die Divergenz zwischen Zentralbanken mit sehr restriktiver Haltung wie die tschechische (CNB) sowie die ungarische Notenbank (NBH) und der geldpolitisch lockeren Haltung in Warschau hat zu einer deutlich schwächeren Performance des Zloty geführt. Um diesen Trend zu stoppen, muss die NBP ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der hohen Inflation (6,8%), welche die Realzinsen auf eines der niedrigsten Niveaus der Schwellenländer fallen ließ, verstärken und bereits in dieser Woche erneute Straffungen ihrer Leitzinsen vornehmen. Die tschechische Notenbank und die starke Krone können hierbei als Vorbilder der Inflationsbekämpfung gesehen werden.
Weiterlesen


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.