Wöchentliche Marktberichte

Okt 04, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

ZUSAMMENFASSUNG I 5 THINGS TO KNOW

WEEKLY

  1. Inflations- und Wachstumssorgen rücken Notenbanken ins Zentrum. Die Inflation ist weltweit am Steigen und führt zu höheren Kosten für Unternehmen und Konsumenten. Dies zwingt die Währungshüter zur Reduktion der Liquidität und Ankündigungen zukünftiger Zinserhöhungen. Und obwohl die globale Wirtschaftserholung auch im dritten Quartal fortgesetzt wurde, scheinen die relative Datenabschwächung und schwankende Marktbewegung im September ein volatiles viertes Quartal einzuläuten. Die Dynamik der letzten drei Monate sollte sich somit bis Jahresende fortsetzen, was die Märkte sensibler und volatiler als bisher machen könnte.
  2. Rückkehr der Volatilität belastet die globalen Märkte. Der Anstieg der Börsen-volatilität im September war der Größte seit Anfang des Jahres. Der US-Dollar konnte davon am meisten profitieren und wertete gegenüber allen G10-Währungen auf. Die Stärke des Greenbacks und des chinesischen Renminbi verpassten dem Euro einen Schlag und führten EUR/USD zum ersten Mal seit Juli 2020 unter die 1,16 Marke. Gegenüber JPY, CZK und RUB wertete der Euro sogar den vierten Monat infolge ab.
  3. Inflationsanstieg lässt die Europäische Notenbank kalt. Steigende Rohstoff- und Energiepreise belasten die Produktion. Laut Umfragen des IHS Markit Instituts sind die Inputpreise europäischer Unternehmen so hoch wie seit 21 Jahren nicht mehr. Firmen in der Industrie und im Dienstleistungs-sektor war es möglich, einen Teil dieses Kostendrucks auf die Konsumenten abzuwälzen. Entwicklungen rund um die Energiekrise in Großbritannien und Fabrikausfällen in China bleiben vor dem Hintergrund steigender Gaspreise und der höchsten Inflation seit 2008 (3,4%) in Europa relevant. In Deutschland hat die Teuerung im September um 4,1% zugenommen und somit so stark wie seit 1992 nicht mehr.
  4. Doppelmandat der US-Notenbank rückt den Arbeitsmarkt ins Zentrum. Anders als die meisten Notenbanken verfolgt die Federal Reserve ein doppeltes Mandat, welches den Währungshütern die Ziele der Preisstabilität und Vollbeschäftigung auferlegt. Der Arbeitsmarkt hat sich zum wichtigsten Faktor für die Beurteilung der US-Geldpolitik etabliert. Die Annahme einer Liquiditätsreduktion im November seitens der Fed hängt an einem starken Stellen-wachstum im September ab.
  5. Wird uns die niedrige Volatilität auch im nächsten Jahr begleiten?  Trotz der der marginalen Abverkäufe an den Aktien- und Währungsmärkten in der letzten Woche bleiben Investoren im Gesamten relativ ruhig eingestellt. Dies kann auch auf die lockere Geldpolitik der großen Notenbanken zurückgeführt werden. Mit der Normalisierung der Geldpolitik in weiten Teilen der Welt könnte die Volatilität im nächsten Jahr jedoch wieder Fahrt aufnehmen.
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