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Sep 06, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. Doch ein verzögerter Abzug der lockeren Geldpolitik? Nach einem relativ starken Anfang des dritten Quartals scheint die Weltwirtschaft nun an Abkühlungserscheinungen zu leiden. Die chinesische Erholung verlor in den vergangenen Monaten an Fahrt und die Datenlage in Deutschland (Ifo Geschäftsklima) und den Vereinigten Staaten (Stellenwachstum) für den August blieb hinter den Erwartungen der Ökonomen. Negative Implikationen für die Finanzmärkte blieben jedoch aus. Börsianer nahmen die schwachen Wirtschaftsdaten beruhigend auf, da die jüngste Abkühlung wohl die Straffung der US-amerikanischen Geldpolitik um einige Monate verzögern wird.
  2. Selektive Aufwertung. Wer profitiert von einer lockeren Fed? Schwellenländerwährungen mit steigenden kurzfristigen Renditen - RUB, BRL, HUF - profitierten von der jüngsten Straffung der regionalen Geldpolitik. Dieser "FX Carry Trade", bei dem sichere Währungen wie EUR, USD, CHF und JPY für renditereichere Währungen verkauft werden, wird solange interessant bleiben, bis die Volatilität gering und die Liquidität hoch bleibt. Die schwache US-Datenlage könnte die Straffung der Geldpolitik verzögern und dem Carry-Trade kurzzeitig Luft nach oben verschaffen.
  3. Der US-Konsument fühlt sich unwohl und dies könnte die Fed beeinflussen. Die US-amerikanische Inflation blieb im August auf einem 13-jährigen Hoch. Dies verstärkte die Stimmen innerhalb der Federal Reserve, welche sich seit Monaten für eine Straffung der Geldpolitik einsetzen. Die Ausbreitung der Delta-Variante und die jüngste Abkühlung wichtiger Leitindikatoren wie die des Verbrauchervertrauens scheinen den Ausblick jedoch wieder verdunkelt zu haben. Das schwache Jobwachstum von 235 Tausend neuen Stellen im August stärkte die Spekulationen über eine mögliche Verzögerung der Liquiditätsreduktion seitens der Fed.
  4. Inflationsanstieg spaltet die EZB. Liquiditätsreduktion in Sicht? In Deutschland zog die Inflation sogar um 3,8 Prozent an, was den größten Anstieg seit den 1990er Jahren darstellte. Vor diesem Hintergrund riefen sich in den vergangenen Wochen immer mehr Währungshüter für eine Reduktion der Anleihen-käufe der EZB aus. Die Falken - Weidmann, Holzmann, Knot - werden sich am Donnerstag wohl für eine Straffung der Geldpolitik einsetzen. Obwohl kein Ökonom oder Währungs-hüter an Zinserhöhungen denkt, könne eine Liquiditätsreduktion bereits Implikationen für die Märkte haben
  5. Wie lange wird der Leitzins in Polen noch am Allzeittief sitzen? Der Einkaufsmanagerindex ist im August den zweiten Monat infolge gefallen und die Divergenz zwischen den straffenden Notenbanken in Tschechien und Ungarn und der lockeren NBP hat dem Zloty jüngst nicht geholfen. Mit dem Inflationsniveau auf einem 20-Jahres-Hoch und den Erwartungen der Märkte mehrerer Zinserhöhungen in den nächsten Monaten kommt die Notenbank unter Druck, der steigenden Teuerungsrate entgegenzuwirken. Sollten die Märkte mit ihren Annahmen recht behalten, bleibt Spielraum für Aufwertungen des Zloty.
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