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Aug 30, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Risiken häufen sich trotz neuer Allzeithochs.

Weekly

  1. Risiken häufen sich trotz neuer Allzeithochs. Eine weitere Wirtschaftswoche endete für die globalen Börsen mit einem neuen Allzeithoch. Der MSCI Weltaktienindex wird somit den siebten Monat infolge positiv aus dem Handel gehen. Und dies obwohl sich die Anzeichen der globalen Wirtschaftsabkühlung vermehren und die Folgen der Delta-Ausbreitung aufzeigen. In der vergangenen Woche enttäuschten sowohl das deutsche Ifo Geschäftsklima, als auch das US-Verbrauchervertrauen. Letzteres wurde am Freitag veröffentlicht und fiel im August auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Insbesondere die hohe Inflation und der erneute Infektionsausbruch machen den Konsumenten zu schaffen.
  2. Unstimmigkeiten innerhalb der US-Notenbank.  Investoren haben sich deutlich mehr Information von der US-Notenbank bezüglich der Reduktion der Anleihenkäufe erwartet. Die Währungshüter um Jerome Powell scheinen jedoch gespalten und somit ist die Anleihenreduktion zwar bereits in Stein gemeißelt und könnte sogar dieses Jahr noch anfangen. Genaue Vorhaben und einen Zeitplan wollte die Fed jedoch nicht geben. Ebenfalls trennte Jerome Powell den ersten Schritt der Straffung der lockeren Geldpolitik - Reduktion der Liquidität - klar von dem zweiten Schritt, der Erhöhung der Leitzinsen.
  3. Arbeitsmarkt ist nun der wichtigste Faktor für die Fed.  Aufgrund der wachsamen Beobachtung des Arbeits-marktes seitens der Fed trägt der Datenpunkt am Freitag eine umso größere Last. Sollten die nächsten beiden Arbeitsmarkt-berichte ein starkes Stellenwachstum (Aug-Sep) von über 750 Tausend aufweisen, könnte dies den unmittelbaren Zinspfad der Fed beeinflussen. Eine Enttäuschung der Jobentwicklung im August könnte andererseits den negativen Einfluss der Delta-Ausbreitung auf den Arbeitsmarkt bestätigen und die Liquiditätsreduktion der Notenbank nach hinten schieben.
  4. Globale Engpässe könnten die Inflation auf hohen Niveaus halten. Die Lieferzeiten werden länger und die Lieferkosten steigen. Die deutsche Importinflation - Preise importierter Güter - ist im Juli auf Jahresbasis um 15 Prozent gestiegen und somit so schnell wie seit den 1980er Jahren nicht mehr. Dies wird die Verbraucherpreise, welche heute veröffentlicht werden, wohl weiter nach oben ziehen lassen. In dieser Woche bevorstehende Inflationsdaten für die Eurozone könnten den Anstieg der Teuerungsrate auf 2,7 Prozent bestätigen. Dies wäre der stärkste monatliche Inflationsanstieg seit dem Jahr 2012.
  5. Höhere Volatilität in China und der Nachteil einer stärkeren Währung. Die kommunistische Partei Chinas scheint die jüngsten Maßnahmen gegen chinesische Großkonzerne im Technologie, Gesundheits- und Bildungsbereich mit dem Ziel der "gemeinsamen Prosperität" zu rechtfertigen. Dieses Konzept ist in den Reden und Ansprachen Xi Jinpings seit Jahresbeginn bereits mehr als 60 mal gefallen und somit 10 mal so oft wie im Jahr 2019. Die Maßnahmen gegen bekannte Internetfirmen in China trieben die Volatilität neuerlich erneut auf mehrmonatige Höhen, was den Börsenindizes in Shanghai und Hongkong zugesetzt hatte. Der chinesische Renminbi zeigte sich weniger beeindruckt und setzte trotz der Senkung der Mindestreserve die Aufwertung gegenüber dem Euro weiter fort.
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