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Wöchentliche Marktberichte

Aug 23, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Weekly

1. Delta nimmt der globalen Erholung den Wind aus den Segeln. Die Wirtschaftswoche zeichnete sich ein zweites Mal infolge durch eine schwächer als erwartete Datenlage aus. In China enttäuschten die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion, welche das schwächste Wachstum seit Dezember und August 2020 verzeichneten. Die jüngste Abkühlung der Weltwirtschaftserholung wurde an den Börsen zur Kenntnis genommen und führte aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der Delta-Ausbreitung zu breit angelegten Abverkäufen.


2. Anstieg der Unsicherheiten erhöht die Nachfrage nach Safe-Havens. Die Ausbreitung der Delta-Variante und die ersichtliche Abkühlung der Wirtschaftserholung machte den Investoren in den letzten Tagen zu schaffen und führte zu einer breit angelegten Kapitalverlagerung in Richtung sichere Anlagen (Safe-Havens). Defensive Aktienwerte und sichere Währungen wie der Dollar, Yen und Franken konnten Gewinne gegen den Euro verzeichnen. Der handelsgewichtete Dollar-Index hat nun die gesamten Verluste des Jahres annulliert und EUR/USD notiert erneut unter der 1,17-Marke. EUR/CHF fand indes das niedrigste Niveau seit November 2020.


3. Wird die Abkühlung von einem Ende des Reflationstrade begleitet? Angesichts des hohen Einflusses der Delta-Variante auf das Verbrauchervertrauen und die anhaltenden Lieferketteneng-pässe scheinen einige Banken ihre Wachstumsprognose für die US-amerikanische Wirtschaft nach unten zu revidieren. Nach Erreichen eines Allzeithochs befindet sich der aggregierte Citi Überraschungsindex (global) aufgrund der jüngsten Talfahrt der Datenlage auf einem 1-Jahres-Tief.


4. In Wyoming (USA) wird der Kurs der globalen Geldpolitik bestimmt. Seit einigen Wochen versuchen US-Notenbanker die Märkte und Investoren auf eine baldige Reduktion der Anleihenkäufe vorzubereiten. Spätestens seit den Protokollen der letzten Sitzung der Fed steht fest, dass diese Reduktion vor der Tür steht. Zeitpunkt und Ausmaß bleiben aufgrund diverser Meinungs-verschiedenheiten innerhalb der Fed offene Fragen. Was jedoch bereits jetzt feststeht, ist dass einige Notenbanker bereits im September eine schrittweise Reduktion der Liquidität planen.


5. Straffe Haltung der Notenbanken in Ungarn und Tschechien gibt den Währungen Rückenwind. Die ungarische Notenbank könnte am Dienstag den Leitzins zum dritten Mal infolge erhöhen. Dies würde den Zinssatz auf 1,50 Prozent anheben. Aufgrund der hohen Inflation von 4,6 Prozent bleibt der Realzins jedoch im negativen Bereich. Nichtsdestotrotz profitierte der Forint, wie auch die Krone, von der jüngsten Straffung der jeweiligen Geldpolitik. Der polnische Zloty übt sich der Stabilität und konnte von dem positiven Risikosentiment aufgrund der lockeren Geldpolitik der Notenbank nicht profitieren.

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