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Wöchentliche Marktberichte

Aug 16, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. Die Stagflationssorgen machen dem US-Verbraucher zu schaffen. Der in den 1970er Jahren gekrönte Begriff der Stagflation, welcher eine Wirtschaft ohne Wachstum und hoher Inflation beschreibt, scheint erneut stärker an den Märkten verwendet zu werden. Die US-Wirtschaft wird laut den meisten Prognosen auch im nächsten Jahr beeindruckende Wachstums zahlen verzeichnen. Doch die Märkte scheinen aufgrund der abschwächenden Datenlage und der an hohen Niveaus verharrenden Inflation ein erstes Zeichen der mittelfristigen (3-5 Jahre) Rückkehr zum niedrigen Wirtschaftswachstum zu sehen. Dieser Pessimismus trieb das US-Verbrauchervertrauen im August auf ein 11-Jahres-Tief.
  2. Sind schwache Wirtschaftsdaten gut oder schlecht für die Börsen? Die im Vorjahresvergleich rekordbrechenden Gewinne europäischer und US-amerikanischer Unternehmen haben den Börsen in Verbindung mit der lockeren Geldpolitik der Notenbanken erheblichen Rückenwind geboten. Laut Bloomberg ist auf jede zweite Unternehmensaktie im Stoxx 600 und SP500 eine Kaufempfehlung ausgesetzt. Das ist der höchste Wert seit mindestens dem Jahr 2002. Negative Wirtschaftsdaten wie das schwach ausgefallene US-Verbrauchervertrauen werden positiv an den Märkten wahrgenommen, da dies die Zinserhöhungsbereitschaft der Fed mindert.
  3. Der grüne August. Europas Börsen setzen neue Rekordhöhen. Die zwei wichtigsten US-Datenpunkte der vergangenen Woche - Inflation und  Verbrauchervertrauen - enttäuschten die Prognosen und dämpften somit die Erwartungen an eine allzu rasche Straffung der US-Geldpolitik. Dies trieb die Renditen erneut nach unten und gab den globalen Börsen einen weiteren Grund sich auf neue Rekordhöhen zu hieven. Der europäische Börsenindex Stoxx 600 hat bislang jeden Handelstag im August mit Gewinnen beendet. Und obwohl die deutsche Datenlage in der vergangenen Woche - Industrieproduktion und ZEW Konjunkturerwartungen - ebenfalls unter den Prognosen lag, ging der DAX die zweite Woche infolge positiv aus dem Handel.
  4. Die nächsten zwei Wochen stehen im Namen der US-Notenbank. Die Diskussion um die Straffung der US-Geldpolitik wird den Fokuspunkt der Investoren darstellen, auch aufgrund der Sensibilität der Märkte auf Änderungen der globalen Geldpolitik. Die Veröffentlichung der Protokolle der letzten Fed-Sitzung (MI) und das Jackson Hole Zentralbanksymposium (26. - 28. August) hätten das Potenzial die Märkte fundamental zu prägen.
  5. Die Stärke des US-Dollars steht und fällt mit der Datenlage und Haltung der US-Notenbank. Seit der vergangenen Zinsentscheidung der Europäischen Notenbank, bei der die Währungshüter die Bereitschaft zur lockeren Geldpolitik untermauert hatten, blicken die Märkte nur noch auf die Federal Reserve für mögliche marktbewegende Bemerkungen. Obwohl die Euro-Risikoprämie fortlaufend nach unten treibt, konnte der Euro in den vergangenen Wochen kaum davon profitieren. Unter anderem auch aufgrund der weiterhin aggressiven Einpreisung der zukünftigen Zinserhöhungen seitens der Fed.  Dies macht die US-Datenlage unglaublich wichtig für die Märkte und die Beurteilung der weiteren Schritte der US-Notenbank. Der Dollar bleibt an die Zinserhöhungen angewiesen.
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