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Aug 09, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Die Sommerruhe vor dem Sturm im Hinblick auf die US-Notenbank.

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Zusammenfassung I 5 things to know

  1. Die Sommerruhe vor dem Sturm im Hinblick auf die US-Notenbank. Im Laufe der Woche hatten sich einige US-Währungshüter negativ über das anhaltend hohe Anleihenkaufprogramm der Federal Reserve geäußert, eine Skepsis, welche durch den deutlich über den Erwartungen liegenden US-Arbeitsmarktbericht am Freitag indirekt bestätigt wurde. Die Anzeichen einer Reduktion dieser Liquidität seitens der Fed häufen sich und könnten entweder im August (26.-28.) oder im September (Zinsentscheidung) in konkrete geldpolitische Taten münden. Obwohl der Dollar von dieser sonst positiven Entwicklung aufgrund der niedrigen US-Realrenditen nicht profitieren konnte, bleibt die erwartete Divergenz der Fed und EZB eine mögliche Quelle der Stärke für den Greenback.
  2. Arbeitsmarkterholung treibt einen Keil zwischen die US-Notenbanker. Die größte Volkswirtschaft der Welt läuft auf Hochtouren. Zu Beginn der Woche überraschten die US-Werkaufträge im Juni mit einem Anstieg von 1,5%. Am Freitag beendete der US-Arbeitsmarktbericht die Woche mit einem erneut starken Ergebnis. Die US-Wirtschaft hat im Juli 943 Tausend Stellen geschaffen und somit mehr als erwartet (870 Tausend). Zentralbanker Bullard, Waller und Kaplan sehen alle drei einen möglichen Abzug der Liquidität bereits in diesem Jahr vor.
  3. Die Rückkehr zur Normalität wird Jahre dauern, doch die Liquiditätsreduktion könnte bald schon zu spüren sein. Auch wenn Lieferkettenengpässe und aufgestaute Konsumausgaben die Inflation länger auf einem über den Erwartungen liegenden Niveau halten könnten, erwarten die Märkte nicht, dass die Fed, EZB oder BoE die Kontrolle über die Inflation verlieren werden. Die Anleger haben ihre Erwartungen bezüglich des US-Zinssatzes seit April 2021 deutlich zurückgefahren und die Europäische Zentralbank hat ihre Absicht deutlich gemacht, lange im negativen Zinsbereich zu bleiben. Sollte die globale Inflation bereits ein Hoch erreicht haben, könnte die erwartete Abschwächung des geldpolitischen Impulses in den nächsten Quartalen risikoreiche Anlagen unter Druck setzen.
  4. Europäische Börsen klettern auf neue Rekordhöhen. Starke Quartalszahlen der europäischen Unternehmen hieven den Börsenindex Stoxx 600 auf ein Allzeithoch. Im Gesamten lagen die Quartals-gewinne deutlich über den Erwartungen, was die Sorgen rund um die Ausbreitung der Delta Variante etwas abklingen ließ. Die lockere Geldpolitik und starken Wirtschaftsdaten bleiben für die Börsen auch weiterhin eine Stütze, auch wenn der Höhepunkt des monatlichen Wachstumsmomentums bereits hinter uns liegt. Dies zeigt sich auch an der erneuten Nachfrage nach sicheren Anlagen.
  5. Entspannung im Hochsommer. Datenlage hält sich bis auf Inflationsveröffentlichungen in Grenzen. Die Aktienmärkte in den Industrieländern ließen sich in der vergangenen Woche trotz der Anspannungen bezüglich der Delta-Variante und der anhaltend steigenden Inflation aufgrund der soliden Quartalszahlen der Unternehmen nicht aus der Ruhe bringen. Die deutlich über den Erwartungen liegenden Unternehmensgewinne (Q2) sorgten für Freudensprünge bei Investoren. Die kommende Woche wird aufseiten neuer Datenveröffentlichungen relativ ruhig ausfallen. Inflationsdaten in Zentraleuropa, China und den Vereinigten Staaten werden die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während in Großbritannien Industriezahlen an der Ordnung stehen.
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