Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Jun 28, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zusammenfassung I 5 things to know

Weekly

  1. Positive Konsolidierung nach dem Fed-Schock treibt Börsen höher. Die US-Notenbank hat laut den jüngsten Aussagen ihres Präsidenten im Corona-Unterausschuss im Parlament keine Furcht vor einer nachhaltig hohen Inflation. Die Kommentare von Jerome Powell, in Kombination mit den Fortschritten bei den zwischenparteiischen Gesprächen über das neue Infrastrukturpaket von US-Präsident Joe Biden gaben den Märkten in der vergangenen Woche erneuten Rückenwind. Die Aussagen diverser anderer US-Notenbanker über die Notwendigkeit möglicher Zinserhöhungen bereits im nächsten Jahr - und somit ein Jahr vor den offiziellen Zinsprognosen der Fed - ließen die Märkte fürs Erste kalt. Insbesondere da sich die wirtschaftliche Datenlage auch weiterhin durch eine solide Expansion der großen Volkswirtschaften auszeichnet.
  2. Rotation setzt sich fort, doch Unsicherheiten bleiben bestehen. Die US-Börsenvolatilität fiel am Donnerstag zum ersten Mal auf das Vorkrisenniveau. Die gesamte Woche zeichnete sich durch eine positive Korrekturbewegung an den Märkten aus, nachdem in der Woche zuvor Ängste über einen raschen Abzug der lockeren Geldpolitik der Fed Abverkäufe an den Börsen und Währungsmärkten verursachten. Diese Verluste wurden in den letzten fünf Handelstagen größtenteils annulliert und insbesondere risikoreichere Anlagen - SP500 fand ein neues Allzeithoch - und Währungen genossen positive Kapitalströme. Die Nachfrage nach Absicherungen gegen mögliche Börsenverluste (SP500) stiegen jedoch an, was darauf hindeuten lässt, dass der Kurswechsel der US-Notenbank nicht einfach von den Märkten vergessen wurde.
  3. Deutsche Leitindikatoren deuten auf ein starkes drittes Quartal. Leitindikatoren für Deutschland skizzieren ein positives Bild der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Kurzfristige Problemfelder wie die globalen Lieferketten-engpässe und die Verbreitung der Delta-Variante am alten Kontinent bleiben bestehen. Doch noch haben sich diese Faktoren nicht in der Datenlage erkenntlich gezeigt. Das Ifo Geschäftsklima steht auf einem 3-Jahres-Hoch, während der Einkaufsmanager index für das verarbeitende Gewerbe trotz der leichten Abkühlung im zweiten Quartal knapp unter dem Allzeithoch notiert. Wegen der Lockerung der Sperrmaßnahmen gibt auch der Dienstleistungssektor Lebenszeichen von sich und festige sich im Juni auf einen Wert von 58,1 und somit auf das höchste Niveau seit 2011.
  4. Die CNB lässt sich Flexibilität bei dem neuen Straffungszyklus. Die tschechische Notenbank will dem Inflationsanstieg entgegenwirken und erhöhte bei der Sitzung am Mittwoch den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent. Weitere Zins-schritte in diesem Jahr sind zu erwarten, zumal sich nur zwei Währungshüter gegen den Zinsschritt ausgesprochen hatten. Ein Notenbanker stimmte sogar für eine Zins-erhöhung im Wert von 50 Basispunkten. Die starke Erholung der Krone könnte die Inflation jedoch natürlich etwas dämpfen und laut Analysen von Oxford Economics wurde der jüngste Inflationsanstieg größtenteils von temporären Faktoren getrieben. Der Leitzins vor der Krise von knapp über zwei Prozent könnte somit erst im Jahr 2024 erreicht werden. Die Notenbank geht von einer fortlaufenden Stärke der Krone aus, auch wenn sich die Schnelligkeit der Aufwertungen deutlich verlangsamen sollte.
  5. Wieso die Märkte über keine Zinserhöhung in der Eurozone nachdenken. Die Inflationsdebatte ist derzeit das dominante Thema an den Finanzmärkten und hat diverse Notenbanken in Schwellenländern bereits zu Zinsstraffungen gezwungen. Auch bei den Industrieländern, insbesondere in den USA, Kanada, Großbritannien und Norwegen scheint die langsame Normalisierung der Geldpolitik zumindest besprochen zu werden. Diese Debatte findet innerhalb der Eurozone nicht so lebhaft statt, zumal am alten Kontinent der Inflationsdruck geringer ausgefallen ist und durch temporäre Faktoren getrieben wird. Die Stärke der Gemeinschaftswährung  und die hohen Schuldenquoten der Mitgliedsstaaten machen eine Zinserhöhung in den nächsten Jahren unmöglich.
Den wöchentlichen Markausblick ansehen


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.