Wöchentliche Marktberichte

Jun 08, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Ruhiger Wochenauftakt an den Finanzmärkten

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die europäischen Börsen zogen zum Wochenauftakt erneut an und fanden trotz der Anspannung vor den US-Inflationsdaten und der EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag neue Bestmarken. Die vor dem Wochenende herrschende Dynamik zog sich somit fließend in die neue Handelswoche und ließ den Dollar erneut tiefer notieren. Der deutsche Börsenleitindex fand trotz der schwachen Werkaufträge ein neues Allzeithoch. Das unerwartete Auftragsminus der Industrie im April von 0,2 Prozent kann dabei durch die schwache inländische Nachfrage und Anspannungen in den internationalen Lieferketten erklärt werden. Wenn man die volatilen Großaufträge jedoch abzieht, ergibt sich ein besseres Bild. Die kurzfristige Abkühlung sollte im Mai nicht mehr zu erkennen sein. Die globale Industriebranche bleibt somit weiterhin auf der Überholspur. Die im Mai aufgekommene leichte Abkühlung in Asien wurde durch eine Expansion der europäischen Nationen kompensiert. Dies trieb den globalen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der vergangenen Woche auf das höchste Niveau seit 2011. Doch die schwachen Impfraten und diversen lokalen Virusausbrüche in Asien haben die bereits angeschlagenen Lieferketten in den vergangenen Wochen zusätzlich belastet. In der Datenlage lässt sich diese Entwicklung fürs Erste noch nicht ablesen. Die chinesischen Exporte festigten sich im letzten Monat um 28 Prozent. Die Handelsbilanz fiel aufgrund des 51-prozentigen Anstiegs der Importe zum Vormonat geringer aus. Die hohen Rohstoffpreise trieben die chinesischen Importe auf ein Dekadenhoch.

Währungsüberblick

EUR – Die europäische Gemeinschaftswährung profitiert von dem positiven Risikosentiment und setzt die am Freitag begonnene Aufwertung auch am gestrigen Handelstag fort. Der für diese Woche angesetzte Bewegungskorridor zwischen EUR/USD 1,21 und 1,2250 bleibt somit intakt. Marktteilnehmer erwarten sich Neuigkeiten von der Veröffentlichung des europäischen Bruttoinlandsprodukts und der deutschen Konjunkturerwartungen um 11:00 Uhr.

USD – Die spekulative Positionierung gegen den US-Dollar ist in der vergangenen Woche leicht gesunken. Trotzdem bleibt die Leitwährung aufgrund der lockeren Haltung der Federal Reserve weiter angeschlagen. Am Mittwoch fängt die Blackout-Phase der Notenbank an, in welcher sich die Währungshüter nicht mehr vor der in zwei Wochen stattfindenden Zinsentscheidung zu Wort melden dürfen.

PLN – Der polnische Zloty konnte sich im frühen europäischen Handel auf das höchste Niveau des Jahres festigen, musste im Tagesverlauf jedoch Verluste einstecken, welche das Währungspaar EUR/PLN am Ende des Tages in den positiven Bereich zogen. Die zwölfmonatigen Zinserwartungen (FRA12x15) zogen auf 0,87 Prozent an und notierten somit mehr als 60 Basispunkte über dem derzeitigen dreimonatigen Zinssatz. Die Märkte halten somit auch weiterhin an der Annahme einer baldigen Zinserhöhung in Polen fest. Die nächste Zinsentscheidung findet am Donnerstag statt.

Globale Risikoereignisse des Tages

 

  • DE: Industrieproduktion (08:00)
  • EZ: Bruttoinlandsprodukt (11:00)
  • DE: Zew Konjunkturerwartungen (11:00)


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