Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Jun 04, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Starke Daten stützen den Dollar und ziehen die Börsen nach unten

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt von den Folgen der Pandemie nimmt Fahrt auf. Diese Annahme wurde auch in dieser Woche nochmals aufs neue bestätigt. Laut dem US-Arbeitsministerium haben sich in den vergangenen Woche weniger als 400 Tausend Menschen für die Arbeitslosenunterstützung angemeldet. Dies stellt die niedrigste Zahl neuer Anmeldungen seit Anbeginn der Pandemie dar und lässt auf einen positiven Arbeitsmarktbericht deuten, welcher heute um 16:00 Uhr veröffentlicht wird.

In der Zwischenzeit skizzierte der von der US-Notenbank veröffentlichte Konjunkturbericht ein Bild mittelfristig steigender Preise. Insbesondere die Energie- und Nahrungsmittelkosten können in den nächsten Monaten zu unerwartet hohen Inflationszahlen führen, welche die Märkte unruhig stimmen könnten. Der Dienstleistungssektor genießt indes weiterhin die Effekte der Sperrmaßnahmenlockerungen. Laut dem Einkaufsmanagerindex verzeichnete der Sektor im Mai eine Rekordexpansion mit einem Wert von 62,7. Dies bedeutet, dass zwei drittel der US-amerikanischen Dienstleister ein Geschäftswachstum im Mai genossen. Der Sub-Index, welcher die Preisentwicklung widerspiegelt, schoss auf das höchste Niveau seit 2005.

Die starke wirtschaftliche Datenlage trieb die Wall Street aufgrund erneuter Inflationssorgen gegen Handelsende in den negativen Bereich. Die Märkte arbeiten weiterhin mit der Annahme, dass die höhere Teuerungsrate nur ein kurzfristiges Phänomen sein wird. Jegliche Abweichungen von dieser Hypothese könnten eine stärkere Schwankungsbreite an den Märkten verursachen. Dies würde ebenfalls die seit mehreren Monaten anhaltende Kapitalrotation in risikoreichere Anlagen und Währungen verlangsamen, oder im schlimmsten Fall sogar umkehren.

Währungsüberblick

USD – Die starken Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten trieben den Dollar nach oben und zogen die Börsen in Mitleidenschaft. Der gemeinsame Faktor liegt hierbei in der Inflation, welche von den Märkten vor dem Hintergrund besserer Wirtschaftsveröffentlichungen als größeres Risiko gesehen wird. Die globale Leitwährung profitiert an solchen Tagen von den Ängsten und konnte gestern die größte tägliche Aufwertung seit einem Monat verzeichnen.

EUR – Die Gemeinschaftswährung unterlief gestern zum ersten Mal seit Anfang April die neu gebildete Aufwärtstrendlinie und ist nun in Gefahr, ein kurzfristiges Abwärtsmomentum zu entwickeln. Der Fokus liegt heute auf dem US-Arbeitsmarktbericht, welcher entscheiden wird, ob EUR/USD die Woche unter 1,21 beenden wird. 

CEE – Die zentraleuropäischen Währungen gönnen sich indes eine Verschnaufpause von den beachtlichen Aufwertungen der vergangenen Wochen. EUR/HUF sank im frühen Handel auf ein 10-Monats-Hoch, bevor sich das Währungspaar im Tagesverlauf wieder nach oben kämpfte. EUR/CZK verharrt auch weiterhin in der engen Bewegungsspanne zwischen 25,40 und 25,60.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • EZ: Einzelhandelsumsätze (11:00)
  • EZ: Christine Lagarde spricht (13:00)
  • US: Jerome Powell spricht (13:00)
  • US: Arbeitsmarktbericht (14:30)


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.