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Wöchentliche Marktberichte

Jun 01, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Ruhiger Wochenauftakt I Inflationsdebatte dominiert das Geschehen

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Aufgrund der jüngsten Lockerungen der Sperrmaßnahmen rund um den Globus und der damit verbundenen Aufhellung des Konsumklimas hebt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Prognose für die Weltwirtschaft nach oben. Laut der Industriestaatengemeinschaft könnte die globale Konjunktur um 5,8 Prozent wachsen und somit etwas stärker als noch im März angenommen. Für die deutsche Wirtschaft sieht die OECD ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent vor und somit das größte seit den 1970er Jahren.

In Europas größter Volkswirtschaft bleibt auf der anderen Seite die Inflationsdebatte auch weiterhin das Gesprächsthema Nummer eins. Unter anderem auch, weil der Verbraucherpreisindex im April mit einem jährlichen Anstieg von 2,5 Prozent so schnell wie seit 2011 nicht mehr gewachsen ist. Noch im vorigen Jahr waren die Inflationsraten in Deutschland negativ gewesen, die Preise waren im Durchschnitt gesunken. In diesem Jahr stieg die Inflationsrate auf 1 Prozent im Januar, 1,3 Prozent im Februar, 1,7 Prozent im März und 2,0 Prozent im April. Laut der deutschen Bank wäre aufgrund der hohen Rohstoffpreise und Basiseffekte des vergangenen Jahres im Jahresverlauf auch eine Inflation von vier Prozent nicht auszuschließen.

Der gestrige Handel gestaltete sich aufgrund der feiertagsbedingten fehlenden Liquidität der US-amerikanischen und britischen Börsen relativ verhalten. Zum Wochenauftakt entfernen sich die restlichen europäischen Börsen von den jüngst gesetzten Allzeithöhen. Der gestrige Tag, welcher sich durch einen relativ leeren Wirtschaftskalender auszeichnen konnte, wird jedoch von einer Reihe hochkarätiger Konjunkturveröffentlichungen gefolgt werden. Neben den Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone, Deutschland und die USA werden Inflationsdaten für die Eurozone und der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Diese Datenreihe wird insbesondere aufgrund der Inflationsthematik hohe Aufmerksamkeit genießen.

Währungsüberblick

EUR – Die Gemeinschaftswährung hält sich am ersten Handelstag nach der Veröffentlichung der US-Inflation auch weiterhin souverän über der 1,22-Marke. Die US-Renditen haben kaum auf den Inflationsanstieg reagiert, welcher im April das höchste Niveau seit den 1990er Jahren erreicht hatte. Diese Indifferenz der Renditen deutet darauf hin, dass die Märkte auch weiterhin an die temporäre Natur des Inflationsanstiegs und somit an keine frühzeitige Reduktion der Staatsanleihenkäufe seitens der US-Notenbank glauben. Dies treibt die Schwäche des US-Dollars an.

CEE – Laut Aussagen des tschechischen Notenbankers Marek Mora könnte die erste Zinserhöhung bereits im Juni erfolgen. In Polen legte Währungshüter Rafal Sura indes eine erste Beurteilung der Geldpolitik auf den Monat November. Sowohl der polnische Zloty, als auch die tschechische Krone gingen gestärkt aus dem Handel. Die Stärke der Aufwertungen hielt sich jedoch in Grenzen. EUR/PLN notiert somit marginal über der Unterstützungslinie bei 4,4780.

CNH – Die chinesische Notenbank versucht sich nach mehreren verbalen Interventionsversuchen nun an einer direkten Maßnahme, um dem Renminbi den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die chinesische Zentralbank gab am Montag bekannt, dass sie den Mindestreservesatz für Finanzinstitute von 5% mit Wirkung zum 15. Juni auf 7% erhöhen wird. Dieser Anstieg der Mindestreserveanforderungen würde es für Banken teurer machen, Dollar und andere Fremdwährungen zu halten Das letzte Mal, dass die PBOC die Mindestreservepflicht erhöhte, war 2007 von 3%.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • AU: RBA Zinsentscheidung (06:30)
  • CH: Einzelhandelsumsätze (08:30)
  • CH: Bruttoinlandsprodukt (09:00)
  • PL: Inflation (10:00)
  • EZ: Inflation (11:00)
  • US: Einkaufsmanagerindex (16:00)


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