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Mai 26, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Europäische Börsen und Euro verzeichnen Gewinne

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die Geschäftsstimmung der deutschen Unternehmen scheint wieder aufzuhellen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex festigte sich im Mai auf 99,2 Zähler und kletterte somit angesichts der Lockdown-Lockerungen und starken ausländischen Nachfrage auf ein 2-Jahres-Hoch. Die positive Entwicklung steht in Kontrast zu der Kontraktion der deutschen Wirtschaft in den ersten drei Monaten des Jahres. Der Dienstleistungssektor nimmt langsam aber sicher an Fahrt auf und auch die Kosten der Engpässe bei der Materialbeschaffen scheint das Industriegewerbe noch hinnehmen zu können. In Verbindung mit der möglichen Milliardenfusion zwischen dem größten Wohnungsvermieter Deutschlands (Vonovia) und dem Rivalen (Deutsche Wohnen) stiegt der deutsche Börsenindex zum ersten Mal seit einem Monat wieder auf ein Allzeithoch und notierte kurzzeitig sogar über der Marke von 15.500.

In den Vereinigten Staaten wiederholten die Währungshüter das Mantra der lockeren Geldpolitik, welche aufgrund des temporären Inflationsanstiegs zu verkraften sein. Dass die Immobilienpreise laut dem S&P Case-Shiller Index auf Jahresbasis im März den größten Anstieg der vergangenen acht Jahre verzeichnet haben, scheint dabei keinen zu stören. Die Wall Street konnte sich am gestrigen Handelstag somit ebenfalls über Gewinne erfreuen. Und dies obwohl das US-Verbrauchervertrauen laut dem Conference Board im April leicht gefallen war. Der Sub-Index für die Preisentwicklung festigte sich marginal und kam knapp eine Woche nach der Veröffentlichung der Preiserwartungen der Michigan Universität, laut der die Konsumenten von einer Teuerungsrate von  4,6 Prozent in den nächsten 12 Monaten ausgehen.

Währungsüberblick

EUR –  Die europäische Gemeinschaftswährung setzte auch gestern ihre Aufwärtsbewegung fort und festigte sich zum Tagesabschluss sogar auf ein 4-Monats-Hoch. Der Euro profitierte von der wiederholten Bestätigung der US-Notenbank, die Zinsen eine längere Zeit lang nicht anzufassen, und notierte auch gegenüber dem britischen Pfund und dem japanischen Yen deutlich höher. EUR/JPY überschritt zeitweise die Barriere bei 133,50 und erreichte das höchste Niveau seit Februar 2018.

CEE – Die zentraleuropäischen Valuten gönnten sich nach einem starken Wochenauftakt wieder eine kleinere Verschnaufpause. Der ungarische Forint wertete gegenüber dem Euro um knapp 0,65 Prozent ab und somit so stark wie seit Ende März nicht mehr. Nach vier wöchentlichen Aufwertungen infolge könnte EUR/HUF kurzfristig die Überhand gewinnen. Die Krone blieb wie üblich relativ passiv und indifferent gegenüber den Geschehnissen an den Märkten. EUR/CZK stagnierte im Bereich 25,41.

CNY – Der Renminbi festigte sich am gestrigen Handelstag gegenüber dem Dollar auf ein 3-Jahres-Hoch. Indes hievte der chinesische Börsenindex CSI300 angetrieben durch die starke Entwicklung der Finanzaktien auf das höchste Niveau seit März. Die Konjunkturdaten haben sich in China deutlich stabilisiert und zeigen weiterhin auf eine souveräne, wenn auch langsamere, Wirtschaftserholung. Wie lange die Toleranz gegenüber der starken Währung anhalten wird bleibt jedoch fraglich.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • CH: Wirtschaftssentimentindex (10:00)


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