Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Mai 21, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Globale Börsen minimieren Wochenverluste

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Nach deutlichen Kursverlusten am Mittwoch tasteten sich Investoren am gestrigen Handelstag wieder an die Märkte zurück. Die wichtigen Aktienmarktindizes in Europa und den Vereinigten Staaten konnten somit einen Teil der Vortagesverluste wettmachen, während die zentraleuropäischen Währungen auf breiter Front mehrmonatige technische Widerstände aus dem Weg räumen konnten.

Obwohl die Inflationssorgen insbesondere auf kurze Frist weiterhin die tägliche Handelstendenz bestimmt, scheint die bestehende Liquidität an den Märkten noch einen signifikanten positiven, wenn auch sinkenden, Einfluss auf die Finanzmärkte zu haben. Laut Berechnungen haben die Notenbanken seit März 2020 mehr als 27 Billionen US-Dollar in die Märkte injiziert, umgerechnet ein Drittel des globalen Bruttoinlandsprodukts. Die globale Geldmenge ist am Höhepunkt der Pandemie um jährlich mehr als 35 Prozent gewachsen. Seit dem vierten Quartal des vergangenen Jahres nimmt das Wachstum erneut ab und eine Rückkehr zu den Krisenmaßnahmen ist ebenfalls nicht in Sicht.

Somit befinden wir uns derzeit in einer Normalisierung der Geldpolitik, bei der die Währungshüter die Liquidität stetig aber graduell reduzieren werden. Das Auslaufen der Pandemieprogramme wird jedoch noch eine Weile andauern und könnte in dieser Übergangsphase die Notenbankbilanzen weiter aufblähen. Laut Prognosen der Bank of Amerika Forschungsabteilung wird nur die kanadische Bank ihre Bilanzen in diesem Jahr nicht weiter erhöhen. Dies steht im Kontrast zu der Expansion der Notenbanken in der Eurozone, England, Japan und den Vereinigten Staaten.

Dass dies ein Abwärtsrisiko für die prozyklischen Aktienwerte darstellt wird durch die Reaktion der Märkte auf die Zinserhöhungsgespräche und die Liquiditätsreduktion in China ersichtlich. Der chinesische Aktienleitindex CSI300 notiert derzeit 12 Prozent unter den im Februar gefundenen Höhen, was auch auf die zögerliche Haltung der Notenbank, weitere Liquiditätsspritzen zu gewähren, gerechtfertigt werden kann.

Währungsüberblick

EUR – Den datenseitigen Wochenabschluss werden die heute bevorstehenden Einkaufsmanagerindizes definieren, welche für die Eurozone, Deutschland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten veröffentlicht werden. Der wichtigste Leitindikator für die Entwicklung der Weltwirtschaft wird genau beobachtet werden, zumal sich das verarbeitende Gewerbe derzeit in der größten Expansion seit dem Jahr 2011 befindet und somit eine hohe Enttäuschungspotenzial aufweist. Von besonderem Interesse werden die Subindikatoren für die Preisentwicklung und die Lieferkettenengpässe sein, welche ebenfalls parallel zum Hauptindikator veröffentlicht werden.

USD –  Rückenwind erhielten die Börsen auch von der gestrigen Datenlage, nachdem die Anmeldungen für die Arbeitslosenunterstützung in den USA erneut auf ein Pandemie-Tief gefallen waren. In der Woche bis zum 15 Mai haben 444 Tausend Menschen staatliche Hilfen angefordert und somit 34 Tausend weniger als noch in der Vorwoche. Der handelsgewichtete US-Dollar-Index gab parallel zur Verbesserung des Risikosentiments die Gewinne vom Vortag ab und notierte wieder knapp unter der 90-Marke.

CEE – Die zentraleuropäischen Währungen profitieren am stärksten von der gestrigen Dollar-Schwäche und der Erholung der Gemütslage an den breiteren Märkten. Der ungarische Forint konnte sich erneut festigen –sechste Aufwertung innerhalb der letzten sieben Handelstage – und notiert nun auf einem neuen 8-Monats-Tief. Im weiteren Verlauf wird nun das Niveau um 349,00 rücken, welches seit März 2019 die Unterstützungslinie für das Währungspaar EUR/HUF dargestellt hat. EUR/PLN hat indes die Aufwärtstrendlinie bei 4,50 zum ersten Mal seit Anfang 2020 unterbrochen und könnte nun weiteres Potenzial nach unten aufbauen.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Einkaufsmanagerindex (09:30)
  • EZ: Einkaufsmanagerindex (10:00)
  • GB: Einkaufsmanagerindex (10:30)
  • US: Einkaufsmanagerindex (15:45)


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.