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Wöchentliche Marktberichte

Mai 11, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Höhere Rohstoffpreise und längere Lieferzeiten

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Der Aufschwung der Rohstoffpreise scheint auch nach mehr als einem Jahr kein Ende zu nehmen. Obwohl der relativ schwach ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht die Erwartungen einer Zinsstraffung der Federal Reserve nach hinten gedrängt hat, sind die Inflationserwartungen weiterhin am Steigen. Und nur weil die Währungshüter ihre Aufmerksamkeit von dem angebotsseitigen Inflationsdruck auf den Arbeitsmarkt verlagert haben, heißt das nicht, dass der Preisanstieg nicht bereits Implikationen für Unternehmen mit sich bringt. Die durchschnittlichen Wartezeiten auf Rohmaterial werden immer länger. Laut dem IHS Markit (und Credit Suisse) waren die Lieferverzögerungen in den USA, Deutschland und der Schweiz seit dem Anbeginn der jeweiligen Datenaufzeichnung noch nie so hoch.

Dies scheint das Lohnwachstum im Industriebereich so langsam nach oben zu ziehen, was wiederum für die Geldpolitik in den USA und der Eurozone in den Fokus rücken würde. Insbesondere aufgrund der bereits gestreckten Bewertungen an den globalen Aktienmärkten. Der Dow Jones Index konnte sich gestern aufgrund seiner hohen Korrelation mit der Industriebranche und den Rohstoffpreisen über Wasser halten. Die meisten anderen Börsenindizes auf beiden Seiten des Atlantiks gingen aufgrund der Inflationsangst geschwächt aus dem Handel und beginnen die Woche somit vorerst niedriger.

Der Fokus bleibt somit auch weiterhin auf den bevorstehenden Inflationsdaten aus diversen Schwellenländern, den Vereinigten Staaten und Deutschland. Heute verschiebt sich die Aufmerksamkeit nach Zentraleuropa, angesichts der Veröffentlichung der tschechischen und ungarischen Verbraucherpreisindizes. Ab dem späten Nachmittag melden sich in den Vereinigten Staaten fünf Währungshüter (Williams, Brainard, Daly, Bostic und Harker) zu Wort.

Währungsüberblick

USD – Die Dollar-Schwäche der vergangenen Tage war auch zum Wochenauftakt deutlich erkennbar und dominierte so ziemlich alle Aspekte des globalen Währungshandels. Prozyklische und rohstoffanhängige Währungen wie AUD, BRL und GDP konnten sich gegenüber dem Euro und Dollar festigen. Der handelsgewichtete Dollar notiert nur noch knapp über der seit 2011 anhaltenden Aufwärtstrendlinie.

GBP – Die Märkte scheinen den Sieg der „Unabhängigkeitspartei“ in Schottland nicht allzu Ernst zu nehmen, zumal die SNP die absolute Mehrheit um ein einziges Mandat verpasst hatte. Die psychologische Barriere bei EUR/GBP 0,87 scheint somit weiterhin zu halten.

CZK – Die tschechische Krone reitet derzeit nicht nur die globale Sentimentwelle, sondern kann auch von den heimischen Zinserhöhungswahrscheinlichkeiten profitieren, welche jüngst signifikant gestiegen sind. EUR/CZK unterlief gestern die mehrmonatige Stütze bei 25,64 und notiert nun auf dem tiefsten Niveau seit Anfang März 2020.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • CZ: Inflation (09:00)
  • HU: Inflation (09:00)
  • EZ: ZEW Wirtschaftssentiment (11:00)


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