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Wöchentliche Marktberichte

Apr 30, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

April setzt den Ton für das zweite Quartal

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die US-Zinsentscheidung und Pressekonferenz am Mittwoch haven den Märkten vor Augen geführt, wie wichtig die Erholung des Arbeitsmarkts für die Währungshüter wirklich ist. Umso bedeutender war es somit, dass die Anmeldungen für Arbeitslosenunterstützung in der Woche bis zum 23. April auf ein Pandemietief gefallen waren. In den letzten fünf Tagen haben sich laut dem Arbeitsministerium 553 Tausend Menschen für die staatliche Unterstützung angemeldet und somit 13 Tausend weniger als in der Vorwoche. Die breitere Tendenz der steigenden Preise wurde bei den Diskussionen größtenteils außer Acht gelassen. Insbesondere zumal die Fed die Lieferkettenengpässe für den jüngsten Inflationsanstieg verantwortlich macht.

Dass die Anspannungen in den globalen Wertschöpfungsketten jedoch länger anhalten könnten, zeigt sich an diversen Leitindikatoren und den dieswöchigen Unternehmensberichten einiger US-Großkonzerne. Laut dem Tesla CEO war das erste Quartal in diesem Jahr mit massiven Lieferproblemen verbunden. Die gleichen Sorgen plagen jedoch auch europäische Unternehmen, welche laut den IHS-Umfragen mehr den je mit längeren Lieferzeiten und höheren Inputkosten kämpfen müssen. In einem anderen Bericht wurde in der Zwischenzeit der prognostizierte Anstieg der US-Volkswirtschaft im ersten Quartal um starke 6,4 Prozent bestätigt. Der persönliche Konsum festigte sich um 10,7 Prozent und verzeichnete somit die zweitgrößte Wachstumsrate der letzten 80 Jahre. Die größte Volkswirtschaft der Welt befindet sich somit nur noch neun Prozent von dem Vorkrisenniveau entfernt, welches bereits in diesem Jahr erreicht werden könnte. Der US-amerikanische Präsident hat neben dem bestätigten 1,9 Billionen US-Dollar schweren Stimuluspaket zwei weitere Pläne (Infrastrukturplan und Familienplan) präsentiert.

Die positiv ausgefallenen Konjunkturdaten und starken Gewinne der Großkonzerne im ersten Quartal trieben die Wall Street erneut auf Allzeithöhen. Der Börsenleitindex S&P500 konnte sich sogar zum ersten Mal über die 4200 Marke kämpfen, während die Aktienmärkte in Europa leicht geschwächt aus dem Handel gingen. Und dies, obwohl sich der Konsumklimaindex der Kommission auf das höchste Niveau seit 2018 festigte, angetrieben durch den Anstieg des Vertrauens der Industriebranche auf ein Allzeithoch im April. An den Rohstoffmärkten trieben Investoren in Asien gestern den Kupferpreis erneut nach oben. Zum ersten mal seit 2011 war der Preis über die 10.000 US-Dollar Marke geklettert.

Währungsüberblick

USD – Der US-Dollar-Index und die europäische Gemeinschaftswährung gingen beide kaum verändert aus dem Handel. Die positive Datenlage aus den Vereinigten Staaten hob die US-Renditen nur marginal an und wurde an den Währungsmärkten somit kaum wahrgenommen. Auf die Woche gesehen könnte der US-Dollar die dritte wöchentliche Abwertung infolge verzeichnen.

JPY – EUR/JPY hat in dieser Woche die seit Anfang 2020 bestehende Aufwärts-Dreiecksformation durchbrochen und nähert sich nun der 3-Jahres-Barriere bei 133,20. Der Abverkauf sicherer Währungen (Dollar, Yen und Franken) bleibt somit ein bestehendes Thema an den Märkten, welches durch die positiven Datenveröffentlichungen und die Kapitalverlagerung in risikoreichere Währungen untermauert wird. 

SEK – Die schwedische Wirtschaft hat sich im ersten Quartal stärker als erwartet entwickelt. Das Wachstum von 1,1 Prozent lag über der Konsens-Prognose von 0,5 Prozent. Dies könnte die Zinssenkungsdebatte innerhalb der Riksbank fürs Erste still legen. Der schwedischen Krone hat dies jedoch nichts genützt. EUR/SEK wertet zum ersten Mal in dieser Woche auf und entfernt sich somit erneut vom psychologischen Niveau von 10,00.

Globale Risikoereignisse des Tages

CH: Einzelhandelsumsätze (08:30)

CZ: BIP (09:00)

DE: BIP (10:00)

PL: Inflation (10:00)

CH: Thomas Jordan meldet sich zu Wort (10:00)

EZ: Inflation und BIP (10:00)

US: Inflation und Verbrauchervertrauen (14:30; 16:00)


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