Wöchentliche Marktberichte

Apr 27, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Zinsentscheidung in Japan, Schweden und Ungarn

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Einen Tag vor der US-amerikanischen Zinsentscheidung ist eine leichte Unsicherheit an den Märkten zu spüren. Geldpolitische Kurswechsel in Bezug auf den Leitzins und das Anleihenkaufprogramm sind zwar nicht erwartet. Jegliche Anzeichen einer früher als erwarteten Reduktion der Liquidität seitens der Notenbank könnten jedoch negativ von internationalen Investoren aufgefasst werden. Umfragen von Bloomberg zufolge gehen die meisten Ökonomen von einer Liquiditätsreduktion gegen Ende des Jahres aus. Die Konsens-Prognose bleibt jedoch volatil und an den Wirtschafts- und Inflationspfad der Vereinigten Staaten gebunden.

Die Rohstoffmärkte kommen nur schleppend in die neue Woche. Das Sentiment wird von den exponentiell steigenden Infektionsraten in Schwellenländern wie Indien und Brasilien getrübt und scheint sich nun auch im fallenden Ölpreis widerzuspiegeln. Indes erwarten sich Investoren neue Erkenntnisse über die Entwicklung der US-Großkonzerne, welche in dieser Woche ihre Gewinne der ersten drei Monate des Jahres veröffentlichen. Die Bilanzsaison wurde in den vergangenen Quartalen aufgrund der Pandemie in den Hintergrund gestellt. Nun wird dem Ereignis deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt, insbesondere aufgrund der bereits in den Bewertungen eingepreisten hohen Erwartungen.

In Deutschland machen sich die dritte Infektionswelle und die Engpässe in den globalen Lieferketten in der Gemütslage der Unternehmer bemerkbar. Dies war jedoch nicht genug, um den Ifo Geschäftsklimaindex im April nach unten zu drücken. Das Stimmungsbarometer festigte sich im April zum dritten Mal infolge auf das höchste Niveau seit Juni 2019. Laut dem Bundesministerium sollte die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 3,5 Prozent wachsen. Kurzfristig bleibt die Industrie der Hoffnungsschimmer und Träger der Wirtschaft. Ab dem zweiten Halbjahr könnte der Dienstleistungssektor über die Lockerung der Sperrmaßnahmen und die gestiegenen Sparquoten auch erheblich zum Wirtschaftswachstum beitragen.

Währungsüberblick

EUR – Die Gemeinschaftswährung treibt zu Beginn der Woche vor sich hin und ging letztlich leicht geschwächt aus dem Handel. Das psychologische Niveau um EUR/USD 1,20 sollte vor der US-Zinsentscheidung im Auge behalten werden. Im heutigen Fokus liegt die Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens, welches sich laut Prognosen auch im April gegenüber dem Vormonat festigen konnte.

CNH – Wenige Tage vor dem April-Treffen des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas und eine Woche nach der Zinsentscheidung der PBoC bleibt der Yuan sensibel auf neue Schlagzeilen. Nach vier wöchentlichen Abwertung gegenüber dem Euro infolge ging EUR/CNH heute geschwächt in die neue Woche. Die Bewegungsspanne für diese Woche ist zwischen 7,80 und 7,90 gesetzt.

AUD – Prozyklische Währungen wie AUD, CAD, BRL und TRY konnten von einem stabilen US-Dollar und leicht schwächeren Euro profitieren und verzeichnen positive Wochenauftakte. Die steigende Nachfrage aus China und die angebotsseitigen Engpässe haben den Preis für Eisenerz jüngst auf neue Höhen getrieben. Dies hat wiederum den australischen Dollar beflügelt, welcher im Februar ein 2-Jahres-Hoch gegenüber dem Euro fand.

Globale Risikoereignisse des Tages

JP: BoJ Zinsentscheidung (05:00)

SW: Riksbank Zinsentscheidung (09:30)

HU: NBH Zinsentscheidung (14:00)

US: Verbrauchervertrauen (16:00)


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