Wöchentliche Marktberichte

Apr 20, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Ruhiger Wochenauftakt an den Märkten

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die japanischen Exporte sind im März um 16,1 Prozent auf 7,38 Milliarden Yen gestiegen und somit deutlich stärker als im Vorhinein erwartet. Die Expansion war die stärkste seit November 2017 und die zweitstärkste in den vergangenen 10 Jahren. Die Exporte nach China, Hongkong und Taiwan zogen im Jahresvergleich um 37, 15 und 13 Prozent an. EUR/JPY hängt derzeit an der psychologischen 130-Marke fest, welche gleichzeitig das zweieinhalbjährige Hoch definiert.

In der Zwischenzeit ist die Handelsbilanz der Eurozone im Februar deutlich gesunken. Die Leistungsbilanz lag in Dezember noch bei einem zweieinhalbjährigen Hoch von 46 Milliarden und stand im Februar nur noch bei 13,3 Milliarden Euro.  Der Optimismus am alten Kontinent bleibt jedoch trotz der anhaltenden Sperrmaßnahmen in weiten Teilen Europas vorhanden. Der Abverkauf deutscher Staatsanleihen spiegelt den besseren Wirtschafts- und Inflationsausblick klar wieder. Notierte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zum Höhepunkt der Coronakrise im März 2020 noch bei einem Allzeittief von 0,9 Prozent, müssen Investoren für das Halten der fixverzinsten Anleihen nur noch 0,2 Prozent zahlen. Dies ist die höchste Rendite seit Anbeginn der Krise.

Der vierte wöchentliche Anstieg der Renditen korreliert hierbei stark mit der Erholung der Gemeinschaftswährung, welche sich in dem gleichen Zeitraum von EUR/USD 1,18 auf die 1,20 Marke kämpfen konnte. Das Narrativ, dass die bisherige unterdurchschnittliche Entwicklung der europäischen Volkswirtschaft bereits in den Wechselkursen eingepreist ist, spielt für die Erklärung der jüngsten Bewegungen ebenfalls eine Rolle. Nichtsdestotrotz bleiben die Märkte hochsensibel auf jegliche Nachrichten der US-Amerikanischen Notenbank bezüglich eines Abzugs der lockeren Geldpolitik. Dies würde nämlich nicht nur die Schwellenländerwährungen negativ treffen. Auch die Gemeinschaftswährung könnte gegenüber dem Dollar und Franken unter Druck kommen. Über den genauen Zeitpunkt des Kurswechsels der Federal Reserve sind sich Ökonomen und Marktteilnehmer jedoch nicht einig, was die hohe Spanne der Zinsprognosen für die kommenden drei Jahre erklärt. 

Währungsüberblick

GBP – Das britische Pfund profitiert auch weiterhin von der Annahme, dass Großbritannien den Sperrmaßnahmen schneller als die Eurozone entkommen wird. Der Fall der Währung auf ein 7-Woche-Tief gegenüber dem Euro wurde durch eine solide Nachfrage nach dem Pfund im Bereich um EUR/GBP 0,87 gedämpft. Die spekulativen Wetten weiterer Aufwertungen der britischen Währungen gegenüber dem US-Dollar, welche wöchentlich von der Commodity Futures Trading Commission veröffentlicht werden, konnten sich ebenfalls erneut festigen. In dieser Woche erwarten sich Marktteilnehmer Erkenntnisse über den Stand der britischen Wirtschaftserholung und blicken auf die Veröffentlichung von Arbeitsmarktdaten, der Inflation und den Einkaufsmanagerindizes.

CEE – Die tschechische Krone reagierte gestern kaum auf die diplomatischen Streitigkeiten zwischen Tschechien und Russland. Am Samstag wurden 18 russische Diplomaten des Landes verwiesen, nachdem die tschechische Regierung Spionagevorwürfe gegen zwei russische Spione vorgelegt hatte, welche an einer Explosion im Jahr 2014 beteiligt gewesen sein sollten. Die russische Regierung ließ nicht lange auf eine Antwort warten und wies  20 tschechische Botschaftsmitarbeiter aus.

CNH – Die europäische Gemeinschaftswährung drang gestern über das Niveau 7,83 vor und scheint somit den seit August 2020 anhaltenden Abwärtstrend brechen zu wollen. Geopolitische und diplomatische Anspannungen bleiben die größten Einflussfaktoren auf den chinesischen Yuan.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • Keine wichtigen Veröffentlichungen


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