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Wöchentliche Marktberichte

Apr 15, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Positiver Auftakt der Bilanzsaison

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die Eurozone befinden sich trotz der anhaltenden Sperrmaßnahmen am Erholungsweg. Nichtsdestotrotz fallen die Wachstumsprognosen für die Binnenwirtschaft deutlich schwächer aus als für die asiatischen und die US-amerikanische Volkswirtschaft. Schwächere fiskalpolitische Unterstützung der Regierungen und das suboptimale Krisenmanagement haben ihre Spuren hinterlassen. Das erwartete unterdurchschnittliche Wirtschaftswachstum der Eurozone hat den Euro jüngst gegenüber dem Dollar belastet. Mittelfristig gibt es jedoch Faktoren, welche der Eurozone zugutekommen könnten.

Laut den jüngsten Echtzeitindikatoren scheint sich die Binnenwirtschaft auf die Sperrmaßnahmen anzugewöhnen. Obwohl die Schärfe der Lockdowns in Europa beinahe so hoch ist wie im April und Mai des vergangenen Jahres, läuft die wirtschaftliche Aktivität um einiges besser. Google Mobilitätsdaten und die auf den Straßen befindlichen Gütertransporter sind einige der Echtzeitindikatoren, welche auf einen schwächeren Effekt der Sperrmaßnahmen auf die Wirtschaft deuten. Das gleiche Bild skizziert uns auch der von der OECD veröffentlichte Index der Wirtschaftsaktivität, welcher im ersten Quartal relativ stabil geblieben war. Das Tempo der Impfungen hat sich in den vergangenen Wochen ebenfalls beschleunigt, auch wenn die tägliche Anzahl der Impfungen weiterhin deutlich unter der US-amerikanischen liegt. Laut gestern veröffentlichten Berichten soll das Unternehmen Biontech die Lieferung an Europa doch nach vorne ziehen. Bis Ende Juni sollen es nun zusätzlich 50 Millionen Impfdosen mehr werden.

Die globalen Börsen hielten sich indes relativ konstant auf den jüngst erlangten Allzeithöhen, auch wenn der US-amerikanische SP500 und deutsche DAX leicht schwächer aus dem Handel gingen. Als Gewinner des vergangenen Handelstagen galt der Börsenindex Dow Jones, welcher aufgrund der soliden Entwicklung der Großbanken deutliche Gewinne verzeichnen konnte. Die Gewinne des Investmenthauses JPMorgan Chase stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres um das Fünffache. Noch besser schloss Goldman Sachs mit einer Versechsfachung der Nettogewinnen im ersten Quartal ab. Investoren deuteten dies als einen positiven Auftakt in die Earnings Saison, in welcher Unternehmen ihre Bilanzen des vorigen Quartals offenlegen.

Währungsüberblick

USD – Der seit Juli 2020 anhaltende Abverkauf US-amerikanischer Staatsanleihen hat jüngst an Fahrt verloren, nachdem die zehnjährigen Renditen ein 13-Monats-Hoch bei 1,760 Prozent gefunden hatten. Die fürs Erste zurückgekehrte Nachfrage nach fix verzinsten Anleihen ließ die Renditen und den US-Dollar leicht sinken. Auf handelsgewichteter Basis befindet sich die Leitwährung auf einem 1-Monats-Tief. Die Entwicklung festigt somit die Annahme, dass die Renditenentwicklung an den Märkten weiterhin das Tempo angibt.

CHF – Wie vor einigen Monaten angemerkt scheint sich der Schweizer Franken an die Bewegungen der deutschen Staatsanleihen zu halten. Eine geringere Nachfrage nach sicheren Anlagen sorgte für einen Anstieg der deutschen Renditen und zog den Franken gegenüber dem Euro nach unten. EUR/CHF verzeichnete die größte Aufwertung seit dem 23. Februar, als das Niveau 1,09 zum ersten Mal seit Dezember 2019 durchstoßen wurde. Die Barriere um 1,1050 wird nun ins Visier genommen.

EM – Der erste große Test der Woche für Schwellenländerwährungen wurde überstanden. Obwohl der monatliche Anstieg der US-Inflation der größte der letzten achteinhalb Jahre war, scheint das schwache Wachstum der Kerninflation die Erwartungen eines zu schnellen Rückzugs der lockeren Geldpolitik in den Vereinigten Staaten gedämpft zu haben. Dies bot risikoreicheren G10 Währungen wie dem australischen und neuseeländischen Dollar und EM-Währungen wie dem chinesischen Yuan und russischen Rubel Rückenwind.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • PL: Inflation (10:00)
  • US: Einzelhandelsumsätze (14:30)
  • US: Industrieproduktion (16:00)


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