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Apr 13, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Börsen kommen nicht vom Platz

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Kurz vor der mit Anspannung erwarteten Veröffentlichung der US-Inflation und der Auktion der Staatsanleihen notiert der Dollar tiefer. Das amerikanische Finanzministerium wird in dieser Woche versuchen Schulden im Wert von knapp 270 Milliarden US-Dollar an den Märkten zu platzieren. Bei einer geringeren Nachfrage nach den Schuldscheinen könnten die Renditen wieder anziehen und den Dollar mit sich reißen. Davor stehen jedoch Inflationsdaten an der Tagesordnung. Laut Konsensus-Prognose gehen die Märkte von einem Anstieg der Teuerung auf 2,5 Prozent im März aus. Noch im Vormonat notierte die Inflation bei 1,7 Prozent. Der gestern von der New York Fed veröffentlichte umfragenbasierte Index für die 3-jährigen Inflationserwartungen der Konsumenten festigte sich indes auf ein 7-Jahres-Hoch.

James B. Bullard, der Präsident der Fed-Zweigstelle in St. Louis, deutete bei dem jüngsten Gespräch darauf hin, dass eine potenzielle Reduktion der Liquidität erst mit dem Erreichen der Herdimmunität in den Staaten realistisch wäre. Diese Aussage ist jedoch alles andere als der Konsensus der Notenbank, zumal bereits in drei bis vier Monaten mehr als 70 Prozent der US-Bevölkerung laut Kalkulationen von Bloomberg geimpft sein könnte. Am Abend melden sich weitere Fed-Währungshüter zu Wort (18:00 und 21:15). Hierbei ist auf Inflationsbezogene Äußerungen zu achten. Die Börsen konnten von dem schwachen Wochenauftakt der Leitwährung nicht profitieren. Die Aktienleitindizes in Europa und den Vereinigten Staaten kommen nicht vom Platz und notieren somit knapp unter den jüngst gesetzten Allzeithöhen.

An der Wirtschaftsfront verzeichneten die europäischen Einzelhandelsumsätze im Februar einen Anstieg von 3 Prozent zum Vormonat. Der jährliche Vergleich fiel somit ebenfalls besser aus, auch wenn die Umsätze gegenüber dem Februar des vergangenen Jahres um 2,9 Prozent gesunken waren. Heute fällt der Fokus auf die europäische und deutsche Konjunkturerwartungen,  welche vom Mannheimer ZEW veröffentlicht werden. In Asien stieg die indische Inflation stärker als erwartet um 5,52 Prozent, während das breitere Kreditwachstum in China leicht abschwächte. Die Geldmenge ist im Vorjahresvergleich um 9,4 Prozent gestiegen und somit schwächer als erwartet.

Währungsüberblick

EUR – Die Gemeinschaftswährung schloss am Freitag die beste Woche seit Ende November ab und konnte sich an dem leichten Schwächeanfall des Dollars beglücken. Der Wochenauftakt fiel jedoch aufgrund der fehlenden Datenlage und schwachen Bewegungen an den breiteren Finanzmärkten  verhalten aus. EUR/USD hielt sich knapp über dem Niveau 1,19.

EM – Die zwei größten Volkswirtschaften der Welt werden laut den jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds mehr als ein Drittel des Weltwirtschaftswachstums bis 2025 generieren. Nichtsdestotrotz bilden China und die USA auch die größten kurzfristigen Risiken für Schwellenländer ab. Ein potenziell anhaltender Anstieg der US-Renditen und des Dollars und der graduelle Entzug der lockeren Geldpolitik in China könnten das Sentiment in der Peripherie nach unten drücken. Ob dies reicht, um die attraktiven Währungsbewertungen und positiven Renditen zu überschatten bleibt fürs Erste noch offen.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Konjunkturerwartungen (11:00)
  • EZ: Konjunkturerwartungen (11:00)
  • US: Inflation (14:30)


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