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Mrz 31, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Europäische Börsen ziehen an – Euro fällt

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Der US-amerikanische Präsident Joe Biden kündigte gestern eine Beschleunigung der Impfstoffimplementierung an, im Rahmen welcher mehr als 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung bis zum 19. April impfberechtigt wäre. Dabei sollen den Bürgern Impfmöglichkeiten im Umkreis von acht Kilometern geboten werden. In Verbindung mit der anhaltend positiven wirtschaftlichen Datenlage treiben die neuen Entwicklungen risikoreiche Anlagen in die Höhe.

Die zehnjährigen US-Staatsanleihen erreichten in der Spitze sogar das 1,77-Prozent-Niveau und somit das höchste Niveau seit Januar 2020. Der deutsche Dax festigte sich den vierten Tag infolge auf ein neues Allzeithoch und knackte zum ersten Mal in seiner Geschichte die 15.000-Marke. Wie bereits erwähnt bot die jüngste Datenlage den Börsen trotz der dritten Infektionswelle in Europa deutlichen Rückenwind. Wie im Vorfeld erwartet festigten sich die Verbrauchervertrauen in der Eurozone und den Vereinigten Staaten im März. In der Zwischenzeit machte sich auch der globale Preisdruck am alten Kontinent bemerkbar. Der deutsche Verbraucherpreisindex stieg im März um 1,7 Prozent und somit so schnell wie seit einem Jahr nicht mehr.

Der breitere europäische Börsenindex hat nun sein Vorkrisenniveau ins Visier genommen, welches nur noch 0,6 Prozent entfernt liegt. Angetrieben von Industriewerten und dem von den steigenden Renditen profitierenden Bankwesen konnte sich der Stoxx 600 in den vergangenen fünf Monaten um 25 Prozent festigen. Die Börsen profitieren dabei auch von der stärker als erwarteten Wirtschaftserholung der beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Die monatliche Handelsbilanz der Vereinigten Staaten befinden sich auf Allzeithöhen. Die Nachfrage nach europäischen und asiatischen Gütern ist hoch und treibt die Preise nach oben. Nichtsdestotrotz erlebt der US-Dollar, insbesondere seit Jahresbeginn, ein neues Comeback. Dies könnte bei einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung Schwellenländerwährungen weiter unter Druck setzen, trotz der bereits schwachen Entwicklung im ersten Quartal 2021.

Währungsüberblick

EUR – Die kurzfristigen Schicksale der europäischen Börsen und des Euro haben sich vorerst voneinander abgekoppelt. Ob die Gemeinschaftswährung ihren Aufwärtstrend mittelfristig wieder aufnehmen können wird, bleibt insbesondere von der Geldpolitik der EZB und der Impfkampagne der Union abhängig.

USD – Der US-Dollar profitierte auch gestern erneut von einem höheren Zinsumfeld, welches die Leitwährung nach oben trieb.  Der handelsgewichtete US-Dollar-Index wird den März somit mit der dritten monatlichen Aufwertung infolge beenden. Die sechsjährige Unterstützungslinie bei 89,00 hat im Januar gehalten und ein vorzeitiges Tief der Währung signalisiert.

GBP – Obwohl sich das britische Pfund seit dem Brexit-Referendum wie eine prozyklische und risikosensible Anlage verhalten hat, wurde die Währung von den risk-off Kapitalflüsse der vergangenen Wochen verschont. Die Annahme einer rasanten Implementierung der Impfstoffkampagne und eine überdurchschnittlich schnelle Öffnung der Wirtschaft treibt die jüngste Stärke des Pfunds. EUR/GBP verzeichnete vor diesem Hintergrund die sechste monatliche Abwertung infolge und blickt nun auf das Niveau um 0,85.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • UK: Bruttoinlandsprodukt (08:00)
  • DE: Arbeitslosenquote (09:55)
  • EZ: Kerninflation (11:00)
  • US: ADP Arbeitsmarktbericht (14:15)


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