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Wöchentliche Marktberichte

Mrz 29, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Vorbereitungen auf das Quartalsende

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

An den europäischen Börsen werden die Sorgen über die dritte Infektionswelle am alten Kontinent von dem Optimismus über die Weltwirtschaftserholung überschattet. Und auch wenn der heimische Konsum noch einiges zum Aufholen hat, haben sich insbesondere die exportorientierten Volkswirtschaften von der globalen Nachfrage nach deutschen, holländischen und französischen Gütern beflügeln lassen.

Dies zeigte sich in der vergangenen Woche an diversen Stimmungsbarometern und Umfragen. Zu Beginn der Woche deutete der Einkaufsmanagerindex auf die größte monatliche Expansion des verarbeitenden Gewerbes in derEurozone und Deutschland aller Zeiten. Der am Freitag veröffentlichte deutsche Geschäftsklimaindex festigte sich im März auf das höchste Niveau seit Juni 2019, angetrieben durch die hohe Güternachfrage aus den Vereinigten Staaten und China. In den ersten zwei Monaten des neuen Jahres ist die chinesische Industrieproduktion auf Jahresbasis um 179 Prozent gestiegen. Dies spiegelt natürlich die niedrigen Vorjahresniveaus wider. Doch auch im Vergleich mit dem Jahr 2019 stehen die Profite des Industriesektors um knapp 70 Prozent besser dar.

Die starke Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt könnte sich als ein Hoffnungsschimmer für die angeschlagenen Schwellenländer etablieren, deren Währungen jüngst von den steigenden US-Renditen unter Druck gesetzt worden waren. Investoren wägen seit Wochen die Folgen eines stärkeren US-Dollars und die schwache Impfstoffimplementierung in der Peripherie gegen die günstige Aktien- und Währungsbewertung in den jeweiligen Ländern ab.

Die Volatilität an den Währungsmärkten war am Freitag jedoch geringer als die Schwankungsbreite an den Aktienmärkten. Im Rahmen der Kapitalverlagerung zum Quartalsende verkaufen diverse institutionelle Investoren einen Teil der Anlagen, welche sich in den vergangenen drei Monaten überdurchschnittlich entwickelt haben. Anlagen wie Staatsanleihen, welche ein historisch katastrophales Quartal hinter sich brachten, könnten hingegen wieder ins Portfolio aufgenommen werden. Das bekannte Investmenthaus Goldman Sachs Group Inc. verkaufte allein am Freitag im Rahmen der Neuallokation Aktien im Wert von rund 10,5 Milliarden US-Dollar.

Den Höhepunkt der neuen Woche wird wohl die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag definieren. Davor stehen jedoch die deutsche Inflation und das US-Verbrauchervertrauen am Dienstag und der Einkaufsmanagerindizes für die Vereinigten Staaten und die Eurozone an der Ordnung.

Währungsüberblick

EUR – Die positive Entwicklung am Freitag konnte den Euro auf Wochenbasis nicht in den grünen Bereich retten. Die fortlaufende Wirtschaftserholung in den Vereinigten Staaten hat dem US-Dollar jüngst Rückenwind geboten und risikoreicheren Währungen den Wind aus den Segeln genommen. EUR/USD notiert nun knapp über 1,1750 und könnte bei einem Unterlaufen das Niveau 1,1650 ins Visier nehmen. An der Oberseite bleibt 1,20 relevant.

PLN – Der polnische Zloty bleibt im regionalen Vergleich auch weiterhin die schwächste Währung Zentraleuropas. Die Abwertung des Zloty auf ein 12-Jahres-Tief ist dabei nicht nur durch die schwache Nachfrage nach Schwellenländerwährungen zurückzuführen. Heimische Probleme wie die hohe Infektionsrate und das niedrige Zinsniveau in Polen setzten den Zloty unter Druck. In zwei Wochen wird ebenfalls ein Gerichtsurteil über das bislang ungelöste Problem rund um die in Franken denominierten Schulden polnischer Haushalte gefällt, welches den Bankensektor stark beeinflussen könnte.

HUF – Der ungarische Forint beendete am Freitag seine beste Woche seit der ersten Novemberwoche des vergangenen Jahres, nachdem EUR/HUF auf Resistenz im Bereich des Allzeithochs (369,45) gestoßen war.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • Keine wichtigen Datenveröffentlichungen


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