Wöchentliche Marktberichte

Mrz 26, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

US-Dollar im Aufwärtstrend

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Das deutsche Konsumentenklima befindet sich seit Beginn der Pandemie im negativen Bereich. Nichtsdestotrotz gab es in den letzten zwei Monaten Verbesserungen zu verzeichnen. Das Stimmungsbarometer des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK festigt sich auf das höchste Niveau seit November 2020. Als Leitindikator sollte die Erholung jedoch nicht interpretiert werden, zumal die verlängerten Sperrmaßnahmen in Europas größter Volkswirtschaft sicherlich mit erneuten Rücksetzern im Konsumentenklima begleitet werden könnten.

Der US-Dollar profitierte indes von positiven Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. Die Anzahl der wöchentlichen Anmeldungen für Arbeitslosenunterstützung ist im März auf ein 1-Jahres-Tief gefallen. In der Woche bis zum 19. März haben sich knapp 684 Tausend Menschen für die Hilfen angemeldet. In der Zwischenzeit zeigte die gestrige Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2020 auf eine besser als erwartete Entwicklung der US-Wirtschaft. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres festigte sich das BIP um 4,3 Prozent, nach einem 33,4-prozentigen Anstieg im Vorquartal. Für das gesamte Jahr 2020 fiel die wirtschaftliche Kontraktion trotzdem auf das höchste Niveau seit dem Zweiten Weltkrieg (3,5 Prozent). Der handelsgewichtete US-Dollar-Index fand nach einer erneuten Aufwertung ein 4-Monats-Hoch. Die globalen Börsen konnten davon jedoch nicht profitieren und bewegten sich gestern kaum vom Platz. Trotz der weiterhin anhaltenden Blockade der Schiffspassage im Suezkanal gaben die Ölpreise einen Teil der Vortagsgewinne ab.

Die größten Impulsgeber am heutigen Tag werden wohl erneut Wirtschaftsveröffentlichungen sein. Im Fokus steht das Ifo Geschäftsklima (10:00), die US-amerikanische Inflation (13:30) und das Verbrauchervertrauen (15:00).

Währungsüberblick

EUR – Die Lockdownmaßnahmen in Europa bestimmen derzeit den Narrativ rund um die Abwertung der Gemeinschaftswährung. EUR/USD fiel gestern den dritten Tag infolge und fand folglich ein viereinhalbmonatiges Tief.

CHF – Aufseiten der globalen Geldpolitik gab es ebenfalls neue Entwicklung im Rahmen der drei Zinsentscheidungen am gestrigen Tag. In der Schweiz sehen die Währungshüter den Franken weiterhin als „hoch überbewertet“ an, doch die Rhetorik rund um weitere Währungsinterventionen hat sich gelegt. Dies bedeutet zwar kein Ende der Eingriffe seitens der Notenbank. Vielmehr werden diese auf die weitere Wechselkursentwicklung angepasst. Die Geldpolitik wird auch weiterhin ultra-expansiv ausgerichtet sein. EUR/CHF verweilte nach der Entscheidung unverändert in der Nähe von 1,1050.

PLN – Der polnische Zloty fällt nach einer einmonatigen Talfahrt auf das niedrigste Niveau der letzten 12 Jahre und untermauert damit die Relevanz des regionalen Krisenmanagements für die Wechselkursentwicklung. Zentraleuropa weißt am Kontinent die höchsten Infektions- und Todesraten auf musste in den letzten Wochen erneute Restriktionen der Wirtschaft und Öffentlichkeit über sich ergehen lassen. In Verbindung mit dem während der Krise verlorenen Renditenvorteil bleiben die Währungen stark von dem globalen Risikosentiment abhängig. Dieses war insbesondere in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich gegen Schwellenländerwährungen gerichtet, welche unter den steigenden US-Renditen gelitten haben.

ZAR – Die südafrikanische Notenbank hielt gestern den Leitzins am Rekordtief von 3,5 Prozent. Die Wirtschafts- und Inflationsprognosen für dieses Jahr wurden nach oben revidiert. Die Ökonomen der Institution gehen nun von einem Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent und einer Inflation von 4,4 Prozent in 2021 aus. Nichtsdestotrotz scheinen laut der Notenbank weitere Zinssenkungen anzustehen. EUR/ZAR notiert knapp über dem wichtigen Unterstützungsniveau 17,27.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Ifo Geschäftsklimaindex (10:00)
  • US: Inflation (13:30)
  • US: Verbrauchervertrauen (15:00)
  • RU: Geschäftsklimaindex (17:00)


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