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Wöchentliche Marktberichte

Mrz 24, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Unstimmigkeiten zwischen Großmächten

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die geopolitischen und diplomatischen Anspannungen an der globalen Bühne sind mit dem Wahlsieg des neuen US-amerikanischen Präsidenten nicht verschwunden. Ein Testament für die anhaltende Unsicherheit in der Beziehung zwischen den Weltmächten kam diese Woche in Form von Sanktionen an die Oberfläche. Die Biden-Administration verhängt mit Großbritannien, Kanada und der Europäischen Union neue Maßnahmen gegen einige Mitglieder der kommunistischen Partei Chinas und Institutionen aufgrund der schlechten Behandlung der Uiguren-Minderheit in der Provinz Xinjiang. Chinas Antwort ließ nur wenige Stunden auf sich warten. Peking verkündete am späten Montagabend einen Vergeltungsschlag und stellte zehn europäische Politiker und vier Einrichtungen auf die Sanktionsliste. Bereits vor einigen Wochen hatten sich die Europäische Union und die Vereinigten Staaten für neue Sanktionen gegen Russland entschieden. Dies könnte die Allianz der osteuropäischen Nation mit China festigen.

In der Zwischenzeit droht Brüssel Großbritannien mit einem Exportstopp aller innerhalb der Union produzierten AstraZeneca-Impfstoffe. Die Entscheidung könnte bereits heute von der Exekutive der Europäischen Union getroffen werden. Der britische Premierminister warnte bereits im Vorfeld vor einer Rückkehr zum Protektionismus in Sachen Impfstoffverteilung. An der Datenfront gab es keine großen Wirtschaftsveröffentlichungen. In Südamerika fiel das brasilianische Verbrauchervertrauen erneut auf ein 10-Monats-Tief, begründet durch die schwache Implementierung der Impfstoffkampagne und der weiterhin hohen Arbeitslosenquote von 13,9 Prozent. In Polen verharrte die Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent und befindet sich somit weiterhin auf einem 3-Jahres-Hoch. Indes sorgten schwache Wetterbedingungen für weniger Immobilienkäufe in den Vereinigten Staaten. Die Anzahl verkaufter Einfamilienhäuser rutschte im Februar um 18,2 Prozent zum Vormonat auf nur 775 Tausend Stück.

Währungsüberblick

EUR – Die Ankündigungen neuer Sanktionen trieben risikoreichere Anlagen nach unten. Der Euro konnte sich gegen die meisten illiquideren Währungen durchsetzen, blieb gegenüber dem US-Dollar jedoch schwächer zurück. Die globale Leitwährung profitierte von der angeschlagenen Risikobereitschaft und wertete auf handelsgewichteter Basis um 0,5 Prozent auf.

TRY – Die Anspannungen an den türkischen Märkten bleiben wenige Tage nach der Kündigung des Notenbankpräsidenten weiterhin bestehen. Die Lira notierte gestern knapp neun Prozent unter dem letztwöchigen Schlusskurs. Die türkischen Börsen konnten sich gestern zum ersten Mal in fünf Tagen festigen, verweilen jedoch weiterhin deutlich unter den Niveaus vor der Ankündigung (-14,5 Prozent).

HUF – Die ungarische Notenbank scheint den globalen Inflationsstieg als ein temporäres Phänomen zu sehen und bleibt vor diesem Hintergrund der bestehenden lockeren Geldpolitik treu. Keine Veränderungen der Leitzinsen wurden vorgenommen, auch wenn die Inflationsdaten in den nächsten Monaten weiterhin genau beobachtet werden können. Trotz der ganz klaren Präferenz zur Niedrigzinspolitik bleibt Spielraum für mögliche Zinsstraffungen gegen Ende diesen Jahres. Dies hielt den Forint gestern über Wasser. Der polnische Zloty und die tschechische Krone gingen geschwächt aus dem Handel. Der regionale Fokus fällt nun auf die Zinsentscheidung in Tschechien.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Einkaufsmanagerindex (09:30)
  • EZ: Einkaufsmanagerindex (10:00)
  • GB: Einkaufsmanagerindex (10:30)
  • CZ: Zinsentscheidung (14:30)
  • US: Jerome Powell spricht (15:00)
  • EZ: Verbrauchervertrauen (16:00)


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