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Wöchentliche Marktberichte

Mrz 10, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Tech-Aktien verhelfen Wall Street nach oben

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die gestrige Stabilisierung der langfristigen Staatsanleihenrenditen und der Rücksetzer des US-Dollars trieben Investoren erneut in Technologiewerte und prozyklische Anlagen. Einen Tag nachdem der tech-lastige Nasdaq Composite in den kontraktionären Bereich gefallen war – definiert als zehnprozentiger Fall seit dem letzten Hoch – schnellte der Börsenindex mit einem täglichen Gewinn von 3,8 Prozent nach oben. Investoren scheinen die jüngsten Einbrüche somit als Einkaufsmöglichkeit gesehen zu haben, wobei insbesondere Aktien der Unternehmen Tesla, Paypal und Nvidia davon profitieren konnten.  Der Nasdaq war in seiner gestrigen Rally keineswegs im Alleingang unterwegs. Der prozyklische US-amerikanische Dow Jones Börsenindex ging den dritten Tag infolge gestärkt aus dem Handel und fand gestern sogar ein Allzeithoch. Anlagen in der Peripherie genossen eine breit angelegte Nachfrage, welche die Montagsverluste der meisten Schwellenländerwährungen neutralisierte. Der schwächere US-Dollar bot wiederrum Gold eine Verschnaufpause.

Der Preis des Edelmetalls festigte sich um 2,10 Prozent und verzeichnete somit die größte tägliche Aufwertung seit dem 04. Januar. Kupfer reagierte indes weniger auf die Bewegungen an den Börsen und wurde stattdessen von der Entwicklung in China, dem größten Metallkonsumenten, dominiert. Das relativ verhaltene Wirtschaftswachstumsziel der chinesischen Regierung für dieses Jahr scheint Investoren ein Indiz für eine baldige Reduktion der geldpolitischen Stimulusmaßnahmen in China zu sein. Jüngste Äußerungen von hochrangingen Politikern und der Notenbank lassen darauf deuten, dass sich die Entscheidungsträger über die hohe heimische Verschuldung im Klaren sind und diese stetig aber sicher stabilisieren möchten. Eine überhitzte Volkswirtschaft wolle die Notenbank um jegliche Kosten verhindern. Dies trieb den Kupferpreis in den vergangenen Wochen um zehn Prozent nach unten, genauso wie den Shanghai Börsenindex.

In der Zwischenzeit hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ihre Prognose für das diesjährige Weltwirtschaftswachstums nach oben revidiert. Gingen die Ökonomen der OECD im Dezember 2020 noch von einem 4,2-prozentigen Wachstum aus, sollen es nun 5,6 Prozent werden. Die Aufhellung des Ausblicks kann größtenteils auf die besser als erwartete Entwicklung in den Vereinigten Staaten (5,1%) und China (7,8%) zurückgeführt werden. Für die europäische Binnenwirtschaft prognostiziert die Organisation ein Wachstum von 3,9 Prozent, gefolgt von 3,8 Prozent im Folgejahr.

Währungsüberblick

EUR – Das Währungspaar EUR/USD prallt nach der vierten täglichen Abwertung infolge von dem 200-tägigen gleitenden Durchschnitt bei 1,1830 ab und geht gestärkt aus dem Handel. Der seit Juli anhaltende Aufwärtstrend wurde jedoch durchbrochen und somit bleibt der Euro angeschlagen, solange sich das Währungspaar unter 1,20 befindet.

USD   Der jüngste Anstieg der Staatsanleihenrenditen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, ließ die Frage aufkommen, wieviel Potenzial die Aufwärtsbewegung aufweist. Das bestätigte US-Fiskalpaket könnte den Renditen aufgrund der erwarteten Schuldenemission sicherlich Druck nach oben machen. Ein Gegenargument findet sich jedoch in der ausländischen Nachfrage nach US-Staatsanleihen. Die Attraktivität dieser Anlagen für private und institutionelle Investoren in Europa und Japan ist auf währungsabgesicherter Basis so hoch wie seit Jahren nicht mehr.  

CEE – Zentraleuropäische Währungen profitierten von der Stabilisierung des EUR/USD Wechselkurses und der erneut eingesetzten Kapitalrotation in risikoreichere Anlagen. Der Zloty (+0,50), die Krone (+0,80) und der Forint (+0,30) gehen allesamt gestärkt aus dem Handel.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • CA: Zinsentscheidung (16:00)
  • US: Inflation (16:30)


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