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Wöchentliche Marktberichte

Mrz 04, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Renditen bestimmten das Geschehen

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Ein Großteil der Konjunkturdaten für den Februar wurden während der letzten Woche veröffentlicht. Und auch wenn noch einige Veröffentlichungen ausstehen, kann im Hinblick auf die Echtzeit- und Leitindikatoren ein erstes Fazit für den Monat und das erste Quartal im Gesamten gezogen werden. Aufgrund der feiertagsbedingten Lockerung der Sperrmaßnahmen in den Wochen vor Weihnachten genossen diverse Volkswirtschaften einen kurzfristigen Boom. Das deutlich stärker als erwartete Bruttoinlandsprodukt für die Eurozone im vierten Quartal steht als Testament für die weihnachtliche Kauflaune der Konsumenten.

Mit steigenden Neuinfektionen sahen sich mehrere Regierungen, unter anderem auch im deutschsprachigen Raum, zu neuen Lockdownmaßnahmen gezwungen. Diese drückten das Sentiment der Konsumenten Ende Dezember und während des gesamten Januars nach unten und sorgten für einen schwachen Jahresauftakt. Einige dieser Verluste konnten im Februar teilweise wettgemacht werden. Das Momentum der Wirtschaftserholung weist somit wieder ein positives Vorzeichen auf, auch aufgrund der im Lockdown stark gebliebenen Industriebranche. Diese Tatsache wird die Eurozone voraussichtlich aber nicht vor einer Wirtschaftskontraktion im ersten Quartal schützen. Insbesondere aufgrund der weiterhin anhaltenden Sperrmaßnahmen am gesamten Kontinent.

Verlagert man die Aufmerksamkeit auf die Bewegungen des letzten Handelstages lässt sich ein gemischtes Bild erkennen. Renditen setzten ihren Weg nach oben weiter fort. Die zehnjährigen Staatsanleihenrenditen Deutschlands, Spaniens und Italiens festigten sich allesamt, angetrieben von höheren Inflationserwartungen. Die fünfjährigen US-amerikanischen Inflationserwartungen, abgeleiteten von inflationsgeschützten Staatsanleihen, schossen auf das höchste Niveau seit 2008.

Währungsüberblick

EUR – Die europäische Gemeinschaftswährung bleibt kurzfristig von der Entwicklung der Renditen dominiert. Die Aufwärtsbewegung deutscher Anleihenrenditen konnte dem Euro bislang nur gegenüber dem Franken Rückenwind verschaffen. EUR/USD bleibt von der Bewegung der US-Anleihen dominiert.

USD   Der US-amerikanische Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor bleibt im Februar im positiven Bereich, auch wenn die Expansion gegenüber dem Vormonat schwächer ausfiel als noch im Januar. Der handelsgewichtete US-Dollar-Index blieb von der Datenlage und den Sorgen über den Renditenanstieg unberührt und notierte somit beinahe unverändert zum Vortag bei DXY 90,88.

GBP Die gestrige Veröffentlichung des britischen Staatsbudgets war ein hochkarätiges Ereignis mit weitreichenden Implikationen. Die fiskalpolitische Unterstützung wird wie erwartet auch in diesem Jahr aufrechterhalten. Mit der Ausgabenerweiterung im Wert von 65 Milliarden Pfund steht die Unterstützung nun bei knapp 407 Milliarden Pfund. Es wird versucht die größte Kontraktion der britischen Wirtschaft in mehr als 300 Jahren mit dem größten Budgetdefizit seit dem Zweiten Weltkrieg zu bekämpfen. Das britische Pfund reagierte mit einer marginalen Aufwertung gegenüber dem Euro.

CEE – Die polnische Notenbank rüttelte wie erwartet nicht am Leitzins, welcher im Rahmen der Krisenbekämpfung im letzten Jahr auf ein Allzeittief von 0,1 Prozent gesenkt wurde. Die Inflation ist im Januar auf Monatsbasis 1,2 Prozent gestiegen und somit so schnell wie seit 2011 nicht mehr. Nichtsdestotrotz scheinen die Währungshüter kurzfristig keinen Richtungswechsel der Geldpolitik vorzusehen. Potenzielle Währungsinterventionen wurden bei der gestrigen Sitzung nicht ausgeschlossen. EUR/PLN wertete den fünften Tag infolge auf 4,5460 auf.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • EZ: Einzelhandelsumsätze (11:00)
  • US: Jerome Powell spricht (18:05)


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