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Feb 25, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Nachfrage nach Staatsanleihen abnehmend

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Deutschland hat sich in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres besser geschlagen als angenommen. Die größte Volkswirtschaft Europas ist im vierten Quartal 2020 laut dem Statistischen Bundesamt unerwartet um 0,3 Prozent gewachsen. Auf das gesamte Jahr gesehen fällt die Kontraktion somit auf 4,9 Prozent. Die positive Überraschung wird sich laut den jüngsten Leitindikatoren jedoch nicht in das erste Quartal ziehen können. Die ersten drei Monate werden sich wohl durch eine erneute Kontraktion der deutschen Wirtschaft auszeichnen und voraussichtlich die schwächste Periode des neuen Jahres ausmachen.

Der Jahresauftakt war in vielerlei Hinsicht ein einzigartiger. Die globale Kapitalrotationen aus sicheren Häfen in risikoreiche Anlagen, Währungen und Rohstoffe war eine der stärksten der letzten Jahre. Diverse Rohstoffpreise befinden sich auf mehrjährigen Höhen. Umfragen der Bank of America zufolge liegt die Risikobereitschaft auf dem höchsten Niveau des 21. Jahrhunderts. Vor diesem Hintergrund ist es nur wenig erstaunlich, dass sich globale Staatsanleihen auf gutem Weg befinden, den schwächsten Jahresauftakt seit 2015 hinzulegen.

Erwartungen eines positiven Wirtschaftsjahres und steigende Inflationen treiben Investoren aus den im vergangenen Jahr so begehrt gewesenen Staatsanleihen. Dies ließ die Preise der Anlagen fallen und trieb die Renditen nach oben. Diese Dynamik setzte sich auch am gestrigen Handelstag fort. Die zehnjährigen Staatsanleihenrenditen der meisten entwickelten Ländern gingen gefestigt aus dem Handel. Rohstoffe (Öl und Kupfer) und Edelmetalle (Gold und Silber) profitierten ebenfalls von dem gestrigen Umfeld. Der australische Dollar stieg gegenüber dem Euro auf das höchste Niveau seit Mai 2018, während EUR/GBP ein 1-Jahres-Tief und EUR/CHF ein 16-Monats-Hoch fanden.

Währungsüberblick

EUR – Die Gemeinschaftswährung vermeldet keine bemerkenswerten Entwicklungen und verweilt im Bereich um $1,2150. Die Seitwärtsbewegung zwischen 1,20 und 1,25 wird somit auch in dieser Woche fortgesetzt werden.

CHF Nach einigen Wochen der konstanten Seitwärtsbewegung gibt der Schweizer Franken doch noch der globalen Kapitalrotation und dem risikofreudigen Umfeld nach und verzeichnet vor diesem Hintergrund die siebte tägliche Abwertung infolge. EUR/CHF konnte sich seit dem vergangenen Dienstag bereits um mehr als zwei Prozent festigen. Ein Anstieg der deutschen Renditen, gekoppelt mit der aggressiven Geld- und Währungspolitik in der Schweiz treiben das Währungspaar nach oben.

GBP  Zum ersten Mal seit 2015 kann sich das britische Pfund gegenüber dem Euro neun Tage infolge festigen. Die sensationelle Rally der Währung kann, wie auch die Abwertung des Franken, durch das allgemein risikobereite Investitionsumfeld erklärt werden. Investoren scheinen die jüngsten Erfolge der britischen Impfstoffkampagne zu feiern. Dies verschafft sich in einem stärkeren Pfund Ausdruck.

CEE Investoren an den Börsen waren gestern in einer besseren Stimmung als die globalen FX-Händler. Obwohl sich die meisten Leitaktienindizes festigen konnten, bleibt die Aufwärtsbewegung der Schwellenländerwährungen aus. Zloty, Krone, Forint und Co. schwächen gegenüber dem Euro leicht ab. EUR/CZK notierte zum ersten Mal in drei Wochen erneut über 26,00, während EUR/PLN über 4,50 aufwertete.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: GfK Verbrauchervertrauen (08:00)
  • EZ: Verbrauchervertrauen (11:00)
  • US: Anmeldungen für Arbeitslosenunterstützung (14:30)


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