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Feb 23, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Rohstoffe und das britische Pfund als Inflationsprofiteure

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die souveräne Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes scheint die deutsche Wirtschaft resistenter gegen die negativen Folgen des Lockdowns gemacht zu haben. Der gestern vom Ifo Institut veröffentlichte Geschäftsklimaindex festigt sich im Februar um mehr als zwei Zähler auf einen Wert von 92,4. Auch die kommenden Monaten wurden von den befragten Unternehmern positiver wahrgenommen. Prognosen der Bundesbank zufolge sollte die Wirtschaft bereits in diesem Frühjahr an Fahrt aufnehmen. Doch die anhaltenden Abwärtsrisiken und neuen Infektionsmutationen scheinen die deutsche Regierung zu besorgen. Bereits zu Beginn der Woche hat die Regierung eine Ausweitung des diesjährigen Budgetdefizit um 50 Milliarden Euro, umgerechnet 1,5 Prozent des deutsche Bruttoinlandsprodukts, in Erwägung gezogen.

Rohstoffe bleiben auch weiterhin im Rahmen der Erwartungen einer steigenden Inflation und einer Erholung des Welthandels gefragt. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent notiert in der Nähe des 1-Jahres-Hochs ($64), während Kupfer so teuer ist wie seit zehn Jahren nicht mehr. Bei 20.000 US-dollar pro Tonne befindet sich der Nickelpreis ebenfalls auf einem 5-Jahres-Hoch. Vor diesem Hintergrund erwarten sich international Investoren neue Erkenntnisse von den heutigen Konjunkturdaten und politischen Geschehnissen. Neben der Veröffentlichung der europäischen Inflation und der ungarischen Zinsentscheidung steht das US-Verbrauchervertrauen an der Tagesordnung. Zur gleichen Zeit steht der Präsident der US-Notenbank Jerome Powell dem Parlament Rede und Antwort.

Währungsüberblick

EUR – Die europäische Gemeinschaftswährung konnte marginal von dem überraschend positiven Ergebnis des Ifo Stimmungsbarometers profitieren. Der deutsche DAX, wie auch die restlichen europäischen Börsenindikatoren, fallen der gestrigen Risikoscheue zum Opfer.

USD Die globale Leitwährung geht marginal geschwächt in die neue Woche und wertet auf handelsgewichteter Basis den dritten Tag infolge ab. Insbesondere gegenüber dem britische Pfund hat der Dollar stark an Wert verloren. Noch im März notierte GBP/USD auf einem 35-Jahres-Tief. In den vergangenen 10 Monaten konnte sich das Währungspaar jedoch um 23 Prozent festigen. Am gestrigen Handelstag erreichte das Pfund das höchste Niveau gegenüber dem Dollar seit April 2018.

CNH Der chinesische Yuan fällt den dritten Tag infolge gegenüber dem Euro, angetrieben durch saisonale Faktoren und die Möglichkeit einer Lockerung der Kapitalregulierung in China. Reuters zufolge soll chinesischen Investoren der Freibetrag für Investitionen im Ausland erweitert werden. Die Maßnahme könnte in der Theorie Anreize für Kapitalabflüsse schaffen und den Yuan schwächen.   

RUB – Kurz vor dem russischen Feiertag am Dienstag herrscht ein illiquider Handel, welcher sich in einem schwächeren Rubel Ausdruck verschafft. EUR/RUB wertet den dritten Tag infolge auf und notiert nun erneut über dem Niveau 90,00.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • EZ: Kerninflation (11:00)
  • HU: Zinsentscheidung (14:00)
  • US: Verbrauchervertrauen (16:00)
  • US: Feds Jerome Powell spricht (16:00)


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