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Wöchentliche Marktberichte

Feb 19, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Uneinheitliche Bewegungen an den Finanzmärkten

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Der gestrige Handelstag kann aufgrund der divergierenden Bewegungen einzelner Anlageklassen nicht durch einen Oberbegriff erklärt werden. Die allgegenwärtige Risikobereitschaft internationaler Investoren zog renditereichere Schwellenländerwährungen zwar nach oben. Und auch die Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen ließ gestern weltweit nach.

Die globalen Börsen können von dieser Tatsache jedoch kaum Profit schlagen. Schwache US-Konjunkturdaten zwingen die Wall Street in den negativen Bereich und lassen den globalen (MSCI Welt), amerikanischen (SP500) und den europäischen (Stoxx 600) Börsenindex leicht geschwächt zurück. Die marginalen Verluste werden der starken Performance der Aktienmärkte im Monat Februar jedoch nur eine kleine Delle verpassen. Konkret drückten die gestern veröffentlichten Anmeldungen für Arbeitslosenunterstützung und die Rücksetzer der Technologiewerte auf die Gemütslage.

In der Woche bis zum 13. Februar haben 861 Tausend Amerikaner staatliche Hilfsmittel beantragt, der zweite Anstieg zum Vormonat infolge. In der Zwischenzeit deutete der europäische Konsumklimaindex der Kommission auf eine weiterhin anhaltende trübe Stimmung. Der Indikator kann sich zwar zum Vormonat festigen. Im historischen Vergleich bleibt das Verbrauchervertrauen weit unter den Vorkrisenniveaus. Dies erkennt natürlich auch die europäische Notenbank, welche gestern ihre Protokolle der letzten Zinsentscheidung veröffentlicht hatte. Die Währungshüter bestätigten die Tatsache, dass sich die Inflation weiterhin auf niedrigen Niveaus befände und weit vom Inflationsziel entfernt sei. Dementsprechend bleiben die Risiken nach unten geneigt, insbesondere solange sich die Gemeinschaftswährung robust auf den hohen Niveaus hält.

Die heutige Aufmerksamkeit ist ganz auf die globalen Einkaufsmanagerindizes gerichtet. Das Stimmungsbarometer für das verarbeitende Gewerbe gilt als der beste Leitindikator für die allgemeine Entwicklung der Volkswirtschaft und wird heute für die Eurozone, Deutschland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten veröffentlicht. Der Datenpunkte könnte die jüngst herauskristallisierte Annahme der überdurchschnittlichen Wirtschaftserholung der USA untermauern oder anzweifeln lassen.

Währungsüberblick

EUR – Das Währungspaar EUR/USD prallt beinahe punktgenau von der psychologischen Untergrenze bei 1,20 ab und wertet nach Verlusten am Dienstag und Mittwoch wieder leicht auf.

GBP Das britische Pfund kann die jüngsten Gewinne weiter ausbauen und wertet den fünften Tag infolge auf. Die Unterstützung bei EUR/GBP 0,87 hat die Währung somit hinter sich gelassen und scheint nun die 0,86 ins Visier genommen zu haben.

AUD – Der australische Dollar befindet sich nach seiner knapp 22-prozentigen Rally (seit März 2020) bei einem wichtigen Niveau, welches in den kommenden Tagen getestet werden könnte. EUR/AUD befindet sich seit Mitte 2012 in einem Aufwärtstrendkanal mit der derzeitigen Untergrenze bei 1,545. Sollte das Währungspaar noch 30 Basispunkte aufwertet, könnte sich die Trendlinie in Gefahr befinden.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Einkaufsmanagerindex (09:30)
  • EZ: Einkaufsmanagerindex (10:00)
  • US: Einkaufsmanagerindex (15:45)


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