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Feb 18, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Der US-Konsument steht wieder auf den Beinen

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Das Rückgrat der größten Volkswirtschaft der Welt, der US-amerikanische Verbraucher, fängt das neue Jahr mit einer hohen Kauflaune an. Die Einzelhandelsumsätze sind im Januar den dritten Monat infolge um 5,4 Prozent gestiegen und verzeichneten somit den viertbesten Monat der vergangenen 30 Jahre. Zwei der restlichen vier Rekordmonate wurden im vergangenen Jahr unmittelbar nach der ersten Lockerung der Sperrmaßnahmen im Mai und Juni gesetzt. Im Aggregat befinden sich die Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten bereits deutlich über den Vorkrisenniveaus und standen im Januar bei knapp 550 Milliarden US-Dollar. Und auch die Industriebranche setzt die nun fast einjährige Expansion fort. Laut der US-Notenbank ist die Industrieproduktion im Januar stärker als erwartet um ein Prozent gestiegen. Somit befindet sich die Produktion nur noch 1,9 Prozent unter den Niveaus vor der Coronakrise.

In der Zwischenzeit enttäuschte der vermeintliche Höhepunkt des gestrigen Tages, die Veröffentlichung der Protokolle der letzten US-amerikanischen Zinsentscheidung, aufgrund fehlender Überraschungen. Obwohl die Wirtschafts- und Inflationsprognosen leicht angehoben wurden, bleiben die Währungshüter der derzeitigen lockeren Geldpolitik treu. Die Spekulationen und Ängste um eine Reduktion der Liquiditätszufuhr wie vor sieben Jahren scheinen fürs Erste übertrieben zu sein. Angesichts der rasant steigenden Inflationsindikatoren könnte das 2-Prozent-Ziel der Fed jedoch deutlich schneller erreichen werden als anfangs gedacht. Insbesondere sollte das derzeit diskutierte US-Fiskalpaket im seiner jetzigen Form durch das Parlament kommen. Auf der anderen Seite des Atlantiks erhalten Marktteilnehmer einen Einblick in die Denkweisen der europäischen Notenbanker. Um 13:30 steht die Veröffentlichung der Protokolle der EZB-Sitzung an.

Währungsüberblick

EUR – Der gestrige Handelstag zeichnete sich durch einen leichten Volatilitätsanstieg und marginale Verluste der globalen Börsen aus. Dementsprechend wertete die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar und Yen ab. Beide Währungspaare konnten sich vorzeitig jedoch über den wichtigen psychologischen Unterstützungslinien bei EUR/USD 1,20 und EUR/JPY 127,00 halten.

GBP Das britische Pfund erkämpft sich die vierte tägliche Aufwertung infolge und durchbricht zum ersten Mal seit April des vergangenen Jahres die Unterstützung bei EUR/GBP 0,87. Angetrieben von der globalen Risikofreudigkeit und der soliden Impfkampagne in Großbritannien steigt das Pfund auf ein 10-Monats-Hoch. Auch die gestern veröffentlichte Inflation für den Monat Januar, welche mit einem jährlichen Anstieg von 0,7 Prozent stärker als erwartet ausfiel, gab der Währung kurzfristig Rückenwind.

CHF – Die Regierung in Bern kommt zunehmend unter Druck einige der Sperrmaßnahmen vor dem Hintergrund sinkender Infektions- und Todeszahlen zu lockern. Das ambitionierte Ziel, alle Bürger und Bürgerinnen bis zum Sommer impfen zu lassen, scheint ebenfalls jüngst von einigen Beamten des öffentlichen Gesundheitswesens hinterfragt worden zu sein. Unabhängig von den zukünftigen gesundheitlichen Maßnahmen will die Regierung dem Parlament einen neuen Stimulusplan vorlegen, bei dem Klein- und Mittelunternehmen (KMU) knapp fünf Milliarden Franken als finanzielle Stütze bereitgestellt werden sollen.

CEE Der Zloty, der Forint und die Krone kamen gestern kaum vom Platz und gehen zum Vortag beinahe unverändert aus dem Handel. Der ungarische Leitaktienindex in Budapest kämpfte sich in die Nähe seines 1-Jahres-Hochs, während die tschechischen Staatsanleihenrenditen den jüngsten Vormarsch nach oben fortsetzten. Die tschechische Krone genießt auch weiterhin die Sympathie der Investoren, zumal das höher als erwartete Stimuluspaket in Tschechien zügige Zinsstraffungen im zweiten Halbjahr mit sich bringen könnten.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • EZ: Protokolle der letzten EZB-Zinsentscheidung (13:30)
  • EZ: Verbrauchervertrauen (16:00)
  • AU: Einkaufsmanagerindex (23:00)


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