Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Feb 10, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Börsen gönnen sich Verschnaufpause

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die globalen Börsen gönnten sich am gestrigen Handelstag eine Verschnaufpause und bauten somit nicht auf den Gewinnen vom Vortag auf. Der enger gefasste europäische Börsenindex (Stoxx50) geht nach sieben positiven Tagen zum ersten Mal wieder geschwächt aus dem Handel. Edelmetalle wie Gold konnten sich festigen, während die Nachfrage nach prozyklischen Rohstoffen wie Öl leicht nachließ. Einen konkreten Grund für die Aufwärtsunterbrechung gab es nicht. Vielmehr scheinen die Bullen gegen die Bären auf täglicher und wöchentlicher Basis um die Schlusskurse zu kämpfen. Positive Nachrichten waren gestern nicht vorhanden, was die Rally somit fürs Erste zum Halt brachte. Dies galt jedoch nicht für die weltweit beliebteste Kryptowährung. Angetrieben von den Schlagzeilen, dass Tesla Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar erworben haben soll, schoss der Preis der Währung in die Höhe. Zum ersten Mal notierte ein Bitcoin bei einem Preis von 48 Tausend US-Dollar, umgerechnet knapp mehr als 39 Tausend Euro.  

An der makroökonomischen Front verlief der gestrige Tag ohne größere Neuentwicklungen. Die Debatte dreht sich auch weiterhin um die Frage, ob und wann die US-Notenbank eingreifen würde, wenn der Inflationsanstieg größer als erwartet ausfallen würde. Leitindikatoren für die zukünftige Preisentwicklung deuten bereits auf einen erwarteten Preisanstieg. Der Sub-Indikator des US-Einkaufsmanagerindizes für die Inflation erreichte im Januar das höchste Niveau seit 2011 und die aus den Staatsanleihen abgeleiteten Inflationserwartungen befindet sich auf einem 6-Jahres-Hoch. Einige Währungshüter scheinen den Preisanstieg jedoch nur als ein temporäres Phänomen zu sehen. Eine Annahme welche in den nächsten Monaten sicherlich unter die Probe gestellt werden wird. An der Coronavirusfront wurde das österreichische Bundesland Tirol unter eine de-facto Ausreisesperre gesetzt. Einwohner und noch in dem Gebiet befindliche Touristen könnten laut der Bundesregierung nur mit einem negativen Corona-Test ausreisen. Die Regelung kam nur wenige Tage nach der Lockerung der bundesweiten Sperrmaßnahmen.

Währungsüberblick

EUR/USD – Der Aufenthalt des Währungspaares unter der 1,20-Marke war nur von kurzer Dauer. Die Gemeinschaftswährung konnte sich gestern erneut gegenüber dem Dollar festigen und markiert somit die dritte tägliche Aufwertung infolge.

EUR/GBP – Das britische Pfund scheint sich zwischen EUR/GBP 0,8740 und 0,8860 stabilisiert zu haben. Das volle Potenzial bis zur unmittelbaren Unterstützungslinie bei 0,87 wurde somit nicht gänzlich ausgenützt.

EUR/CZK – Die tschechische Krone gönnt sich eine Verschnaufpause und wertet den ersten Tag seit dem 27 Januar ab. Das Niveau um 25,640 könnte sich fürs Erste als eine Unterstützung etablieren, sollte sich das Währungspaar in dieser Woche über dem Niveau halten.

EUR/EM – Schwellenländerwährungen konnten in den letzten paar Wochen spürbar von dem positiven Risikosentiment und dem Vormarsch der globalen Börsen profitieren. Nichtsdestotrotz bleibt die Währungsgruppe mit einigen Ausnahmen weit von den Vorkrisenniveaus entfernt. Die indische Rupie, der mexikanische Pesos und der brasilianische Real sind weiterhin 14, 20 und 39 Prozent unter ihren Niveaus vom Januar 2020. Asiatischen Währungen wie der chinesische Yuan und südkoreanische Won haben sich aufgrund des besseren Krisenmanagements der einzelnen Regierungen und des Export-booms deutlich besser geschlagen.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Inflation (08:00)
  • SE: Zinsentscheidung (09:30)
  • EZ: Christine Lagarde spricht (14:00)
  • US: Inflation (14:30)


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.