Wöchentliche Marktberichte

Feb 09, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Ein ausnahmslos grüner Wochenauftakt

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Zum ersten Mal seit April 2020 hat es die deutsche Industrieproduktion nicht geschafft sich gegenüber dem Vormonat zu festigen. Die Fördermenge der Industriebranche stagnierte im Dezember vor dem Hintergrund der verlängerten Sperrmaßnahmen und wies auf das gesamte Jahr gesehen eine Kontraktion von 8,5 Prozent auf. Grund für Rücksetzer an den Aktien- Anleihen- und Währungsmärkten bot diese Tatsache jedoch nicht. Investoren haben die vergangenheitsorientierten Konjunkturveröffentlichungen hinter sich gelassen und scheinen den Blick nach vorne zu richten.

Die Erwartungen auf eine Bestätigung des neuen Fiskalpakets in den Vereinigten Staaten – die Größe bleibt noch offen – und die anhaltende globale Impfstoffkampagne halten die Gemütslage auf historischen Höhen. Im Rahmen der Reflations-Narrative, welche den Märkten derzeit ebenfalls Rückenwind bietet, sind die zehnjährigen Inflationserwartungen auf das höchste Niveau seit 2014 gestiegen. Die Renditen auf dreißigjährige Staatsanleihen befindet sich zum ersten Mal seit Anbeginn der Coronakrise im März erneut über dem 2-Prozent-Niveau. Und obwohl sich prominente Persönlichkeiten wie Lawrence Summers, der ehemalige Staatssekretär im US-Finanzministerium, aufgrund von Anzeichen einer Blasen- und Inflationsbildung für ein geringeres Stimuluspaket ausgesprochen hatten, hält die derzeitige Finanzministerin dagegen. Mit dem Vorhaben von Joe Biden sollten die Vereinigten Staaten bereits im nächsten Jahr die Vollbeschäftigung erreichen, so Janet Yellen.

In der Zwischenzeit fiel in Italien die Rendite und somit die Ausschüttung, welche Investoren für das Halten der Staatsanleihen erhalten, auf 0,52 Prozent und befindet sich somit nur marginal unter dem Allzeittief. Das Vertrauen der Investoren in den Ex-Notenbankpräsidenten Mario Draghi, eine Mehrheit zu erlangen und die Regierungsbildung zu vollenden, scheint sicherlich gegeben zu sein. Der deutsche DAX stieg am Montag auf ein neues Allzeithoch empor und auch die Gemeinschaftswährung konnte von der gestrigen Dollar-Schwäche Profite ziehen.

Währungsüberblick

EUR/USD – Das Währungspaar flirtete in der vergangenen Woche nur kurz mit den Niveaus unter der 1,20-Marke und notierte am Montag erneut über der psychologischen Stütze.

EUR/PLN – Staatsanleihenkäufe stellen laut dem Internationalen Währungsfond die beste Möglichkeit dar, um die polnische Wirtschaft vor den globalen Unsicherheiten zu stützen. Direkte Währungsinterventionen seien laut der Institution jedoch Fehl am Platz. Der IMF forderte vor diesem Hintergrund eine genauere Stellungnahme der polnischen Notenbank über die jüngsten Schwächungsversuche des Zloty.

EUR/CZK – Das Währungspaar setzt die jüngste Talfahrt fort und wertet den achten Tag infolge ab. EUR/CZK notiert nun zum ersten Mal seit März unter dem Niveau 25,70, welches den Durchschnittswert zwischen den 16 Monaten vor der Coronakrise markiert.

EUR/RUB – Der russische Rubel wertet aufgrund steigender Ölpreise den vierten Tag infolge auf. Obwohl das Niveau um EUR/RUB 90,00 fürs Erste überwunden wurde, bleibt die Stütze bei 88,00 eine für den Rubel schwierig zu durchbrechende Hürde, welche seit September 2020 nicht mehr erzwungen wurde.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • Keine relevanten Konjunkturveröffentlichungen


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