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Feb 08, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

US-Fiskalpaket und Impfungsentwicklung im Fokus

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die globalen Börsen konnten sich in den vergangenen Tagen von den Verlusten der letzten Januarwoche größtenteils erholen und blicken nun auf das US-Fiskalpaket für weitere Signale. Der US-amerikanische SP500 und der deutsche DAX konnten erneut auf ihre Allzeithöhen klettern, während der Shanghai Börsenindex leicht nachgelassen hatte. Rohstoffe gingen in der vergangenen Woche getrennte Wege. Der Ölpreis profitierte von positiven Kommentaren der OPEC-Länder und erreichte das höchste Niveau seit einem Jahr. Gold, Silber und Kupfer ließen in der Zwischenzeit nach.

Der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Die größte Volkswirtschaft der Welt hat im Januar 49 Tausend Arbeitsplätze geschaffen und somit marginal weniger als im Vorhinein erwartet wurde. Dies scheint den unmittelbaren Marktreaktionen zu urteilen die Wahrscheinlichkeit eines großen Fiskalpakets zu untermauern und führte zu einem Abverkauf des US-Dollars und einem Anstieg der US-Aktienmärkte. Aufgrund eines relativ ereignislosen Wirtschaftskalenders für diese Woche und weniger Zentralbankentscheidungen bleibt der Fokus auf den Gesprächen zwischen den Demokraten und Republikanern über das potenzielle Stimuluspaket und der Coronavirus-Entwicklung.

Laut jüngsten Studien scheint der Impfstoff von AstraZeneca eine limitierte Effektivität gegen den neuen COVID-19 Strang aus Südafrika zu haben. In der Zwischenzeit hatte der österreichische Kanzler Sebastian Kurz die Absicht geäußert, den russischen und chinesischen Impfstoff im eigenen Land produzieren zu wollen, sollten diese von den Behörden zugelassen werden. Die Kommentare gegen klar gegen die bisherige Linie der Europäischen Union und scheinen die zunehmenden Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Institutionen und Länder offen zu legen.

Währungsüberblick

EUR/USD – Das Währungspaar musste seit dem Erreichen des mehrmonatigen Hochs im Januar bereits Verluste im Wert von drei Prozent einstecken. Das Unterlaufen der Unterstützungslinie bei 1,20 im Wochenverlauf macht EUR/USD für Rücksetzer anfällig, auch wenn sich das Paar nach dem US-Arbeitsmarktbericht wieder über die psychologische Barriere kämpfen konnte.

EUR/GBP – Die Ablehnung einer frühzeitigen Implementierung negativer Zinssätze seitens der Bank of England treibt das britische Pfund gegenüber dem Euro auf das höchste Niveau seit Mai. Es bleibt weiterhin offen, ob die rasche Impfstoffdistribution das Pfund vor der negativen Leistungsbilanz Großbritanniens und den Handelsunsicherheiten schützen wird.

EUR/CHF – Die Einberufung der Draghi Expertenregierung und ein gesunkene Risikoprämie auf italienische Staatsanleihen hielt das Währungspaar diese Woche über Wasser. Wieviel dieser Stabilität der schweizerischen Notenbank zu verdanken ist wird sich am Montag bei der Veröffentlichung der SNB Sichteinlagen zeigen.

EUR/PLN – Der polnische Zloty konnte von der Euro-Schwäche profitieren und wertet die zweite Woche infolge auf. Investoren trauten sich fürs Erste jedoch nicht unter das Niveau 4,48, nachdem die Notenbank ihre Bereitschaft zur Intervention untermauert hatte.

EUR/CZK – Steigende Wetten auf mehrere Zinsstraffungen in diesem Jahr seitens der tschechischen Notenbank treiben die Krone auf das höchste Niveau gegenüber dem Euro seit März.

EUR/RUB – Internationale Investoren wiegen derzeit die Wahrscheinlichkeit neuer Sanktionen gegen die steigenden Ölpreise ab. Fürs Erste überwiegt letzteres und treibt das Währungspaar unter das Niveau 90,00 mit Blick auf 88,10.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Industrieproduktion (08:00)
  • EZ: Christine Lagarde spricht (17:15)


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