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Jan 22, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Tag der Notenbanken endet ohne Zinsveränderungen

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die Inauguration des 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Ankündigung neuer Stimulusmaßnahmen und die Verlängerung der Sperrmaßnahmen in vielen Teilen Europas haben den Jahresauftakt einen spannungsreichen Charakter verlieren. Die ersten Zinsentscheidungen des Jahres stellen sich gegen diesen Trend und zeichnen sich durch unbeeindruckende geldpolitische Sitzungen aus, eine Tatsache, welche die Märkte jedoch mit offenen Armen annehmen. Weitere Zinssenkungen seitens der großen Notenbanken standen kaum im Raum und auch die Erwartungen auf eine Ausweitung der bereits bestehenden Anleihenkäufe waren gering angesetzt.

Die japanische Notenbank machte gestern den Anfang und ließ sowohl den Leitzins, als auch die Anleihenkaufprogramme unverändert. Die europäischen Währungshüter gesellten sich den Kollegen in Japan an und beendeten ihre Sitzung ohne jegliche geldpolitische Veränderungen. Die Annahme, dass sich das schwache Wirtschaftswachstum der letzten drei Monate des vergangenen Jahres auch in das erste Quartal 2021 ziehen werden, wurde von dem EZB-Chefökonom jedoch bestätigt. Erweiterungen der Liquiditätsmaßnahmen sind trotzdem keine geplant.

Die Notenbanken in Indonesien und Norwegen hielten sich ebenfalls zurück, wobei die Währungshüter in Norwegen mit einigen Kommentaren leichtes Aufsehen erregt hatten. Steigende Immobilienpreise und einer der niedrigsten realen Zinssätze in der entwickelten Welt könnten frühzeitige Zinsstraffungen ermöglichen, auch wenn in diesem Kontext mit frühzeitig weiterhin eine Wartezeit von voraussichtlich einem Jahr (Ende 2021 / Anfang 2022) vorgesehen ist.

Währungsüberblick

EUR – Die Gemeinschaftswährung war aufgrund der jüngsten Abwertung gegenüber einem Korb diverser Währungen kein Gesprächsthema und wurde weitestgehend in der EZB-Sitzung ignoriert. EUR/USD wird derzeit größtenteils durch Geschehnisse in den Vereinigten Staaten getrieben und konnte von einem schwachen Dollar profitieren.

USD – Das antizipierte Fiskalpaket der Biden-Regierung scheint den globalen Aktienmärkten auch weiterhin als eine souveräne Stütze zu dienen. Der US-Aktienleitindex SP500 profitierte erneut von starken Aufwärtsbewegungen der Technologiewerte und einem schwachen Dollar, während der Börsenindex für Schwellenländer (EEM) auf Basis der starken Performance der chinesischen Exportbranche ein neues Allzeithoch finden konnte.

CAD – Die kanadische Zentralbank hatte sich am Mittwoch gegen eine Zinssenkung entschieden, angesichts der positiven Entwicklungen in Bezug auf den Coronavirus-Impfstoff und den verbesserten globalen Wirtschaftsausblick. Eine stetige Erholung der kanadischen Volkswirtschaft könnte mit Überlegungen einer Reduktion der Anleihenkäufe begleitet werden, welche derzeit von der Notenbank durchgeführt werden. EUR/CAD wertet den vierten Tag infolge ab und notiert nun bei dem Niveau 1,5460. Der seit 2012 anhaltende Aufwärtstrend würde sogar Verluste des Währungspaares bis 1,45 tolerieren, ohne die zugrundeliegende Tendenz zu gefährden. Auf der oberen Seite fungiert das Niveau um 1,60 als die erste Hürde weiterer Aufwertungen des Euro.

CZK – Die tschechische Krone bewegte sich in den vergangenen Tagen bereits um die wichtige Schwellgrenze EUR/CZK 26,10 herum und konnte diese gestern zum ersten Mal seit dem 06. Januar unterlaufen. Das Währungspaar befindet sich nun in der Nähe des 10-Monats-Tiefs (26,00).

Globale Risikoereignisse des Tages

  • JP: Einkaufsmanagerindex (01:30)
  • DE: Einkaufsmanagerindex (09:30)
  • EZ: Einkaufsmanagerindex (10:00)
  • UK: Einkaufsmanagerindex (10:30)
  • US: Einkaufsmanagerindex (15:45)


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