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Wöchentliche Marktberichte

Jan 18, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Das Wirtschaftsjahr nimmt Fahrt auf

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Seitdem sich Ex-Premier Matteo Renzi im Streit um die europäischen Hilfsmittel aus der Großkoalition gezogen hat, herrscht in Italien erneut die Sorge über eine mögliche Regierungskrise. Neuwahlen sind dabei noch nicht in Stein gemeißelt und so muss Premierminister Giuseppe Conte in den Reihen der Opposition nach zusätzlichen Stimmen suchen. Die politische Woche beginnt bereits heute mit einer gewissen Anspannungen und dem ersten von insgesamt zwei Vertrauensabstimmungen in der unteren Parlamentskammer. Vor einigen Tagen hatte der Premierminister bereits eine erneute Ausweitung des Staatsbudgets um 39 Milliarden Euro vorgeschlagen, um die Wirtschaft auf die Beine zu bringen. Die Hilfsmittel fügen sich in ein bereits aufgeblähtes Budgetdefizit für 2021 von 7% des Bruttoinlandsprodukts.

In der Zwischenzeit wurde Armin Laschet am Wochenende zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt. Mit der Wahl des  Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen scheint die größte Partei des Landes auf Kontinuität für die Zeit nach Angela Merkel zu setzen. Auch am anderen Ende des Atlantiks dominieren politische Entwicklungen das Geschehen. Die Enthüllung des neuen 1,9 Billionen US-Dollar schweren Stimuluspakets von Joe Biden findet Beifall und Kritik. Obwohl die Märkte jüngst von den Erwartungen auf die neuen Fiskalmaßnahmen nach oben getrieben wurden, könnten einige im Paket angegebenen Klauseln wie der Anstieg der Mindestlöhne auf Widerstand stoßen. In Verbindung mit den enttäuschenden US-Einzelhandelsumsätzen notierte die Wall Street am Freitag schwächer. Auch am alten Kontinent blieb die Stimmung erdrückt. Ein neuer Virusstrang aus Großbritannien und Südafrika und die Möglichkeit einer Lockdown-Verlängerungen in Deutschland und Frankreich ließen die Börsen fallen.

Wie ein Blick auf den Wirtschafts- und Zentralbankkalender zeigt, wird diese Woche den Beginn des Wirtschaftsjahren einleiten. Marktteilnehmer erwarten sich die ersten Konjunkturdaten für den Monat Januar, sowohl die ersten Zinsentscheidungen des Jahres. Den Anfang machen dabei die deutsche Inflation und der europäische Sentimentindex (ZEW) am Dienstag, gefolgt von chinesischen und kanadischen Zinsentscheidung am Mittwoch. Am Donnerstag melden sich die europäischen und japanischen Währungshüter zu Wort. In der Welt der Schwellenländer stehen Zinsentscheidungen in der Türkei und Südafrika bevor. Den Abschluss der Woche werden die wichtigen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (Januar) definieren, welche für die Eurozone, Deutschland, Polen, Großbritannien und die USA veröffentlicht werden.       

Währungsüberblick

EUR – Wie stark die politischen Anspannungen in Italien momentan auf den Euro drücken ist relativ schwierig zu sagen. Ein nachhaltiger Anstieg italienischer Staatsanleihenrenditen und die Vergrößerung zu deutschen Anleihenrenditen bleibt zu diesem Zeitpunkt jedoch sicherlich eine Gefahr für die Gemeinschaftswährung. Der Euro bleibt trotz dieser Tatsache mehrheitlich von externen / globalen Faktoren wie der Bewegung von US-Renditen und der Wirtschaftserholung in China beeinflusst.

USD – Das im vergangenen Jahr von der Federal Reserve behobene Problem der knappen Dollar Liquidität könnte kurzfristig wieder in Erscheinung treten. Sollte das Fiskalpaket von Joe Biden es durch das Parlament schaffen, könnten die US-Renditen nochmal anziehen und den Dollar stützen. Insbesondere da die US-Notenbank im Vergleich zum letzten mal deutlich weniger der neu emittierten Schulden kaufen könnte.

PLN –  Der polnische Zloty wird angesichts der Bereitschaft der Notenbank, zu hohe Aufwertungen der eigenen Währung zu limitieren, in den Hintergrund rücken. Dies gilt, solange sich EUR/PLN über dem Niveau 4,45/50 befindet. Nachhaltige Vorstöße unter die psychologische Schwellgrenze könnten die Notenbank aktiv werden lassen. In der dieser Woche stehen regional die Einkaufsmanagerindizes am Freitag an. Auf der globalen Bühne bleibt der Fokus auf diversen Zentralbanksitzungen und neuen Konjunkturveröffentlichungen für Deutschland und die Eurozone.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • CN: Bruttoinlandsprodukt (03:00)
  • CN: Industrieproduktion (03:00)
  • CN: Einzelhandelsumsätze (03:00)
  • CN: Arbeitslosenquote (03:00)


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